Zoll-Streit: DAX schließt mit heftigem Verlust -- US-Börsen letztlich tiefer -- NVIDIA-Aktie, Super Micro & Co. tiefrot -- Rheinmetall, HENSOLDT, Renk, Conti, Walgreens, Palantir, BYD, Tesla im Fokus
freenet erreicht eigene Prognosen. Bafin verhängt Millionenstrafe gegen Deutsche Bank. BlackRock übernimmt zwei Häfen am Panamakanal. US-Zölle treffen Europas Auto-Aktien hart. Lindt & Sprüngli profitieren von Tiramisu- und Dubai-Schokolade. USA streichen Ukraine-Hilfen - Rüstungsrally hält an. OMV-Aktie: Borealis und Borouge fusionieren. Bilfinger steigert operativen Gewinn.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich im Dienstagshandel mit brachialen Verlusten.
So eröffnete der DAX bereits klar tiefer bei 22.852,72 Zählern und baute seine Verluste im weiteren Verlauf noch deutlicher aus. Letztendlich ging er mit einem Minus von 3,54 Prozent bei 22.326,81 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX begann die Sitzung ebenfalls schwach und notierte anschließend leichter, bevor er 3,4 Prozent niedriger bei 3.724,51 Zählern schloss.
Der DAX gab bereits zum Börsenstart am Dienstag seine starken Vortagsgewinne wieder ab. Dabei hatte er gestern erstmals die 23.000-Punkte-Marke überschritten und verzeichnete bei 23.307,97 Zählern ein neues Rekordhoch. Dieser Anstieg war vor allem auf eine Rally bei Rüstungs- und Autowerten zurückzuführen. Die NordLB wies am Morgen darauf hin, dass bereits die dritte Tausendermarke in diesem Jahr überschritten wurde.
Am Dienstag blieb die Politik von US-Präsident Donald Trump im Fokus. Ab sofort treten seine Zölle auf Einfuhren aus Kanada und Mexiko in Kraft. Drei Jahre nach Beginn des Krieges stellt die US-Regierung zudem ihre Militärhilfe für die Ukraine vorerst ein, was das von Russland angegriffene Land in eine noch schwierigere Lage bringt. Aus dem Weißen Haus hieß es, Trump strebe einen Friedensschluss an. Die Hilfe werde daher bis auf Weiteres ausgesetzt und einer Überprüfung unterzogen.
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Die europäischen Börsen notierten am Dienstag mit roten Vorzeichen.
Der EURO STOXX 50 begann den Handel tiefer und verzeichnete auch weiterhin deutliche Abschläge. Zum Ende des Handelstages notierte das Börsenbarometer 2,77 Prozent leichter bei 5.387,31 Punkten.
Nach der Rally zu Wochenbeginn präsentierten sich die europäischen Börsen am Dienstag in Rot. Belastend wirkte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass die geplanten Zölle auf mexikanische und kanadische Importe nun doch in voller Höhe von 25 Prozent in Kraft treten sollen. Trump erklärte am Vorabend, es gebe "keinen Spielraum mehr für Mexiko oder Kanada", um noch vor Mitternacht einen Deal zu erzielen. Äußerungen vom Wochenende hatten zuvor Hoffnungen geweckt, dass bei der Höhe der Zölle noch Verhandlungsspielraum bestehen könnte. Die kanadische Regierung reagierte auf die Ankündigung mit Gegenmaßnahmen, während China ebenfalls mit Gegenzöllen auf chinesische US-Importe ab dem 10. März konterte. Dies könnte eine gefährliche Aufwärtsspirale bei den Zöllen auslösen, die auch der US-Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen könnte.
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Am Dienstag ging es an den US-Börsen nach einem wechselhaften Handelsverlauf letztlich doch klar nach unten.
Der Dow Jones schloss mit einem Verlust von 1,55 Prozent bei 42.520,99 Punkten. Er hatte zur Eröffnung leichte Abschläge verzeichnet und konnte sich auch im Handelsverlauf nicht aus der Verlustzone lösen, auch wenn das Minus kurzzeitig deutlich zusammengeschrumpft war.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite ging bei 18.285,16 Zählern um 0,35 Prozent schwächer aus dem Handel. Er hatte zur Startglocke deutlich nachgegeben, konnte dann im Handelsverlauf teilweise jedoch auch wieder kräftige Gewinne verbuchen, bevor es im späten Handel wieder nach unten auf rotes Terrain ging.
Die Stimmung an der Wall Street blieb am Dienstag angespannt, da die US-Zollstreitigkeiten mit wichtigen Handelspartnern weiterhin für Unsicherheit sorgten. Neben den Handelskonflikten rückte aber zunehmend auch die US-Wirtschaft in den Fokus der Anleger. Besonders mit Blick auf den am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht für Februar stieg die Nervosität.
Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank verwies laut dpa-AFX auf den starken Anstieg des VIX-Index an der Terminbörse in Chicago, der als Barometer für die Marktunsicherheit gilt. Laut Reid erlebte der Index am Montag den größten Tagesanstieg des Jahres und erreichte ein neues Jahreshoch.
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Die asiatischen Börsen notierten am Dienstag mehrheitlich in Rot.
In Tokio verlor der Leitindex Nikkei 225 letztendlich 1,20 Prozent auf 37.331,18 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite 0,22 Prozent im Plus bei 3.324,21 Zählern.
In Hongkong gab der Hang Seng schlussendlich um 0,28 Prozent auf 22.941,77 Indexpunkte ab.
US-Präsident Donald Trump sorgte am Dienstag für einen Rückgang der asiatischen Aktienmärkte auf den tiefsten Stand seit einem Monat. Zwar fielen die Verluste geringer aus als an der Wall Street am Vorabend, und einige Märkte erholten sich nach anfänglicher Unsicherheit, doch die Stimmung blieb angespannt. Trump zerstörte die Hoffnungen auf eine Rücknahme der geplanten Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko. Es gäbe "keinen Spielraum mehr für Mexiko oder Kanada", erklärte er am Vorabend. Damit treten die 25-prozentigen Zölle auf Warenimporte aus beiden Ländern wie geplant ab Dienstag in Kraft. China hatte nun ebenfalls reagiert und erhebt ab dem 10. März Gegenzölle auf US-Importe. Auch Kanada kündigte Gegenmaßnahmen an. Damit rückt ein eskalierender Handelskrieg in greifbare Nähe.
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