US-Handelsstreitigkeiten

Darum steigt der Euro zum Dollar auf den höchsten Stand in diesem Jahr

04.03.25 21:21 Uhr

Euro steigt gegenüber dem Dollar auf höchsten Stand in diesem Jahr - Die Gründe | finanzen.net

Der Kurs des Euro hat am Dienstag im US-Geschäft seine Tagesgewinne ausgebaut und ist über 1,06 US-Dollar geklettert.

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Der Euro stieg bis auf 1,061 Dollar und erreichte so den höchsten Stand in diesem Jahr. Im frühen europäischen Geschäft hatte der Euro noch unter 1,05 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0557 (Montag: 1,0465) US-Dollar fest.

Vor allem die neu geplanten Staatsausgaben für die Verteidigungsindustrie stützten den Euro. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte einen Plan vorgeschlagen, um die Verteidigungsausgaben in Europa massiv zu erhöhen. Insgesamt könne Europa so nahezu 800 Milliarden Euro mobilisieren, sagte von der Leyen.

Hierzulande wollen Union und SPD Milliardenkredite für Verteidigung ermöglichen. So soll die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse für bestimmte Verteidigungsausgaben gelockert werden. Der Beschluss soll wegen der komplizierten Mehrheitsverhältnisse noch vom alten Bundestag getroffen werden. Allein haben Union und SPD auch dort nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Grundgesetzänderung. Sie brauchen daher Stimmen von Grünen oder FDP.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs erwartet jetzt nicht mehr, dass der Euro auf die Parität zum Dollar zurückfällt. Auch die Deutsche Bank sieht eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen Fall auf die Parität. "Die derzeitige Ausgabenwelle in Europa wird zu mehr Zusammenhalt und Solidarität führen und den Euro stärken", sagte Ales Koutny, Ökonom bei Vanguard Asset Management.

Auch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump belastet den Dollar. China und Kanada reagieren auf die neuen US-Importzölle ihrerseits mit Gegenzöllen. Auch Mexiko stellte Gegenmaßnahmen in Aussicht, ließ die genauen Details zunächst aber noch offen. Viele Ökonomen erwarten, dass die Zölle das US-Wirtschaftswachstum belasten könnten. Zwar gerieten auch der mexikanische Peso und das kanadische Pfund zum Euro unter Druck. Die Kursabschläge hielten sich jedoch in Grenzen.

NEW YORK (dpa-AFX)

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