Zollbeben hält an: DAX schließt fester -- US-Börsen höher -- Palantir mit Gewinnsprung -- PayPal-Gewinn enttäuscht -- Infineon übertrifft Erwartungen -- Merck, SAP, Rheinmetall, TUI, D-Wave im Fokus
Super Micro Computer-Aktie zieht kräftig an. Siltronic kürzt Dividende drastisch. BNP Paribas verdoppelt Gewinn. UBS mit Milliardengewinn. Warren Buffett baut Position in Sirius XM weiter aus. Vodafone übertrifft Erwartungen. MicroStrategy pausiert Bitcoin-Käufe. Pfizer verzeichnet Umsatzplus. Ferrari nähert sich Rekordhoch. Spotify mit Umsatzsteigerung.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt konnte sich am Dienstag stabilisieren.
Der DAX rutschte nach einem positiven Start vorübergehend auf rotes Terrain ab. Später fassten Anleger wieder etwas Mut, so dass der Leitindex den Handel letztlich 0,36 Prozent höher bei 21.505,70 Punkten beendete.
Der TecDAX konnte seinen anfänglich nur kleinen Gewinn im weiteren Verlauf vergrößern und schloss am Abend 1,18 Prozent stärker bei 3.723,59 Zählern.
Der Zollstreit, den US-Präsident Donald Trump initiiert hat, wirkte auch am Dienstag weiter nach. Als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump am Wochenende verhängten Zölle auf Importe aus China hat Peking mit Gegenzöllen geantwortet. Laut dem chinesischen Finanzministerium werden zusätzliche Zölle von 15 Prozent auf Kohle und verflüssigtes Erdgas aus den USA erhoben. Für Öl und landwirtschaftliche Maschinen gilt ein zusätzlicher Zollsatz von zehn Prozent. Im Gegensatz zu Mexiko und Kanada, die kurz vor der Einführung von Zöllen eine Vereinbarung mit den USA trafen und so eine vorläufige Aussetzung um 30 Tage erreichten, gab es mit China zunächst keine derartige Einigung.
Am Markt steht zudem die Berichtssaison weiter im Fokus: Infineon und Siltronic haben hierzulande ihre Bücher geöffnet, in den USA stehen die Techriesen wie die Google-Mutter Alphabet, Snap und AMD vor Veröffentlichung ihrer Bilanzen.
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Die europäischen Börsen erholten sich am Dienstag etwas.
Der EURO STOXX 50 konnte seine frühen Gewinne im Tagesverlauf ausbauen und ging schlussendlich 0,89 Prozent fester bei 5.264,59 Punkten in den Feierabend.
Weiter stand die US-Zollpolitik im Anlegerfokus: Zwar hat US-Präsident Trump die geplanten zusätzlichen Zölle auf Importe aus Mexiko und Kanada vorerst ausgesetzt, doch mit China ist eine rasche Einigung nicht in Sicht - ein Handelskrieg scheint sich abzuzeichnen. Als Reaktion plant China, Zölle auf bestimmte US-Produkte zu erheben. Zudem zeichnet sich ab, dass Trump auch Europa ins Visier nehmen könnte.
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An der Wall Street waren am Dienstag leichte Gewinne zu sehen.
Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,30 Prozent bei 44.555,73 Punkten in den Feierabend.
Der Techwerteindex kann NASDAQ Composite schloss daneben 1,35 Prozent höher und beendete den Handelstag bei 19.654,02 Zählern.
Auf die Anlegerstimmung drückte weiterhin die Sorge vor einem Handelskrieg. Nachdem US-Präsident Trump am Samstag einen Aufschlag von zehn Prozent auf bereits bestehende Zölle für chinesische Produkte verhängt hatte, kündigte das Reich der Mitte nun als Reaktion darauf an, Importzölle auf bestimmte Güter aus den USA zu erheben. Als Hoffnungsschimmer wird immerhin wahrgenommen, dass Trump zumindest baldige Gespräche mit China angekündigt hat.
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Die asiatischen Börsen verbuchten am Dienstag Zuwächse.
In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei 225 mit einem Plus von 0,72 Prozent bei 38.798,37 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland ruhte der Börsenhandel nach wie vor aufgrund der Goldenen Woche im Rahmen des Chinesischen Neujahr- und Frühlingsfests. Zuletzt wurde am vergangenen Montag gehandelt, da gab der Shanghai Composite um marginale 0,06 Prozent auf 3.250,60 Zähler nach.
Der Hang Seng zeigte sich am Dienstag letztendlich 2,83 Prozent höher bei 20.789,96 Einheiten.
Die Börsen gaben einen Teil ihrer anfänglichen Gewinne wieder ab, nachdem China neue Zölle auf ausgewählte US-Produkte angekündigt hat. Bereits am Montag hatten die handelspolitischen Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump für deutliche Kursverluste gesorgt. Er hatte Zölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China verhängt und damit Ängste vor einem eskalierenden Handelskonflikt geschürt.
Während die zusätzlichen Zölle auf chinesische Waren planmäßig am Dienstag in Kraft treten sollen, hat Trump die Abgaben auf Importe aus Mexiko und Kanada nach Gesprächen vorerst für 30 Tage ausgesetzt. Der Markt wertete dies als Zeichen für Verhandlungsbereitschaft, was die Sorgen der Anleger vorübergehend etwas dämpfte.
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