Aktie mit Gewinnen: WACKER CHEMIE schreibt wieder schwarze Zahlen - dennoch keine Trendwende in Sicht

WACKER CHEMIE rechnet auch in den kommenden Monaten mit einer schwachen Nachfrage.
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Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf sieht Chef Christian Hartel bislang keine Trendwende bei der Nachfrage in den Abnehmerbranchen. Die Verwerfungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten infolge des Nahost-Konflikts führen weiterhin zu erhöhten Kosten für Logistik und Rohstoffe. Dennoch konnte WACKER CHEMIE die bereits Mitte April vorgelegten vorläufigen Zahlen sowie die Jahresziele bestätigen.
Operative Stärke trotz Umsatzrückgang
Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal, vor allem wegen des schwachen US-Dollars, um knapp fünf Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro. Dennoch stieg das operative Ergebnis (Ebitda) im Jahresvergleich um 45 Prozent auf knapp 173 Millionen Euro. Dies gelang dem Unternehmen durch Einsparungen sowie die erfolgreiche Weitergabe höherer Kosten an die Kunden. Zudem zogen Kunden Bestellungen aufgrund des Iran-Kriegs in den März vor. Unter dem Strich schrieb WACKER einen Gewinn von 15 Millionen Euro, nach einem Vorjahresverlust von 3,5 Millionen Euro.
Analysten loben Geschäftsbereiche
Analysten von Barclays und Citigroup zeigten sich besonders von den Sparten Silikone und Polymere überrascht, die die Erwartungen deutlich übertrafen. Sebastian Satz von der Citigroup sprach bei den Silikonen von der höchsten Marge seit 2022. In der Folge hob das Management die Prognosen für diese beiden Geschäftsbereiche an. Das Sparprogramm zeige laut Analysten deutliche Wirkung.
Aktie nähert sich 21-Monatshoch
Zuletzt ging es für die Aktie auf XETRA noch 2,56 Prozent auf 98,10 Euro nach oben. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit rund 42 Prozent zugelegt. Neben der operativen Entwicklung stützen laut Experten zwei weitere Faktoren: Eine US-Untersuchung (Section 232) zu Polysilizium-Importen, die die nationale Sicherheit betreffen, sowie angekündigte Kapazitätsausweitungen in der US-Solarproduktion durch Tesla.
Spezialisierung und Ausblick
WACKER ist auf drei Hauptbereiche fokussiert: hochreines Polysilizium für Computerchips und Solaranlagen, Silikone (Harze/Öle) sowie Polymere für Baustoffe. Ein viertes Feld ist die Biotechnologie. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management weiterhin einen operativen Gewinn von 550 bis 700 Millionen Euro bei einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. MÜNCHEN/FRANKFURT (dpa-AFX)
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Bildquellen: WACKER Chemie
