Nordex-Aktie zieht deutlich an: Konzern steigert Gewinn und Marge erheblich

Der Windanlagenbauer Nordex hat die Erwartungen zum Jahresstart übertroffen. So fielen die Zahlen für das erste Quartal aus.
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"Wir haben erneut eine solide operative Leistung erbracht, weitere Margenverbesserungen erzielt und sind mit einer starken Finanzposition in das Jahr gestartet", sagte Konzernchef José Luis Blanco am Montag zur Vorlage von Quartalszahlen. Er bestätigte außerdem die Jahresziele.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 1,59 Milliarden Euro, wie das im MDAX der mittelgroßen Werte notierte Unternehmen zum Wochenstart mitteilte. Das Ergebnis nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte sogar um fast zwei Drittel auf 130,7 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge lag damit bei 8,2 Prozent, also 2,7 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich verdiente Nordex nach 7,9 Millionen Euro im Vorjahr nun 53,6 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt bei allen Kennziffern weniger auf dem Zettel.
Nordex sei stark ins Jahr gestartet, kommentierte Jefferies-Analyst Constantin Hesse in einer ersten Reaktion. Die Quartalsbilanz spreche für sich. Der deutliche Rückgang des freien Barmittelflusses auf minus 98,1 Millionen Euro komme erwartungsgemäß und sei auf die Normalisierung im Umlaufvermögen zurückzuführen. Deepa Venkateswaran vom US-Analysehaus Bernstein Research lobte neben der starken Margenentwicklung auch die bestätigte Prognose. Das Management schätze die direkten Auswirkungen des Iran-Kriegs also offensichtlich als beherrschbar ein.
Der Umsatz soll im laufenden Jahr auf 8,2 bis 9 Milliarden Euro steigen. Analysten trauen Nordex durchschnittlich 8,7 Milliarden Euro zu. 2025 betrugen die Erlöse 7,55 Milliarden Euro. Die operative Marge (Ebitda) soll in diesem Jahr 8 bis 11 Prozent erreichen, nachdem im Vorjahr 8,4 Prozent zu Buche standen. Hier erwarten die Experten im Schnitt 9,8 Prozent.
Wie bereits seit Mitte des Monats bekannt, hat Nordex im ersten Quartal weniger Aufträge erhalten als ein Jahr zuvor. Das Neugeschäft ohne Service sank von knapp 2,2 auf knapp 1,9 Gigawatt. Dagegen stieg der durchschnittliche Verkaufspreis leicht auf 0,91 Millionen Euro pro Megawatt Leistung. Ein Jahr zuvor waren es noch 0,87 Millionen gewesen.
So reagiert die Aktie
Gut aufgenommene Quartalszahlen haben am Montag die Papiere des Windkraftkonzerns Nordex prozentual zweistellig in die Höhe getrieben. Weiterhin auf dem höchsten Niveau seit 2002 gewannen sie im XETRA-Handel letztlich 5,74 Prozent auf 47,52 Euro. Im Jahr 2026 bauten sie damit ihr Plus auf fast 72 Prozent aus und sind im MDAX der zweitstärkste Wert hinter AIXTRON.
Analysten reagierten mit viel Lob auf die Entwicklung der Norddeutschen im ersten Jahresviertel. Die Profitabilität habe die Erwartungen klar übertroffen, kommentierte Richard Dawson von der Berenberg Bank. Die Aufträge von Nordex seien ja bekannt, der Bestand liege auf Rekordniveau. Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler erhöhte sein Kursziel von 39 auf 49 Euro. Das Auftragsbuch biete Sicherheit für etwa anderthalb Jahre, betonte er.
Nordex sei stark ins Jahr gestartet, kommentierte Analyst Constantin Hesse von Jefferies in einer ersten Reaktion. Der schwächere Cashflow komme erwartungsgemäß und sei auf die Normalisierung im Umlaufvermögen zurückzuführen. Mit Blick auf den Cashflow warnte ein Händler allerdings vor Gewinnmitnahmen, nachdem die Papiere gut gelaufen seien.
Die Ziele für das laufende Jahr bestätigte der Windanlagenbauer. Der Umsatz soll auf 8,2 bis 9 Milliarden Euro steigen. Analysten trauen Nordex durchschnittlich 8,7 Milliarden Euro zu. Die operative Marge (Ebitda) soll in diesem Jahr 8 bis 11 Prozent erreichen. Hier erwarten die Experten im Schnitt 9,8 Prozent.
dpa-AFX
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