Heute im Fokus

DAX und Wall Street gehen stärker ins Wochenende -- Supreme Court stoppt Trump-Zölle -- NVIDIA wohl mit Milliardeninvestment in OpenAI -- Apple, Telekom, BioNTech, Moderna, Diginex, Bayer im Fokus

aktualisiert 20.02.26 22:02 Uhr

Klarna knackt Umsatzmilliarde - Erwartungen übertroffen. Pentagon-Liste belastet BYD, Alibaba & Co. Goldpreis klettert wieder über 5.000 US-Dollar. Iranische Ingenieure sollen Google-Geheimnisse gestohlen haben. Aktien von Rheinmetall, RENK, TKMS & HENSOLDT: Drohende Eskalation in Nahost. Infineon Ex-Dividende gehandelt. TUI: Fitch bestätigt Rating "BB" und stabilen Ausblick.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich vor dem Wochenende erholt.

Der DAX konnte seinen anfangs zunächst nur kleinen Gewinn im weiteren Handelsverlauf ausbauen und schloss 0,87 Prozent stärker bei 25.260,69 Punkten.

Der TecDAX fiel nach einer stabilen Eröffnung vorübergehend etwas ins Minus, verbesserte sich dann aber und beendete den Freitagshandel 0,63 Prozent höher bei 3.721,50 Zählern.

Solide Wirtschaftsdaten trieben den deutschen Leitindex an. Nach dem Rücksetzer vom Vortag machte der DAX wieder einen Schritt hin zum Rekordhoch von Mitte Januar, das bei gut 25.507 Punkten liegt. Am Freitag zeichneten europäische Einkaufsmanagerindizes ein gutes Bild für die heimische Wirtschaft. "Der konjunkturelle Frühling ist bereits angebrochen", schrieb der Experte Thomas Gitzel von der VP Bank. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie liege erstmalig seit mehr als dreieinhalb Jahren wieder über der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Zusätzlicher Rückenwind kam aus den USA, weil US-Präsident Donald Trump im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine Niederlage vor dem Supreme Court kassiert hat. Das Oberste Gericht der USA entschied, dass Trump seine Befugnisse überschritten hat, als er sich auf ein Notstandsgesetz berief, um umfangreiche Zölle gegen viele Handelspartner zu verhängen - darunter auch die Europäischen Union.

Volkswirtin Sandra Ebner von Union Investment hält es jedoch für sehr unwahrscheinlich, dass die Zölle nun wegfällen. "Im Gegenteil: Faktisch dürfte sich kaum etwas ändern". Denn Präsident Trump verfüge über eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Druck auf die Handelspartner hochzuhalten. So verfolge das Weiße Haus als Plan B bereits etliche Untersuchungen gegen Wirtschaftssektoren, welche nach Ansicht der US-Regierung die Sicherheit und die Interessen der USA nachteilig beeinflussen könnten. "Für deutsche und europäische Unternehmen halten sich die Auswirkungen der richterlichen Einschätzung in engen Grenzen", lautete Ebners Fazit.

Bremsed wirkten daneben ein möglicher US-Angriffs auf den Iran und die unklaren Folgen für die Weltwirtschaft. Die Verhandlungen über ein umstrittenes Atomprogramm gehen weiter. In dem Konflikt hat US-Präsident Donald Trump für einen Deal eine Frist von bis zu 15 Tagen genannt. Das sei "so ziemlich das Maximum". Zugleich drohte er: "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich."

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