Großer Verfall: DAX geht unter 25.000 Punkten ins Wochenende -- Wall Street bleibt am Freitag geschlossen -- SpaceX mit Milliardenanleihe -- Rheinmetall, Lufthansa, ASML, Infineon, AIXTRON im Fokus
Ryanair CEO O'Leary bleibt bis 2032. RWE-Aktie: Bericht über bevorstehenden Amprion-Zukauf. UniCredit baut Beteiligung an Commerzbank aus. Deutsche Bank sieht Risiken für Novo Nordisk. Analyst sieht noch mehr Potenzial für tonies-Aktie. Angriff auf BYD und Co.: EU plant nächsten Zollhammer. HORNBACH steigert Umsatz. Mercedes setzt auf mehr "Gewinnermentalität". Strategy-Aktie auf Rekordtief weckt Zweifel an Konzernstrategie. Iran-Verhandlungen auf der Kippe?
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex zeigte sich im Freitagshandel wechselhaft.
Der DAX legte zum Start leicht zu. Im weiteren Handelsverlauf pendelte das Börsenbarometer zwischen Gewinnen und Verlusten hin und her und konnte sich zunächst nicht dauerhaft über der Marke von 25.000 Punkten halten. Letztlich notiert der deutsche Leitindex wieder darunter und ging mit Verlusten von 0,16 Prozent bei 24.985,82 Punkten ins Wochenende.
Der TecDAX zeigte sich zum Start ebenso fester und konnte sich im Anschluss nicht für eine Richtung entscheiden. Sein Schlussstand: 3.954,59 Punkte (+0,18 Prozent).
Belastend dürfte der sogenannte große Verfallstag gewirkt haben. An diesem Freitag liefen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus. Tags zuvor hatte der Leitindex erstmals seit Anfang Juni wieder oberhalb der 25.000-Punkte-Marke geschlossen.
Die Absage geplanter Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz hinterließ am Markt dagegen kaum Spuren. Medienberichten zufolge verschob Teheran die Gespräche nach einem erneuten israelischen Angriff im Libanon. Die israelische Armee teilte mit, Stellungen der Hisbollah im Südlibanon aus der Luft angegriffen zu haben, nachdem die schiitische Miliz zuvor Raketen auf israelische Soldaten abgefeuert habe.
Da der US-Markt wegen eines verlängerten Wochenendes am Freitag geschlossen bleibt, fehlten von dort am Nachmittag neue Impulse. Der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners rechnete aus diesem Grund auch in Europa mit dünneren Umsätzen, wodurch der Markt anfälliger für Ausschläge war.
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Anleger an den europäischen Aktienmärkten wurden am Freitag etwas vorsichtiger.
Der EURO STOXX 50 zeigte sich zum Start marginal tiefer. Im weiteren Verlauf pendelte das Börsenbarometer zunächst um die Nulllinie, bevor es am Nachmittag dann knapp ins Minus rutschte und sich dort letztlich mit Verlusten von 0,33 Prozent bei 6.302,71 Punkten ins Wochenende verabschiedete.
Die wichtigsten Themen der Woche wie die US-Notenbank seien abgearbeitet, hieß es von Marktbeobachtern. Dann rückte der Große Verfallstag an den internationalen Terminmärkten in den Fokus. Am Mittag verfielen die Optionen und Futures auf die Aktien-Indizes, am Abend folgen die Optionen auf Einzelaktien. In den USA blieben die US-Börsen feiertagsbedingt, daher dünnte das Geschäft am Nachmittag aus. Für Irritationen sorgte die Verschiebung des Flugs von US-Vize Vance in die Schweiz. Dort sollte er zum Verhandlungsstart mit dem Iran eintreffen.
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Die US-Börsen präsentierten sich am Donnerstag stärker. Am Freitag bleibt der Wall Street-Handel wegen eines Feiertags geschlossen.
Der Dow Jones Industrial verabschiedete sich mit einem Plus von 0,14 Prozent bei 51.565,38 Punkten aus der verkürzten Handelswoche.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite schloss daneben 1,91 Prozent höher bei 26.517,93 Zählern.
An den US-Börsen ließ sich am Donnerstag eine Erholung beobachten. Rückenwind kam erneut vom Halbleitersektor, dessen anhaltende Stärke dem technologielastigen Index half, einen Teil der Verluste der vergangenen beiden Handelstage wettzumachen. In einer wegen eines Feiertags verkürzte Handelswoche gab es einen versöhnlichen Ausklang. Am Freitag bleiben die US-Börsen wegen des Feiertags zum Gedenken an das Ende der Sklaverei geschlossen.
Die US-Notenbank ließ den Leitzins wie erwartet unverändert und widersetzte sich damit erneut den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach Zinssenkungen. Weil die Fed zugleich ihre Inflationserwartung für 2026 anhob, rechnen die Märkte inzwischen eher mit Zinserhöhungen ab Oktober.
Für etwas Entspannung sorgte der anhaltende Rückgang der Ölpreise. Auslöser war das von den USA und dem Iran unterzeichnete Rahmenabkommen zur Beendigung des Konflikts, das laut Pakistan sofort in Kraft tritt und die Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsieht. Dadurch ließen die Sorgen über mögliche Störungen der Ölversorgung nach.
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Die Börsen in Asien präsentierten sich am Freitag mit Verlusten.
In Tokio schaffte der Nikkei 225 nach einem zwischenzeitlichen Rutsch den Sprung ins Plus und schloss 0,28 Prozent höher bei 71.250,06 Punkten auf einem neuem Rekord.
Auf dem chinesischen Festland hatte der Shanghai Composite am Vortag 0,43 Prozent tiefer bei 4.090,48 Zählern geschlossen.
In Hongkong war es für den Hang Seng am Donnerstag derweil 1,59 Prozent auf 23.924,81 Einheiten. An den chinesischen Börsen wird am Freitag wegen des Drachenbootfests nicht gehandelt.
An den anderen Börsen in Asien dominierten am Freitag negative Vorzeichen. In den USA hatten die Aktienkurse am Donnerstag kräftig zugelegt, beflügelt von der Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges, die der Iran und die USA am späten Mittwoch unterzeichnet hatten. Allerdings drehten die US-Futures am Donnerstag nachbörslich ins Minus, denn in den USA steht ein langes Feiertagswochenende an. Die dortigen Börsen bleiben am Freitag wegen "Juneteenth" geschlossen. Das dürfte ein Grund sein, warum auch in Asien die Anleger vorsichtshalber etwas Geld vom Tisch nehmen. Denn wichtige Fragen müssen erst noch geklärt werden, unter anderem der Streit um das iranische Nuklearprogramm. Und auch wenn die Straße von Hormus, ein wichtiger Wasserweg für den Öltransport, offiziell nun wieder geöffnet ist, bleibt die Schifffahrt dort schwierig wegen zahlreicher Seeminen, die der Iran in der Meerenge ausgebracht hat. Überdies findet am Freitag der Große Verfall statt, der Volatilität in den Markt bringt.
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