Zahlen vorgelegt

T-Mobile US beflügelt auch die Deutsche Telekom-Aktie: Zahlen über den Erwartungen und höhere Prognose

29.04.26 22:02 Uhr

Paukenschlag bei der Telekom-Tochter: T-Mobile US lässt Analysten alt aussehen - Aktien gefragt | finanzen.net

Der US-Telekommunikationskonzern T-Mobile US hat im ersten Quartal mehr neue Kunden hinzugewonnen als erwartet.

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Zu Jahresbeginn ist die Zahl der Vertragskundenkonten im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 217.000 gestiegen, wie der zur Deutschen Telekom (Deutsche Telekom) gehörende US-Mobilfunkkonzern am Dienstagabend nach US-Börsenschluss in Bellevue mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit deutlich weniger gerechnet. Für das laufende Jahr zeigt sich der Konzern nun optimistischer. Bei den Anlegern kommt das gut an.

Im US-Handel legten T-Mobile US-US-Aktien an der NASDAQ bis zum Handelsende um 6,13 Prozent auf 198,17 US-Dollar zu.

Nach Einschätzung des JPMorgan-Experten Sebastiano Petti übertraf die wichtigste Sparte der Deutschen Telekom die Erwartungen. Kannan Venkateshwar von der britischen Investmentbank Barclays verweist darauf, dass die drei großen US-Telekomanbieter im ersten Quartal alle ein gesundes Abonnentenwachstum vermeldet haben.

Er glaubt aber nicht daran, dass die Debatte um die Wettbewerbsintensität angesichts der unterschiedlichen Preis- und Umsatzentwicklungen in der Branche damit nachließ. Auch die Anteilsscheine der Deutsche Telekom sind am Mittwoch nach Quartalszahlen der Mobilfunk-Tochter T-Mobile US merklich gestiegen.

Den XETRA-Handel beendete die Deutsche Telekom-Aktie 2,09 Prozent fester bei 27,32 Euro.

Die Deutsche Telekom hält etwas mehr als die Hälfte der T-Mobile US-Anteile. Das Aktienpaket an dem US-Unternehmen ist umgerechnet etwas mehr als 90 Milliarden Euro wert. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom selbst kommt insgesamt auf rund 132 Milliarden Euro.

Derweil erwägen die Bonner Kreisen zufolge einen vollständigen Zusammenschluss mit der US-Mobilfunktochter. Dabei könnten die beiden Unternehmen unter dem Dach einer neuen Holdinggesellschaft gebündelt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg vergangene Woche unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Diskussionen befänden sich aber in einem frühen Stadium und würden politische Unterstützung erfordern. So ist der Bund laut Unternehmensangaben mit 14,1 Prozent an dem deutschen Konzern beteiligt und die in seinem Besitz befindliche KfW mit 14,2 Prozent.

Das T-Mobile-Management um Konzernchef Srini Gopalan erwartet für 2026 nun 950.000 bis 1,05 Millionen neue Vertragskundenkonten, nach zuvor anvisierten 900.000 bis 1 Million. Auch die Ziele für den Netto-Zahlungsmittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit, den bereinigten freien Zahlungsmittelfluss sowie der um Sondereffekte und Leasingumsätze bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Core Ebitda) wurden etwas angehoben.

Der Umsatz stieg zu Jahresbeginn um knapp elf Prozent auf 23,1 Milliarden US-Dollar (rund 19,7 Mrd Euro). Der Serviceumsatz verbesserte sich dabei ebenfalls um elf Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Core Ebitda) verzeichnete das US-Unternehmen einen Anstieg um zwölf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich sank der Gewinn von rund drei Milliarden Dollar im Vorjahr auf 2,5 Milliarden. Als Grund führte das Unternehmen angefallene Kosten für Zukäufe an.

BELLEVUE (dpa-AFX)

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Bildquellen: mandritoiu / Shutterstock.com, Jonathan Weiss / Shutterstock.com

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