Wendepunkt voraus?

Warten auf Apple-Zahlen: Warum ein Analyst auf eine "taktische Long-Position" setzt

29.04.26 23:30 Uhr

Spannung vor den Apple-Zahlen: Wieso ein Analyst die NASDAQ-Aktie als "taktische Long-Position" sieht | finanzen.net

Vor den Quartalszahlen positioniert sich eine US-Investmentbank bullish für die Apple-Aktie. Warum ein Analyst jetzt zu einem taktischen Einstieg rät.

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Aktien

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• Morgan Stanley bezeichnet Apple als "taktischen Long" vor den Zahlen
• Mehrere Katalysatoren könnten Aktie bis Herbst treiben
• Zahlenvorlage könnte als "Clearing Point" wirken und Trendwende einleiten

Vor den Apple-Zahlen: Morgan Stanley bringt sich in Position

Vor den heiß erwarteten Apple-Zahlen zum zweiten Quartal des Fiskaljahrs 2026 hat sich die US-Investmentbank Morgan Stanley klar positioniert: Trotz der Seitwärtsphase seit Jahresanfang und einiger Bedenken hinsichtlich zunehmenden Margendrucks aufgrund höherer Speicherpreise bestätigt die Bank ihre "Overweight"-Einstufung bei einem Kursziel von 315 US-Dollar.

Doch mit der optimistischen Einschätzung nicht genug: Morgan Stanley sieht vor den Zahlen eine Einstiegschance beim iKonzern. Laut Investing.com hält Analyst Erik Woodring den Anteilsschein des Techriesen für "eine taktische Long-Position" im Vorfeld der Geschäftszahlen.

Warum Morgan Stanley jetzt zum taktischen Einstieg rät

Denn Woodring zufolge dürften die bevorstehenden Ergebnisse eine Art "Clearing Point" vor einer saisonal starken Phase für die Aktie darstellen. Aktuell wären die Erwartungen aufgrund der durchwachsenen Performance seit Jahresbeginn und auf die Margen drückenden Preise für Speichermedien gering. Entsprechend niedrig seien auch die Hürden für einen Einstieg.

Wie Woodring laut "The Street" prognostiziert, dürfte Apple im Märzquartal leicht über den Konsensschätzungen liegen, sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn je Aktie. Größere positive Überraschungen seien jedoch unwahrscheinlich, da auch Lieferengpässe das kurzfristige Potenzial begrenzen.

Der Fokus liegt daher auf dem Ausblick: Für das Juni-Quartal erwartet Morgan Stanley zwar einen Umsatz über Marktniveau, gleichzeitig aber größeren Margendruck durch weiterhin steigende Speicherpreise. Entscheidend ist jedoch, dass dieser Effekt als weitgehend eingepreist gilt. Morgan Stanley zufolge könnten solide Ergebnisse ohne negative Überraschungen demnach ausreichen, um die gedämpften Erwartungen zu drehen - und damit eine kurzfristige Neubewertung der Aktie anzustoßen.

Mehrere Katalysatoren könnten die Aktie antreiben

Zudem sieht Morgan Stanley-Analyst Erik Woodring laut "TheStreet" Chancen in mehreren kurzfristigen Impulsen, die über die Zahlen hinausreichen. Im Fokus steht dabei vor allem die Entwicklerkonferenz WWDC im Juni: Die Erwartungen gelten als niedrig, wodurch bereits kleinere Fortschritte - etwa bei einer überarbeiteten Siri - für positive Impulse sorgen könnten.

Hinzu kommen Hinweise aus der Lieferkette, die auf mögliche Marktanteilsgewinne hindeuten. Auch der anstehende iPhone-Zyklus im Herbst - inklusive potenzieller Produktinnovationen - könnte neue Dynamik in die Aktie bringen.

Flankiert wird das Szenario durch die weiterhin starke Free-Cashflow-Generierung, die sich im Vergleich zu anderen Tech-Giganten als stabilisierender Faktor erweisen könnte. In Summe ergibt sich damit ein Setup, das aus Sicht von Morgan Stanley über die kurzfristigen Quartalszahlen hinaus trägt.

Was die Zahlen für die Apple-Aktie bedeuten könnten

Vor diesem Hintergrund dürften die anstehenden Zahlen vor allem eines sein: ein Richtungsimpuls. Sollten Umsatz und Gewinn leicht über den Erwartungen liegen und der Ausblick stabil bleiben, könnte dies als "Clearing Event" wirken und die aktuell gedämpfte Stimmung drehen. Eine kurzfristige Aufwärtsbewegung wäre in diesem Fall plausibel.

Fallen die Ergebnisse hingegen schwächer aus oder rückt der Margendruck stärker in den Fokus als erwartet, könnte dies die Skepsis am Markt weiter verfestigen. Entscheidend wäre damit weniger das reine Zahlenwerk als vielmehr das Signal für die kommenden Quartale - und ob Apple die Erwartungen erneut übertreffen kann.

Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

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