DAX geht tiefrot ins Wochenende -- US-Börsen zum Wochenschluss auf Talfahrt -- Schwere Vorwürfe gegen Super Micro -- TUI, Novo Nordisk, Xpeng, Rüstungsaktien, Alibaba, Vincorion, Bayer im Fokus
Analyst sieht bei Lufthansa weiteres Abwärtspotenzial. US-Behörde untersucht Teslas FSD wegen möglicher Sichtprobleme. FUCHS erhöht Dividende. Meta hält VR-Welt Horizon nach Nutzerprotest teilweise offen. FedEx hebt Gewinnprognose an. Mutares erwartet Transaktionsschub im zweiten Quartal. Warten auf Borouge-Aktie: OMV verschiebt Chemie-Börsengang auf 2027. KRONES erhöht Dividende nach Gewinnanstieg.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt konnte seine Gewinne am Freitag nicht verteidigen.
So eröffnete der DAX die Sitzung zwar fester und hielt sich zunächst auch im Anschluss in der Gewinnzone. Am späten Vormittag wechselte er dann jedoch das Vorzeichen und notierte nach zwischenzeitlichen Schwankungen dann im Minus. Dabei verlor er sogar die 23.000-Punkte-Schwelle aus den Augen. Schlussendlich beendete er die Handelswoche 2,01 Prozent leichter bei 22.380,19 Einheiten.
Auch der TecDAX nahm den Handel mit einem Plus auf und verteidigte seine Gewinne zunächst im weiteren Verlauf, bevor er dann unter die Nulllinie rutschte. Er verabschiedete sich 1,5 Prozent tiefer bei 3.420 Punkten aus der Sitzung.
Nach dem starken Rückgang am Vortag fiel der DAX am Freitag nach anfänglichen Gewinnen erneut zurück. Aufgrund der Nachrichtenlage im Nahen Osten traten erneut stärkere Kursschwankungen ein. Zusätzlich srogte der sogenannte große Verfallstag für Bewegung: An diesem Freitag laufen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus.
Zuvor hatte der Anstieg des Ölpreises auf fast 120 Dollar Inflations- und Konjunktursorgen ausgelöst und den Index belastet.
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Europas Börsen zeigten sich zum Wochenschluss volatil.
Der EURO STOXX 50 startete den Handelstag fester und verblieb zunächst auch im Anschluss auf grünem Terrain. Im Tagesverlauf wechselte er dann einige Male das Vorzeichen, bevor sich dann die Bären durchsetzten. Zum Ende des Handelstages notierte das Börsenbarometer 2 Prozent im Minus bei 5.501,28 Stellen.
Nach den Vortagesverlusten zeigten sich Europas Börsen vor dem Wochenende leichter. Im frühen Handel sorgte noch ein fallender Ölpreis für Entlastung, nachdem Aussagen aus Israel Hoffnungen auf ein schnelleres Kriegsende wecken. Dennoch bleiben Risiken bestehen: anhaltend hohe Energiepreise und steigende Inflation bremsten eine schnelle Erholung. Zusätzlich sorgte der große Verfall an den Terminmärkten für Bewegung.
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Die US-Börsen zeigten sich am Freitag deutlich schwächer.
Der Dow Jones beendete die Sitzung nahe am Tagestief und verlor letztlich 0,96 Prozent Prozent auf 45.577,47 Punkte. Er markierte damit den tiefsten Stand seit Oktober.
Der NASDAQ Composite rutschte noch stärker ab und fiel schlussendlich um 2,01 Prozent auf 21.647,61 Zähler.
Die Wall Street hatte ihre Abschläge am Freitag im Verlauf ausgebaut. Wieder gestiegene Erdölpreise belasteten die US-Börsen. Der hohe Ölpreis schürte einerseits Inflations- und andererseits Wachstumsängste. Dieses Stagflationsumfeld lieferte kaum Kaufargumente für Aktien. In den vergangenen Tagen hatten die wichtigsten Notenbanken weltweit die Inflationsgefahren thematisiert - bedingt durch den Ölpreisschock.
Eine Deeskalation des Irankrieges war weiter nicht in Sicht. Das US-Verteidigungsministerium entsendete drei weitere Kriegsschiffe und Tausende zusätzliche Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Aus dem Iran kamen derweil neue Drohungen.
Zudem wurde die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait Ziel eines Drohenangriffs, worauf einige Teile der Raffinerie ihren Betrieb einstellen mussten. Die Ölpreise drehten mit den Schlagzeilen ins Plus, obwohl die USA erwogen, weitere Teile ihrer strategischen Ölreserven freizugeben. Auch über die Lockerung von Sanktionen auf iranisches Öl, das sich schon in Tankschiffen auf See befindet, wurde nachgedacht. Der Preis für das Fass Brentöl zog zeitweise auf über 112 US-Dollar an - ein Aufschlag von 8,8 Prozent auf Wochensicht.
Auf ihrer Suche nach Sicherheit griffen Anleger zum Dollar, der überdies gestützt wurde von geschwundenen Zinssenkungserwartungen und gestiegenen Marktzinsen. Die US-Notenbank hatte deutlich gemacht, dass Zinssenkungen vorerst vom Tisch seien. Denn der Krieg im Nahen Osten und der steigende Ölpreis dürften die Inflation nach oben treiben.
Die Börsen in Fernost zeigten sich am Freitag tiefer.
In Tokio verlor der Nikkei 225 tags zuvor kräftige 3,38 Prozent auf 53.372,53 Punkte. Vor dem Wochenende setzt der Handel feiertagsbedingt aus.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite letztlich 1,24 Prozent tiefer bei 3.957,05 Zählern.
Ebenso abwärts ging es in Hongkong: Der Hang Seng gab schlussendlich 0,88 Prozent auf 25.277,32 Einheiten nach.
Nach den deutlichen Verlusten am Donnerstag zeigten sich die ostasiatischen Börsen am Freitag erneut in Rot. In Tokio blieb der Handel wegen eines Feiertags geschlossen. Etwas Entlastung kam von leicht gesunkenen Ölpreisen. Auch die US-Börsen reagierten auf den vorherigen Ölpreisanstieg nur mit moderaten Verlusten.
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