KNDS-Aktie voraus: Erste Investorengespräche für mögliches Milliarden-IPO laufen offenbar

Der Rüstungskonzern KNDS treibt seine Börsenpläne voran und startet offenbar erste Investorentreffen für ein mögliches IPO im Volumen von bis zu 5 Milliarden Euro.
Werte in diesem Artikel
• KNDS startet wohl Investorentreffen für IPO
• Geplanter Börsengang könnte offenbar bis zu 5 Milliarden Euro einbringen
• Doppel-Listing in Paris und Frankfurt im Gespräch
Die Pläne für den Börsengang des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS konkretisieren sich offenbar. Laut einem Medienbericht hat das Unternehmen erste Investorentreffen gestartet.
Investorentreffen als Startschuss für den Börsengang
Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, beginnt KNDS aktuell mit ersten Treffen potenzieller Investoren. Ziel sei es, die Nachfrage für einen möglichen Börsengang einzuschätzen, der ein Volumen von bis zu 5 Milliarden Euro bzw. rund 5,8 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.
Die Gespräche seien demnach privat und noch nicht finalisiert, weshalb die Informanten anonym bleiben wollten. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen auf ein mögliches Börsendebüt bereits im Sommer vor, heißt es weiter - auch wenn externe Faktoren wie geopolitische Spannungen die Marktstimmung zuletzt belastet haben.
Bewertung bis zu 20 Milliarden Euro und Doppel-Listing in Paris und Frankfurt
Auch die Struktur des Börsengangs nimmt laut Reuters konkrete Formen an. Banker erwarten demnach eine milliardenschwere Doppelnotierung in Paris und Frankfurt am Main, die KNDS mit rund 20 Milliarden Euro bewerten könnte. Geplant sei offenbar, etwa 25 Prozent der Aktien zu platzieren.
KNDS-CEO Jean-Paul Alary bestätigte laut Reuters gegenüber Journalisten die grundsätzliche Richtung: "Es gibt keine Hindernisse", sagte er und ergänzte, dass der Börsengang wie geplant irgendwann im Jahr 2026 stattfinden werde, wenn die Marktbedingungen es erlauben. Ein konkretes Datum ließ er offen.
Strategische Bedeutung für die Rüstungsindustrie
Die IPO-Pläne von KNDS haben auch eine politische Dimension. Das Unternehmen ist ein Gemeinschaftsprojekt des deutschen Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann und des französischen Staatsunternehmens Nexter und steht damit im Zentrum europäischer Sicherheits- und Industriepolitik. Berlin strebt laut Reuters eine Sperrminorität von mindestens 25 Prozent an, wobei der genaue Zeitpunkt noch offen ist. Gleichzeitig soll der Börsengang in einem Umfeld stattfinden, in dem die europäische Rüstungsindustrie von gestiegener Nachfrage profitiert, aber auch zunehmend politisch reguliert wird.
Ein möglicher Konkurrent wie Rheinmetall könnte nach Einschätzung von KNDS jedoch keinen strategischen Vorteil aus dem Börsengang ziehen - entsprechende Spekulationen wies CEO Alary laut Reuters zurück.
IPO als Lackmustest für Europas Rüstungssektor?
Der geplante Börsengang von KNDS könnte Experten zu Folge zu einem der größten IPOs Europas der kommenden Jahre zählen. Zwischen geopolitischen Unsicherheiten, hoher Bewertungserwartung und politischer Einflussnahme könnte der Börsengang damit zu einem Gradmesser für die Zukunft der europäischen Verteidigungsindustrie werden.
Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
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