Wearables-Offensive

Apple-Aktie vor neuem Impuls? Smart Glasses könnten Wettbewerb mit Meta verschärfen

16.04.26 23:20 Uhr

KI zum Aufsetzen: Apple greift Meta frontal an - Aktien an der NASDAQ im Fokus | finanzen.net

Apple plant eine eigene KI-Brille und will sie noch dieses Jahr vorstellen. Der Marktstart ist für 2027 geplant - als Konkurrenz zu Metas Ray-Ban-Modellen.

Werte in diesem Artikel

• Apple entwickelt eine Smart Glasses-Linie als neues Wearable
• Vier Designvarianten in mehreren Farben geplant
• Tiefere iPhone-Integration als zentrales Differenzierungsmerkmal gegenüber Meta

Was über das Projekt N50 bekannt ist

Bloomberg-Reporter Mark Gurman, der seit Jahren als verlässliche Quelle fürApple-interne Entwicklungen gilt, berichtete am 12. April 2026 in seinem Newsletter "Power On" erstmals mit konkreten Details über das Projekt. Apple entwickle demnach intern unter dem Codenamen N50 eine eigene Version der audiogestützten Smart Glasses, wie sie Meta mit der Ray-Ban-Linie etabliert hat. Die Vorstellung soll laut Gurman noch vor Jahresende 2026 erfolgen, der Verkaufsstart ist für 2027 geplant.

Vier Stile, breite Farbauswahl

Beim Design orientiert sich Apple offenbar an der Einführungsstrategie der Apple Watch. Wie Gurman betont, testet der Konzern mindestens vier verschiedene Brillenstile gleichzeitig: darunter ein Wayfarer-ähnliches Modell, eine großrahmige runde Variante, ein ovales Modell mit verfeinerten Konturen sowie eine rechteckige Form, die dem Experten zufolge zufolge Apples CEO Tim Cook persönlich trägt. Alle Varianten sollen in mehreren Farben erhältlich sein.

Engadget hebt hervor, dass Apple die vertikal ausgerichteten Ovalgläser mit umlaufenden Lichtelementen als visuelles Unterscheidungsmerkmal gegenüber den Ray-Ban-Modellen positioniert. Das erinnert an das Debüt der Apple Watch 2015, als der Konzern bewusst verschiedene Gehäuse- und Bandvarianten auf den Markt brachte, um unterschiedliche Käufergruppen gleichzeitig anzusprechen.

Siri als Herzstück der Apple Smart Glasses

Die Funktionsliste, die Gurman für die N50 skizziert, deckt sich stark mit dem, was Ray-Ban Meta bereits bietet: Foto- und Videoaufnahme, Anrufsteuerung, Musikwiedergabe und Benachrichtigungen. Den Unterschied soll Apple über die Tiefe der Systemintegration herstellen. Laut Gurman sind die Glasses so konzipiert, dass sie "kontextuelle Wahrnehmung kontinuierlich in Siri und Apple Intelligence einspeisen", also nicht nur auf Abruf reagieren, sondern dauerhaft mit dem iPhone-Ökosystem kommunizieren.

Das macht Siri zur zentralen Komponente des Produkts, und genau darin liegt ein bekanntes Risiko. Apples KI-Chef John Giannandrea, der seit 2018 für Siri und die Machine-Learning-Strategie verantwortlich war, trat Ende 2025 zurück, wie Apple offiziell auf seiner Newsroom-Seite mitteilte. Sein Nachfolger Amar Subramanya, zuvor bei Microsoft tätig, übernahm die Position Anfang 2026 und berichtet direkt an Software-Chef Craig Federighi. Die Umstrukturierung fiel in eine Phase, in der Siri mehrfach hinter Ankündigungen zurückgeblieben war.

Apple gegen Meta: Wer dominiert den Markt der KI-Brillen?

Meta hat mit der Ray-Ban-Linie den Markt für KI-Brillen faktisch erfunden. Die zweite Generation, die auf der Meta Connect 2025 vorgestellt wurde, trägt den Namen Ray-Ban Display und bietet erstmals ein farbtüchtiges In-Lens-Display sowie das Neural Band, ein EMG-Armband, das Fingergesten in Steuerbefehle für die Brille übersetzt, wie Meta auf seiner offiziellen Webseite beschreibt. Liveübersetzung, Navigationshinweise, WhatsApp-Nachrichten direkt im Sichtfeld: Das Produkt ist technisch deutlich weiter als sein Vorgänger.

Apple tritt also nicht gegen ein stehengebliebenes Konkurrenzprodukt an. Laut Engadget liegt Apples Differenzierungsansatz weniger in neuen Hardwarefeatures als in der engeren Verzahnung mit dem iPhone - Bearbeitung und Teilen von Fotos, nahtlose Weiterleitung von Anrufen, Nutzung von Apple Intelligence für kontextbezogene Aufgaben. Ob dieser Ökosystem-Vorteil ausreicht, um gegen Metas technischen Vorsprung beim Display zu bestehen, lässt sich auf Basis der bekannten Informationen noch nicht beurteilen.

Paul Schütte, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com, 1000 Words / Shutterstock.com

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