Top-Chancen in Japan: Morgan Stanley nennt fünf IT- und Softwareaktien mit Wachstumspotenzial
Japans Tech-Sektor steht vor einem strukturellen Wandel. Diese IT- und Softwaretitel könnten Morgan Stanley zufolge vom KI-Boom und der Digitalisierung langfristig profitieren.
Werte in diesem Artikel
• Morgan Stanley sieht einen Strukturwandel in Japans Wirtschaft, von dem IT- und Softwareaktien profitieren könnten
• US-Bank empfiehlt fünf "Top-Picks" mit robustem Geschäftsmodell und überdurchschnittlichem Gewinnwachstum
• Japan-Aktien im Vergleich teils extrem günstig bewertet
Japan-Aktien erleben einen regelrechten Boom. Immer mehr Privatanleger setzen auf Unternehmen aus dem Land der aufgehenden Sonne - und auch institutionelle Investoren wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway und die US-Bank Morgan Stanley haben schon lange erkannt, welches Potenzial in ihnen schlummert.
Strukturwandel der japanischen Wirtschaft
Mitte März erklärte Morgan-Stanley-Stratege Sho Nakazawa in einer Episode des hauseigenen Podcast "Thoughts On The Market", was Japans Wirtschaft gerade so attraktiv macht.
Demzufolge steht das Land vor einem strukturellen Wandel seit dem Amtsantritt der ersten Premierministerin des Landes, Sanae Takaichi. Dafür nennt Nakazawa drei zentrale Treiber: eine veränderte Philosophie, Investitionen in Infrastruktur und der KI- und Tech-Boom.
Besonders die letzte Säule des strukturellen Marktwandels hat es der US-Bank angetan: Morgan Stanley rechnet trotz zunehmender Sorgen einer Überinvestition in KI und Tech mit "nichtlinearen Renditen, sobald es zu Durchbrüchen im Bereich der KI kommt", so Nakazawa.
Top-Picks: Auf diese IT- und Softwareaktien setzt Morgan Stanley
Die strategische Neuausrichtung der japanischen Wirtschaft spiegelt sich auch in den aktuellen Aktienempfehlungen von Morgan Stanley wider. Im Fokus stehen dabei vor allem Firmen mit robustem Geschäftsmodell, etablierter Marktposition und überdurchschnittlichem Gewinnwachstum.
Wie Investing.com in Berufung auf die US-Bank berichtet, wird die Liste von Nomura Research Institute (NRI) angeführt. Die Analysten erwarten ein durchschnittliches EBITDA-Wachstum von rund elf Prozent pro Jahr in den kommenden drei Jahren. Wachstumstreiber ist insbesondere das Geschäft mit sogenannten "Business Platform Services", bei dem das Unternehmen als infrastruktureller Rückgrat-Anbieter für verschiedene Branchen agiert.
Ebenfalls positiv bewertet wird NEC Corporation. Der Technologiekonzern überzeugt laut Morgan Stanley mit starken Kompetenzen in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung sowie einer breiten Lösungsplattform. Für die kommenden Jahre rechnen die Analysten mit einem EBITDA-Wachstum von etwa zehn Prozent jährlich.
Noch höhere Wachstumsraten trauen die Experten laut Investing.com Fujitsu zu. Mit einer prognostizierten jährlichen EBITDA-Steigerung von 16 Prozent profitiert das Unternehmen insbesondere von seiner starken Ingenieursbasis und seiner führenden Rolle bei IT-Lösungen für Industrie und öffentliche Infrastruktur.
Im Bereich Unternehmenssoftware für kleine und mittlere Betriebe hebt Morgan Stanley Obic Business Consultants (OBC) hervor. Das Unternehmen profitiert vom strukturellen Trend zur Digitalisierung von Backoffice-Prozessen. Wachstumstreiber sind vor allem Cloud-Lösungen sowie ein hoher Anteil wiederkehrender Umsätze.
Abgerundet wird die Liste durch das Unternehmen OTSUKA, das insbesondere mit einem integrierten "One-Stop"-Ansatz für Büro- und IT-Lösungen punktet. Damit ist OTSUKA gut positioniert, um von der zunehmenden Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen zu profitieren.
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Ein Blick auf die Bewertungen der genannten Top-Picks von Morgan Stanley zeigt vor allem eines: Verglichen mit US-Softwareriesen sind die empfohlenen Japan-Aktien mit KGVs zwischen 10 und 30 teilweise enorm günstig bewertet.
Aber auch unter dem Strich spricht vieles dafür, dass der aktuelle Trend mehr ist als eine kurzfristige Rally - das sagt auch Morgan-Stanley-Stratege Sho Nakazawa. Vielmehr deutet sich ein langfristiger Strukturwandel an, von dem insbesondere IT- und Softwareunternehmen über Jahre hinweg profitieren könnten.
Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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