DAX letztlich knapp tiefer -- US-Börsen rot -- RWE besser als befürchtet -- BMW: Schwache Zahlen -- PayPay mit starkem IPO -- Hims & Hers, Ballard Power, DroneShield, Ölpreise, Rüstungsaktien im Fokus
VW will Rendite der Kernmarke 2026 verbessern - Rheinmetall sagt Übernahme von VW-Werk Osnabrück ab. Daimler Truck überzeugt mit Dividende. Zalando: Aktienrückkauf. RWI senkt deutsche Wachstumsprognosen. Lufthansa-Streik begonnen. Brenntag will Kosten weiter senken. Siltronic streicht Dividende. Uber nimmt Robotaxis von Amazon auf die Plattform. grenke: Mehr Dividende nach Gewinnplus.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt konnte die nach schwachem Start eroberte Gewinnzone nicht dauerhaft verteidigen.
Der DAX gab zum Auftakt bereits leicht nach. Im Anschluss waren teils deutlichere Verluste zu sehen, nachdem es zwischenzeitlich kurzzeitig auf grünes Terrain ging. Letztlich verabschiedete sich der Leitindex mit einem kleinen Minus von 0,21 Prozent bei 23.589,65 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX startete ebenso mit einem Abschlag und wechselte dann mehrmals das Vorzeichen, bevor er am Nachmittag wieder tiefer notierte und die Sitzung 0,64 Prozent leichter bei 3.576,37 Punkten beendete.
Am Donnerstag präsentierte sich der DAX in einem Umfeld steigender Ölpreise schlussendlich im Minus. Ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent überschritt am Morgen zeitweise wieder die Marke von 100 US-Dollar. Eine Panik blieb diesmal jedoch aus. Die Reaktion auf einige Unternehmensberichte half dem DAX etwas.
Die Volatilität am Energiemarkt bleibt der entscheidende Taktgeber für die Börsen. Nachdem der Preis für die Nordseesorte Brent zu Wochenbeginn in einer Panikreaktion auf fast 120 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit 2022 geschossen war, folgte zunächst eine kurze Entspannung unter die 90-Dollar-Marke, bevor der Preis am Donnerstag wieder stieg.Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Europas Börsen zeigten sich am Donnerstag schwächer.
Der EURO STOXX 50 büßte bereits zum Start leicht ein und notierte auch anschließend auf rotem Terrain. Die Verluste wurden dabei im Handelsverlauf zeitweise kräftig ausgebaut. Am späten Nachmittag konnten die Abgaben jedoch etwas eingegrenzt werden, sodass zum Börsenschluss noch ein Minus von 0,88 Prozent auf 5.743,56 Punkte an der Kurstafel stand.
Die Stimmung der Anleger war maßgeblich vom Iran-Krieg und dessen unmittelbaren Auswirkungen auf die globalen Energieströme geprägt. Da die Sorge wächst, dass die Blockade der strategisch entscheidenden Straße von Hormus deutlich länger andauern könnte als ursprünglich von Analysten kalkuliert, gerieten besonders zyklische Branchen und energieintensive Industrien ins Hintertreffen. Während der Ölpreis für Brent wieder an der 100-Dollar-Marke kratzte, belasteten die damit verbundenen Inflationsrisiken die Erwartungen an baldige Zinssenkungen durch die EZB.
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Die Wall Street präsentierte sich am Donnerstag mit klaren Verlusten.
Der Dow Jones sackte schlussendlich um 1,56 Prozent auf 46.677,85 Punkte ab.
Der NASDAQ Composite verlor daneben 1,78 Prozent auf 22.311,98 Zähler.
Die US-Aktienmärkte standen am Donnerstag erneut unter Abgabedruck. Hauptverantwortlich für die gedrückte Stimmung war der anhaltende Iran-Konflikt und dessen Auswirkungen auf den Energiemarkt. Trotz der Entscheidung der Internationalen Energieagentur (IEA), strategische Reserven freizugeben, kletterten die Ölpreise weiter; die Sorte Brent durchbrach zeitweise die Marke von 100 US-Dollar. Auslöser für die neue Flucht aus riskanten Anlagen war ein Angriff auf zwei Öltanker in irakischen Gewässern.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, beschreibt die kritische Lage wie folgt: "Der Iran hat es mit vergleichsweise begrenzten Mitteln geschafft, den für die Weltwirtschaft so wichtigen Seetransport durch die Straße von Hormus den mittlerweile zwölften Tag in Folge lahmzulegen." Sollte die Blockade dieser zentralen Handelsroute andauern, drohen massive Konsequenzen für die globale Konjunktur. Explodierende Energiepreise könnten eine wirtschaftliche Erholung im Keim ersticken. Die IEA warnt in diesem Zusammenhang bereits vor der "größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes".
Neuigkeiten kamen von Konjunkturseite: Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 7. März 2026 entgegen den Erwartungen nicht zugenommen. Zudem ist das Defizit in der Handelsbilanz der USA im Januar gesunken. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 54,46 Milliarden Dollar nach revidiert 72,90 (vorläufig: 70,31) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 67,00 Milliarden Dollar gerechnet.
Nach den Vortagesgewinnen dominierten in Fernost am Donnerstag wieder die Verkäufer.
In Tokio rutschte der Nikkei 225 um 1,04 Prozent auf 54.452,96 Punkte ab.
Auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite daneben 0,10 Prozent auf 4.129,10 Zähler nach.
Für den Hang Seng sind unterdessen Verluste von 0,70 Prozent auf 25.716,76 Indexpunkte zu sehen.
Die asiatischen und australischen Aktienmärkte standen am Donnerstag unter Druck, da die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise erneut befeuert haben. Auslöser für den jüngsten Preissprung sind Angriffe auf mehrere Schiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus, die den Preis für ein Barrel Brent-Öl um 8,5 Prozent auf fast 100 Dollar nach oben getrieben haben - zeitweise wurde diese psychologisch wichtige Marke sogar überschritten.
Dass die Ölpreise nicht so extrem nach oben schossen wie zu Wochenbeginn, als kurzzeitig 120 Dollar pro Barrel aufgerufen wurden, ist der massiven Intervention der Internationalen Energieagentur zu verdanken. Diese hat die historisch einmalige Freigabe von 400 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven ihrer Mitgliedsländer angekündigt. Marktbeobachter wie Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia warnen jedoch, dass dies kaum ausreichen wird, um den fast vollständigen Stillstand der Exporte aus dem Persischen Golf auszugleichen. Zudem verschärft sich die Prognose für die Dauer der Krise: Analysten von Goldman Sachs rechnen nun damit, dass die Blockade der Meerenge etwa 21 Tage anhalten wird - mehr als doppelt so lange wie ursprünglich angenommen.
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