Disney

Ein Jahrhundert der Träume: Die monumentale Reise der Walt Disney Company

11.03.26 21:03 Uhr

Ein Jahrhundert voller Legenden: Die monumentale Geschichte von NYSE-Aktie Walt Disney | finanzen.net

Die Geschichte der modernen Unterhaltung lässt sich kaum ohne den Namen Disney erzählen. Was vor über einhundert Jahren in einer kleinen Garage begann, hat sich zu einem Geflecht aus Filmstudios, Freizeitparks und digitalen Welten entwickelt, das weltweit seinesgleichen sucht.

Werte in diesem Artikel

• Alles startet mit Micky Maus
• Disneyworld und Computeranimation
• Streaming und KI

Die Geburtsstunde eines Imperiums

Alles nahm seinen Anfang am 16. Oktober 1923, als die Brüder Walt und Roy Disney das "The Disney Brothers Cartoon Studio" ins Leben riefen. Es dauerte laut Statista, nur fünf Jahre, bis sie mit dem Kurzfilm "Steamboat Willie" am 18. November 1928 Kinogeschichte schrieben, da hier Micky Maus ihren ersten großen Auftritt hatte. Dieser Erfolg legte den Grundstein für das Wagnis des ersten abendfüllenden Zeichentrickfilms: "Schneewittchen und die sieben Zwerge" feierte am 21. Dezember 1937 Premiere und bewies, dass Animation auch über Spielfilmlänge funktioniert.

Expansion jenseits der Leinwand

In den 1950er-Jahren begann das Unternehmen, seine Fühler in neue Richtungen auszustrecken. Am 19. Juli 1950 erschien mit "Die Schatzinsel" der erste reine Realfilm des Studios. Doch die Vision von Walt Disney reichte über die Leinwand hinaus: Am 17. Juli 1955 eröffnete er in Anaheim das erste Disneyland, einen Ort, an dem seine Geschichten physisch erlebbar wurden, wie Statista darlegt. Ein herber Rückschlag für das Unternehmen war der 15. Dezember 1966, als Walt Disney im Alter von 65 Jahren verstarb. Dennoch wurde sein Erbe fortgeführt, was am 1. Oktober 1971 mit der feierlichen Eröffnung von Disney World in Orlando unterstrichen wurde.

Die Ära der strategischen Neuausrichtung

Unter neuer Führung suchte der Konzern nach einer modernen Identität. Am 6. Februar 1986 erfolgte die offizielle Umbenennung in "The Walt Disney Company". Technologisch blieb man Vorreiter: In Zusammenarbeit mit Pixar veröffentlichte Disney am 22. November 1995 mit "Toy Story" den ersten komplett computeranimierten Spielfilm der Welt.

Das neue Jahrtausend war geprägt von gigantischen Zukäufen, die Disneys Marktstellung zementierten. Am 5. Mai 2006 wurden die Pixar Animation Studios offiziell erworben. Es folgte am 31. Dezember 2009 die vollständige Übernahme von Marvel Entertainment, womit die Superhelden-Franchises unter das Disney-Dach wanderten. Am 21. Dezember 2012 wurde zudem die Übernahme von Lucasfilm bekannt gegeben, was Disney die Kontrolle über das "Star Wars"-Universum sicherte. Den vorläufigen Höhepunkt der Expansion bildete am 20. März 2019 die Übernahme von 20th Century Fox für über 71 Milliarden US-Dollar, so Statista.

Der Sprung in das digitale Zeitalter

Die jüngste Geschichte ist untrennbar mit dem Streaming-Markt verbunden. Am 12. November 2019 wurde die Plattform Disney+ eingeführt, die, wie Statista beschreibt, bereits im März 2021 die Marke von 100 Millionen Nutzern überschritt. Pünktlich zum 16. Oktober 2023 feierte das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen unter dem Motto "100 Years of Wonder".

Die neuesten Entwicklungen

Nach dem Jubiläumsjahr 2023 konzentrierte sich Disney unter der Rückkehr von CEO Bob Iger massiv auf Rentabilität und neue technologische Partnerschaften. Ein entscheidender Schritt war die vollständige Übernahme von Hulu im Jahr 2024. Nachdem Disney bereits die Mehrheit hielt, wurden die restlichen Anteile, wie Disney in einer Pressemitteilung schreibt, von Comcast aufgekauft, um Disney+ und Hulu zu einer umfassenden Content-Plattform zu verschmelzen.

Im Februar 2024 sorgte Disney für Aufsehen in der Gaming-Welt durch eine Investition von 1,5 Milliarden US-Dollar in Epic Games, das Studio hinter "Fortnite". Ziel dieser Kooperation ist, laut einer Disney-Pressemitteilung, der Aufbau eines neuen "Games- und Entertainment-Universums", das Disneys Marken mit der technologischen Basis von Epic Games verknüpft - ein deutlicher Schritt in Richtung Metaverse.

Ein neues Kapitel beginnt offiziell am 18. März 2026, wenn der bisherige Themenpark-Chef Josh D’Amaro die Nachfolge von Bob Iger als Disney-CEO antritt. Dieser strategische Wechsel erfolgt in einer Phase, in der Disney trotz Erfolgen wie dem Milliarden-Hit "Avatar" mit Gewinnrückgängen und sinkenden internationalen Besucherzahlen in der Freizeitpark-Sparte kämpft. Um technologisch an der Spitze zu bleiben, untermauerte der Konzern seinen Zukunftsanspruch zudem durch eine jüngste Milliarden-Investition in OpenAI. Während Bob Iger bis Ende 2026 beratend an Bord bleibt, liegt es nun an D’Amaro, das Traditionsunternehmen durch die komplexen Herausforderungen des modernen KI- und Entertainment-Sektors zu steuern, wie das Manager Magazin schreibt.

Redaktion finanzen.net

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09.01.2018Walt Disney SellPivotal Research Group
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