Energietechnik im Fokus

Siemens Energy-Aktie: Trifft milliardenschwerer Rückkauf auf gesunde Korrektur?

12.03.26 19:22 Uhr

Siemens Energy-Aktie im Fokus: Aktienrückkauf, geopolitische Krise & aktuelle Entwicklungen | finanzen.net

Die Siemens Energy-Aktie hat in den letzten Monaten deutlich zugelegt. Zuletzt kamen die Anteilsscheine jedoch wieder etwas zurück.

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Aktien

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• Aktie auf längere Sicht mit starker Performance
• Rückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro
• Unternehmen profitiert indirekt von Investitionen in Energiesicherheit

Siemens Energy-Aktie mit Korrektur nach Rally

Die Siemens Energy-Aktie konnte in den vergangenen Monaten deutlich zulegen. Am 25. Februar kletterten die Anteilsscheine auf ein 52-Wochen-Hoch bei 171,65 Euro. Von diesem haben sie sich inzwischen jedoch wieder entfernt. Am Donnerstag notierte die Siemens Energy-Aktie im XETRA-Handel letztlich 1,26 Prozent tiefer bei 152,65 Euro. Auf lange Sicht zeigt sich dennoch eine beachtliche Rally: Seit Jahresbeginn konnten die Siemens Energy-Aktien um rund 28 Prozent zulegen. Innerhalb der letzten zwölf Monate beläuft sich das Plus sogar auf rund 191 Prozent (Stand: Schlusskurs vom 11.03.2026).

Aktienrückkauf in Milliardenhöhe

Letzte Woche Dienstag gab der Energietechnikkonzern ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm bekannt. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde beschlossen, eigene Anteilsscheine im Wert von bis zu zwei Milliarden Euro zu erwerben. Der Rückkauf begann bereits am Mittwoch vergangener Woche und soll spätestens bis zum 30. September abgeschlossen sein. Die erworbenen Aktien will Siemens Energy entweder einziehen oder für Programme zur aktienbasierten Vergütung sowie für Belegschaftsaktien nutzen, die an Mitarbeiter ausgegeben werden können.

Profiteur von geopolitischer Krise

Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten verändert sich die Wahrnehmung von Siemens Energy bei Investoren und Regierungen. Der Konzern gilt zunehmend nicht mehr nur als Anbieter von Energietechnologie, sondern auch als wichtiger Akteur für die Sicherung der Energieversorgung.

Sein direktes Geschäft im Iran hatte das Unternehmen bereits vor Jahren deutlich reduziert - unter anderem wegen internationaler Sanktionen und wachsendem ethischen Druck. In der aktuellen Situation profitiert Siemens Energy jedoch indirekt von geopolitischen Krisen. Westliche Staaten investieren verstärkt in den Ausbau und die Modernisierung ihrer eigenen Stromnetze sowie in LNG-Infrastruktur, um ihre Abhängigkeit von politisch instabilen Regionen zu verringern.

Besonders relevant ist dabei die Straße von Hormus, über die rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und LNG-Lieferungen transportiert werden. Ist diese Route blockiert oder unsicher, wächst der Bedarf an alternativen Energiewegen und zusätzlichen Speicherkapazitäten. Siemens Energy liefert dafür zentrale Technologien - etwa Gasturbinen für Reservekraftwerke und Transformatoren für Stromnetze.

Analystenmeinungen

Mehrere Analysten zeigen sich weiterhin optimistisch für Siemens Energy. Die US-Bank JPMorgan hält die Einstufung auf "Overweight" und sieht durch den Konflikt im Nahen Osten nur begrenzte Auswirkungen auf die europäische Investitionsgüterbranche. Analyst Phil Buller betont, dass Investitionen in Stromprojekte, Energienetze oder KI-Rechenzentren kaum beeinträchtigt werden und Siemens Energy von einem stärkeren Fokus auf Energiesicherheit profitieren könnte.

Auch die kanadische RBC bestätigte Mitte Februar die Bewertung mit "Outperform" und hat das Kursziel von 150 auf 185 Euro angehoben. Analyst Colin Moody verweist auf das starke Quartalsergebnis und die Zuversicht in Free Cashflow und das Gasgeschäft.

Die Deutsche Bank behielt zuletzt die Einstufung "Buy" bei und erhöhte das Kursziel leicht von 170 auf 180 Euro. Analyst Gael de-Bray hebt insbesondere die robuste Entwicklung im Gasturbinengeschäft hervor und passte seine Schätzungen nach dem ersten Geschäftsquartal an.

Berenberg hat ebenfalls an der Kaufempfehlung festgehalten und das Kursziel von 130 auf 195 Euro angehoben. Analyst Richard Dawson lobt das starke erste Quartal und den hohen Auftragseingang, der das Wachstum weiter stützen dürfte.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Siemens Energy AG

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DatumRatingAnalyst
31.03.2026Siemens Energy BuyDeutsche Bank AG
31.03.2026Siemens Energy OutperformBernstein Research
30.03.2026Siemens Energy OverweightJP Morgan Chase & Co.
30.03.2026Siemens Energy BuyJefferies & Company Inc.
26.03.2026Siemens Energy OutperformBernstein Research
DatumRatingAnalyst
31.03.2026Siemens Energy BuyDeutsche Bank AG
31.03.2026Siemens Energy OutperformBernstein Research
30.03.2026Siemens Energy OverweightJP Morgan Chase & Co.
30.03.2026Siemens Energy BuyJefferies & Company Inc.
26.03.2026Siemens Energy OutperformBernstein Research
DatumRatingAnalyst
19.03.2026Siemens Energy HaltenDZ BANK
14.01.2026Siemens Energy Equal WeightBarclays Capital
10.12.2025Siemens Energy NeutralCitigroup Corp.
03.12.2025Siemens Energy Equal WeightBarclays Capital
21.11.2025Siemens Energy Equal WeightBarclays Capital
DatumRatingAnalyst
20.01.2026Siemens Energy SellUBS AG
14.11.2025Siemens Energy SellUBS AG
22.10.2025Siemens Energy VerkaufenDZ BANK
20.10.2025Siemens Energy UnderperformBernstein Research
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