Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Zins- und Dollar-bedingter Rücksetzer während die Ölpreise steigen

12.03.26 08:11 Uhr

Goldpreis tiefer während sich die Ölpreis-Rally wegen Iran-Konflikt fortsetzt | finanzen.net

Der Goldpreis fiel im frühen Donnerstagshandel, belastet durch einen festeren US-Dollar und nachlassende Hoffnungen auf kurzfristige Zinssenkungen in den USA.

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von Jörg Bernhard

Dies war vor allem auf steigende Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationssorgen zurückzuführen. So stieg zum Beispiel der Brent-Ölpreis zeitweise wieder über 100 Dollar, nachdem der Iran seine Angriffe auf Öl- und Transporteinrichtungen im Nahen Osten ausgeweitet hatte und erklärte, dass die Welt sich auf Ölpreise von 200 Dollar einstellen müsse. Zuvor rief die Internationale Energieagentur (IEA) zu einer massiven Freigabe strategischer Ölreserven auf, um einen der schwersten Ölschocks seit den 1970er-Jahren abzumildern. Dies sorgte aber lediglich für temporäre Entspannung. Mittlerweile hat die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Prognose für Zinssenkungen der US-Notenbank verschoben und erwartet nun Reduzierungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte im September und Dezember. Als Grund nennt sie steigende Inflationsrisiken im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten. Das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group zeigt aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 58 Prozent an, dass wir Mitte September niedrigere Leitzinsen sehen werden als heute. Auf kurze Sicht dürften sich die Marktakteure nun für die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr) und den PCE-Preisindex (Freitag) stark interessieren.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 6,50 auf 5.172,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Keine Entspannung in Sicht

Auf dem physischen Markt stieg die Prämie für eine tatsächliche Lieferung der Nahost-Referenzsorte Dubai-Rohöl am gestrigen Mittwoch gegenüber Papier-Swaps auf fast 38 Dollar - der höchste Wert seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022. Falls die Straße von Hormus faktisch blockiert bleibt, dürfte sich die Situation weiter verschlechtern. Besonders betroffen ist Asien, das vor Beginn des Nahost-Kriegs den Großteil der 18 bis 20 Millionen Barrel pro Tag an Rohöl und Produkten, die durch die Meerenge transportiert wurden, abgenommen hat. Raffinerien in Asien reduzieren bereits ihre Auslastung, während einige Länder - darunter China - beginnen, Treibstoffexporte einzuschränken, um die heimische Versorgung zu sichern.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 5,32 auf 92,57 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 5,98 auf 97,96 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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