Ölpreis im Blick: DAX grenzt letztlich Verluste ein - 23.000 Punkte zurückerobert -- Wall Street schließt fester -- HPE, Gabler, Lufthansa, TUI, NVIDIA, DroneShield, Goldpreis, Rheinmetall im Fokus
Nahostkonflikt treibt Ölaktien wie Shell, BP, TotalEnergies und Exxon an. HUGO BOSS will Dividende kürzen. Roche-Brustkrebstherapie erreicht Primärziel nicht. Aktien von Rio Tinto, Anglo American, ArcelorMittal, voestalpine & Co.: JPMorgan schlägt Alarm. Berkshire Hathaway nimmt Aktienrückkäufe wieder auf - Neuer Chef deckt sich mit Aktien ein. Novo Nordisk: Streit mit Hims & Hers wohl beendet.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt erlitt zum Wochenstart teils herbe Verluste.
Der DAX startete mit einem kräftigen Minus. Im Verlauf reduzierte er seine Verluste wieder und eroberte die 23.000-Punkte-Marke zurück, dennoch blieb er klar auf rotem Terrain. Er verabschiedete sich 0,77 Prozent niedriger bei 23.409,37 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX gab zum Start ebenso stark nach. Im Laufe des Tages verkleinerte er sein Abschlag etwas, aber gab dennoch weiter klar nach. Er schloss 1,14 Prozent im Minus bei 3.566,28 Zählern.
Für europäische Anleger brachte die Rückkehr aus dem Wochenende angesichts des eskalierenden Iran-Konflikts Ernüchterung. Vor allem der starke Anstieg der Energiepreise sorgte für wachsende Sorgen um Inflation und Wirtschaftswachstum. Ein baldiges Ende der Kämpfe und eine Rückkehr zu stabiler Ölproduktion scheinen derzeit nicht absehbar.
Mislav Matejka, Anlagestratege bei JPMorgan, kommentierte laut dpa-AFX: "Die geopolitisch getriebene Flucht aus dem Risiko schreitet fort". Zugleich erinnerte er daran, dass der Aktienmarkt häufig seinen Tiefpunkt erreicht, wenn die Anlegerstimmung am schlechtesten ist, und hält einen baldigen Endpunkt des Kursrutsches in dieser oder der kommenden Woche für möglich.
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Europas Börsen präsentierten sich am Montag sehr schwach.
Der EURO STOXX 50 notierte auch im Verlauf in der Verlustzone, nachdem er bereits schwächer gestartet war. Sein Schlussstand: 5.681,08 Punkte (-0,68 Prozent).
Europas Börsen standen am Montag unter Druck, nachdem der Brent-Preis am Wochenende im Zuge der anhaltenden Kämpfe im Iran-Krieg zeitweise um rund 30 Prozent auf knapp 120 Dollar gestiegen war. In Asien kam es zu deutlichen Kursverlusten, etwa in Seoul um rund 6 Prozent.
Die steigenden Energiepreise verstärken Sorgen vor Stagflation, wodurch die Handlungsspielräume der Zentralbanken eingeschränkt wären. Entsprechend rechnen Marktteilnehmer inzwischen vermehrt mit Zinssenkungen. Die Finanzminister der G7-Staaten beraten zudem, um über eine mögliche Freigabe strategischer Ölreserven.
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Die Wall Street konnte am Montag im Handelsverlauf in die Gewinnzone vordringen.
Der Dow Jones startete etwas tiefer und fiel zunächst weiter zurück. Im Späthandel gelang ihm dann der Sprung ins Plus. Sein Schlussstand: 47.740,95 Punkte (+0,50 Prozent).
Der NASDAQ Composite eröffnete deutlicher im Minus und pendelte im weiteren Verlauf lange um die Nulllinie, bis er sich ebenso auf grünes Terrain vorarbeiten konnte. Er beendete den Handel kräftige 1,38 Prozent höher bei 22.695,95 Stellen.
Eine Reporterin des US-Senders "CBS News" berichtete auf der Plattform X nach einem Interview mit US-Präsident Donald Trump, dass dieser ein baldiges Ende des Krieges gegen den Iran für möglich halte. Daraufhin fiel der Preis für Rohöl der Sorte Brent kräftig. In der Nacht auf Montag hatte die Sorge vor Ölknappheit den Preis zeitweise noch auf über 120 Dollar getrieben.
"Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationsmittel, sie haben keine Luftwaffe", sagte Trump laut der CBS-Reporterin. Zudem fügte er hinzu, dass die USA dem ursprünglich veranschlagten Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen für den Krieg "weit voraus" seien. Bezüglich der Straße von Hormus - derzeit weitgehend durch den Iran blockiert und ein zentrales Nadelöhr im globalen Öl- und Gasverkehr - erklärte Trump, dass eine Übernahme der Kontrolle erwogen werde.
Die wichtigsten Märkte in Fernost verbuchten zum Wochenstart deutliche Verluste.
In Tokio fiel der Nikkei 225 letztlich um 5,20 Prozent auf 52.728,72 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite derweil 0,67 Prozent auf 4.096,60 Zähler.
Für den Hang Seng ging es um 1,35 Prozent abwärts auf 25.408,46 Zähler.
Die Aktienmärkte in Ostasien reagierten mit deutlichen Kursverlusten auf den sprunghaften Anstieg der Ölpreise. Zeitweise näherte sich der Preis der Marke von 120 US-Dollar je Barrel. Hintergrund ist der Krieg mit dem Iran, durch den Rohöl erstmals seit mehreren Jahren wieder über die Schwelle von 100 Dollar gestiegen ist. Am Morgen legte die Nordseesorte Brent zeitweise um rund 26 Prozent auf 116,70 Dollar zu. Für viele ostasiatische Volkswirtschaften ist der Import von Öl besonders wichtig, weshalb steigende Energiepreise dort stark ins Gewicht fallen. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen vor gut einer Woche hat sich der Ölpreis insgesamt um etwa 60 Prozent verteuert. Ende Februar lag der Preis noch bei rund 70 Dollar pro Barrel. Parallel dazu sind auch die Kraftstoffpreise spürbar gestiegen.
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