Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Dollarstärke sorgt für negativen Wochenauftakt

09.03.26 08:42 Uhr

Goldpreis: Dollarstärke sorgt für negativen Wochenauftakt | finanzen.net

Der Goldpreis startete mit nachgebenden Notierungen in die neue Handelswoche, was vor allem auf den starken Dollar zurückgeführt wurde.

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von Jörg Bernhard

Außerdem wachsen die Sorgen über anhaltende Störungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Höhere Energiekosten verstärkten die Inflationssorgen und trüben die Aussichten auf baldige Zinssenkungen. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten auf den höchsten Stand seit einem Monat, was die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichem Gold entsprechend erhöht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen auch im Juni unverändert bleiben, stieg von unter 43 Prozent in der vergangenen Woche auf über 50 Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten beruhte ein Großteil des Goldpreisanstiegs auf der Erwartung einer lockeren US-Geldpolitik. Angesichts des Inflationsrisikos durch Ölpreise von deutlich über 100 Dollar sind Zinssenkungen jedoch nicht mehr selbstverständlich und der Goldpreis hat sich entsprechend neu angepasst. Zur Erinnerung: Aktuell liegt die jährliche Inflationsrate in der Eurozone bei 1,9 Prozent und in den USA bei 2,4 Prozent. Nach der Explosion der Ölpreise dürfte ein Rückgang der Teuerung immer unwahrscheinlicher werden.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 8.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 45,70 auf 5.113,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Brent mit rekordhohem Tagesplus

Der Ölpreis stieg im frühen Montagshandel zeitweise um etwa 25 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte 2022, wobei Brent auf den größten Tagesanstieg seiner Geschichte zusteuerte. Der Iran ernannte am Montag Mojtaba Khamenei zum Nachfolger seines Vaters Ali Khamenei als Obersten Führer. Dies signalisiert, dass Hardliner weiterhin fest die Kontrolle in Teheran behalten, eine Woche nach Beginn des Konflikts mit den USA und Israel. Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate haben begonnen, ihre Produktion zu reduzieren und treiben dadurch den Goldpreis in deutliche höhere Regionen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit stark steigenden Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 10,77 auf 101,67 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 13,66 auf 106,35 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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