Investorenlegende

Vom Venture-Capitalist zum Krypto-Bullen: Was Anleger über Tim Draper wissen sollten

09.03.26 06:18 Uhr

Tim Draper: Vom Venture Capitalist zum Krypto-Bullen | finanzen.net

Tim Draper ist einer der bekanntesten Investoren der Welt, der früh in Tech-Unternehmen wie Hotmail oder Skype investierte. Später wurde er zu einem der prominentesten Bitcoin-Befürworter. Sein Engagement reicht von Kryptowährungen über Startups bis hin zu Bildungsprojekten für junge Unternehmer.

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• Der 1958 geborene US-Amerikaner gründete bereits 1985 ein Investmentunternehmen
• Große Gewinne machte er durch frühes Engagement in Tech-Unternehmen und Krypto
• Draper ist Gründer der Privatuniversität "Draper University of Heroes"

Gute Startbedingungen

Tim Drapers Familie schuf ihm bereits beste Voraussetzungen, ein erfolgreicher Investor zu werden. Sein Großvater war als Investmentunternehmer aktiv, während sein Vater Bill Draper Präsident der Export-Import Bank der Vereinigten Staaten war und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen leitete. Tim Draper studierte an der Stanford-Universität und schloss ein Master of Business Administration-Studium an der Harvard-Universität ab. Früh erkannte er die Bedeutung von Netzwerken, Bildung und strategischen Investments, was ihm später den Weg zum erfolgreichen Venture-Capitalist ebnete. Er gründete zudem die Privatuniversität "Draper University of Heroes", um junge Unternehmer gezielt zu fördern.

Frühes Engagement zahlte sich aus

Der 1958 geborene Draper gründete 1985 die Beteiligungsgesellschaft Draper Associates, der sich später zwei seiner Geschäftspartner anschlossen - 1997 wurde die Gesellschaft in Draper Fisher Jurvetson (DFJ) umbenannt. Ende des 20. Jahrhunderts investierte er in den E-Mail-Dienst Hotmail, welcher wenig später von Microsoft übernommen wurde. Auch in den folgenden Jahren konnte Draper Erfolge verbuchen: 2001 erwarb DFJ 28 Prozent der Anteile des chinesischen Tech-Unternehmens Baidu, 2004 stieg der Wagniskapitalgeber in das 2003 gegründete Internettelefonieunternehmen Skype ein, welches später Teil des eBay-Konzerns wurde. Während DFJ heute noch existiert, ist Draper nur noch für sein 2008 neu gegründetes Unternehmen Draper Associates tätig, welches sich auf Tech-Startups konzentriert.

Große Erfolge mit Krypto

Ein bemerkenswerter Coup gelang Draper im Jahr 2014: Nach der Schließung der Darknet-Plattform Silk Road durch die Behörden ersteigerte er deren beschlagnahmte Bestände. Die Plattform war zuvor vor allem für den Handel mit Drogen und gefälschten Dokumenten gegen Bitcoin bekannt geworden. Bei der Versteigerung der eingezogenen Mittel konnte er 29.656 Bitcoin zu je 632 US-Dollar erwerben. Ob Draper seine Gewinne realisierte, ist unklar. Draper tätigte eigenen Angaben zufolge weitere Investments in über 50 Kryptounternehmen, unter anderem in die Handelsplattform Coinbase oder den französischen Hersteller von Hardware-Wallets, Ledger.

Nicht jede Vorhersage erweist sich als wahr

Zwar behielt Draper recht mit seiner grundlegenden Vorhersage, dass Kryptowährungen und insbesondere Bitcoin erheblichen Wertsteigerungen unterliegen werden. Dennoch ist festzuhalten, dass auch die Aussagen eines so erfolgreichen Investors trotz allem mit Vorsicht zu genießen sind: So behauptete Draper etwa im November 2017, dass die Bedeutung herkömmlicher Währungen bedeutend abnehmen würde. Beim Versuch mit Euro oder US-Dollar zu bezahlen, würde man in fünf Jahren nur ausgelacht werden, so Draper damals. Auch 2018 sagte er voraus, dass Bitcoin bis 2022 einen Wert von 250.000 US-Dollar erreichen würde und bekräftigte diese Prognose 2023 erneut für das Jahresende. Keine dieser Vorhersagen bestätigte sich jedoch.

Weiterhin optimistischer Ausblick

Draper besitzt weiterhin großes Vertrauen in Kryptowährungen. Seinen Optimismus schöpft er aus der Tatsache, dass Bitcoin als dezentrale Währung unabhängig von Zentralbanken ist. Auch in der Pleite der Kryptobörse FTX sieht Draper ein Argument, weshalb Kryptowährungen zukunftssicher seien: Dank Plattformen wie Coinbase und physischen Wallets, wie sie von Ledger hergestellt werden, sei man vor den Risiken zentral gesteuerter Währungen gefeit. 2025 startete Draper zudem einen neuen Fonds in Höhe von 200 Millionen US-Dollar, um frühphasige Krypto-Startups zu fördern, was seine aktive Rolle als Investor in der Krypto-Ökonomie bestätigt.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Draper Associates

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