Nahostkonflikt: Dow schließt schwächer -- DAX rauscht letztlich unter 23.800-Punkte-Marke -- Plug Power: Mehr Umsatz -- MongoDB, Micron, NVIDIA, AMD, Apple, Rüstungsaktien, Vonovia, TUI im Fokus
UBS-Analyst nimmt Neubewertung zu Palantir vor. BestBuy übertrifft Gewinnprognosen trotz Umsatzschwäche. Bayer, BASF & Co. von Öl- und Gaspreissorgen belastet. PayPay-Aktie wagt den Sprung an die NASDAQ. Talabat-Debakel drückt Delivery Hero abermals ins Minus. Siemens Energy ersetzt Diageo im Stoxx Europe 50. DroneShield-Aktie sackt trotz geopolitischer Krisen ab.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag mit kräftigen Verlusten.
Der DAX verlor bereits anfänglich deutlich und rutschte anschließend noch weiter ab, dabei fiel er auch unter die Marke von 24.000 Punkten. Auch hier stoppte die Talfahrt nicht: Im Tagestief ging es runter bis auf 23.601,11 Stellen. Letztendlich ging er 3,44 Prozent leichter bei 23.790,65 Punkten aus dem XETRA-Haupthandel.
Der TecDAX gab zum Handelsstart ebenso nach und verblieb auch weiterhin auf rotem Terrain. Die Verluste wurden dabei noch deutlich größer, bis er letztlich 2,81 Prozent tiefer bei 3.617,31 Indexpunkten in den Feierabend ging.
Die anhaltenden Kämpfe im Nahen Osten verstärkten am Dienstag den Abwärtsdruck an den globalen Aktienmärkten. Auch die Wall Street verzeichnet deutliche Kursverluste. Steigende Preise für Öl und Erdgas schüren Sorgen um Konjunktur und Inflation. Ausschlaggebend bleibt vor allem die Dauer des Konflikts.
Unter den Investoren wächst weiterhin die Angst vor einer Energiekrise aufgrund des Krieges der USA und Israels gegen den Iran. Besonders die Straße von Hormus als wichtige Transportroute für Öl und Gas spielt dabei eine entscheidende Rolle - sie wurde mittlerweile vom Iran geschlossen.
"Je länger die Interventionen andauern und je weiter sich die Angriffe auf andere Länder in der Region ausweiten, desto größer ist das Risiko eines spürbar belastenden Ereignisses für die Kapitalmärkte", warnen die Experten der NordLB. Auch die Commerzbank weist angesichts der steigenden Ölpreise auf wachsende Inflationsrisiken hin.
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Europas Börsen haben am Dienstag abgegeben.
Der EURO STOXX 50 startete klar niedriger und verlor auch anschließend deutlich. Er schloss den Handelstag 3,59 Prozent im Minus bei 5.771,73 Punkten.
Die europäischen Börsen standen am Dienstag deutlich unter Druck. Hatten sich Anleger zu Wochenbeginn bereits defensiver positioniert, wurde nun verstärkt Liquidität aufgebaut. Verkäufe erfassten nahezu alle Anlageklassen - Aktien, Anleien, sogar Gold geriet unter Druck.
Gleichzeitig zogen die Preise für Öl und Gas aus der Krisenregion im Nahen Osten kräftig an. Am Markt wächst die Sorge, dass sich der zunächst regionale Konflikt global auswirken und insbesondere über steigende Energiekosten Schockwellen auslösen könnte.
Weiterhin dominieren die Entwicklungen rund um den Krieg mit dem Iran das Geschehen. Ein rasches Ende ist nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump stellte in Aussicht, dass die Angriffe mehrere Wochen andauern könnten. Nachdem zunächst keine Energieinfrastruktur ins Visier genommen worden war, mehren sich nun Hinweise, dass gezielt Förderanlagen für Öl und Gas angegriffen werden. Eine länger anhaltende Unterbrechung der Energieversorgung erscheint damit möglich. Zudem wird die strategisch wichtige Straße von Hormus derzeit gemieden; Tankerverkehr findet dort kaum noch statt.
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Die US-Börsen fielen am Dienstag klar ins Minus.
Der Dow Jones verblieb nach einer negativen Eröffnung auf rotem Terrain und verlor zum Schlussläuten 0,83 Prozent auf 48.501,27 Punkte.
Auch der NASDAQ Composite blieb nach einem schwachen Start in der Verlustzone und beendete die Handelssitzung 1,02 Prozent tiefer bei 22.516,69 Stellen.
Die Eskalation im Nahen Osten belastete die US-Börsen am Dienstag deutlich. Während die Wall Street am Montag noch vergleichsweise gelassen auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die iranischen Gegenschläge reagiert hatte, wächst nun die Nervosität der Anleger.
Neben der geopolitischen Unsicherheit rücken verstärkt Inflationssorgen in den Vordergrund. Die Ölpreise stiegen weiter kräftig, nachdem der Iran damit gedroht hat, Energieinfrastruktur anzugreifen und Schiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus ins Visier zu nehmen. Anleger befürchten, dass ein anhaltender Ölpreisanstieg den Inflationsdruck erhöht und die US-Notenbank davon abhalten könnte, ihre Geldpolitik zeitnah zu lockern.
Konjunktur- oder Unternehmensimpulse blieben derweil aus, da am Dienstag keine bedeutenden US-Wirtschaftsdaten oder wichtigen Unternehmensmeldungen anstanden.
Die wichtigsten Märkte in Fernost verloren am Dienstag.
In Tokio büßte der Nikkei 225 am Dienstag letztlich 3,06 Prozent auf 56.279,05 Punkte ein.
Auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite 1,43 Prozent auf 4.122,68 Zähler ab.
Verluste waren auch in Hongkong zu sehen, wo der Hang Seng 1,12 Prozent auf 25.768,08 Punkte einbüßte.
Die fortgesetzten Angriffe der USA und Israels auf den Iran sorgten am Dienstag erneut für spürbare Verluste an den asiatischen Aktienmärkten. Ein Ende der Auseinandersetzungen ist derzeit nicht in Sicht. Laut US-Präsident Donald Trump soll der amerikanische Einsatz im Iran vier bis fünf Wochen andauern. "Aber wir haben die Fähigkeit, auch deutlich länger durchzuhalten", erklärte er auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus.
Insbesondere in Tokio setzte sich die Talfahrt fort. Belastend wirkten dabei unter anderem Äußerungen von Ryozo Himino, dem stellvertretenden Gouverneur der Bank of Japan. Er bekräftigte die Bereitschaft der Zentralbank, die Leitzinsen weiter anzuheben, nannte jedoch keinen konkreten Zeitpunkt für den nächsten Schritt. Zuletzt hatte die Bank of Japan den Leitzins im Dezember auf 0,75 Prozent erhöht.
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