Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Seit fünf Handelstagen bergauf

03.03.26 07:56 Uhr

Gold im Aufwind: 5-Tage-Trend | finanzen.net

Der Goldpreis zeigte sich im frühen Dienstagshandel angesichts des eskalierenden Kriegs im Nahen Osten den fünften Tag in Folge mit höheren Notierungen.

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von Jörg Bernhard

Aktuell sorgen sich die Investoren, dass sich der Konflikt zu einem langwierigen regionalen Krieg ausweiten und die geopolitische Unsicherheit weiter verstärken könnte. Iranische Medien berichteten, dass ein hochrangiger Vertreter der Islamischen Revolutionsgarde am Montag erklärt habe, die Straße von Hormus sei geschlossen worden. Außerdem wurde gewarnt, der Iran werde auf jedes Schiff schießen, das versuche, die strategisch wichtige Wasserstraße zu passieren. Dadurch ist rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte bedroht, was den Rohölpreis deutlich nach oben treiben könnte, mit entsprechenden Folgen für die Inflation und das globale Wirtschaftswachstum. Der Dollar hielt sich indes nahe einem am Montag erreichten Fünfwochenhoch, gestützt durch robuste Nachfrage und eine vorsichtige Marktstimmung. In Zeiten erhöhter Unsicherheit kaufen Anleger häufig sowohl den Dollar als auch Gold als sichere Häfen. US-Präsident Donald Trump hat unterdessen angekündigt, den Konflikt so lange fortzuführen, wie es notwendig sei, und vor einer "großen Welle" weiterer Angriffe gewarnt.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 13,40 auf 5.325,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Wachsende Angebotsrisiken

Da Rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gasangebots über die Straße von Hormus transportiert wird, die mittlerweile faktisch geschlossen ist, und der Iran in seinen Nachbarländern die Energieinfrastruktur angegriffen hat, wachsen die Angebotsrisiken. Tanker und Containerschiffe meiden inzwischen die Meerenge, nachdem Versicherer ihre Deckung für Schiffe aufgehoben haben. Gleichzeitig sind die globalen Frachtkosten für Öl- und Gastransporte stark gestiegen. Analysten von Bernstein haben am Montag ihre Brent-Preisprognose für 2026 von 65 auf 80 Dollar angehoben und halten im Extremfall eines langanhaltenden Konflikts sogar Preise von 120 bis 150 Dollar für möglich.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,62 auf 72,85 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,25 auf 79,99 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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