Gold: Auf Tuchfühlung mit 1.200 Dollar

Zum Wochenauftakt laufen bei Gold gleich mehrere preisliche Zusammenhänge ins Leere. Die Marke von 1.200 Dollar scheint derzeit magische Kräfte zu haben.
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von Jörg Bernhard
Weder die nachlassende Tendenz an den europäischen Aktienmärkten, noch die massive Verteuerung des Ölpreises - inklusive der damit verbunden Inflationssorgen - haben bislang dem Krisenschutz Gold zu einem gestiegenen Interesse verholfen. Und selbst der schwächelnde Dollar vermochte dem Goldpreis keine Stütze sein. Im Vorfeld der für den Mittwochabend anberaumten Bekanntgabe der Zinsentscheidung der Fed hält sich der Aufwärtsdrang des Goldpreises in Grenzen. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent an, dass ein Zinsschritt nach oben erfolgen wird. Für eine Zinserhöuhung um 50 Basispunkte wird sogar ein Wert von über fünf Prozent ausgewiesen. Nun darf man gespannt sein, wohin sich das gelbe Edelmetall nach der Sitzung entwickeln wird. Auf Dauer wird die magnetische Wirkung der 1.200-Dollar-Marke sicherlich nachlassen.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 14.55 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 2,00 auf 1.203,30 Dollar pro Feinunze.

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Nach dem am Sonntag abgehaltenen OPEC-Treffen in Algier machte sich an den Ölmärkten zum Wochenstart eine massive Kauflaune breit. Mittlerweile hat die US-Sorte WTI die Marke von 70 Dollar und die Nordseemarke Brent die Hürde von 80 Dollar signifikant überwunden. Die Weigerung Saudi-Arabiens und Russlands, das Ölangebot auf Geheiß der USA nach oben zu fahren, war hierfür maßgeblich verantwortlich. In den kommenden Wochen dürfte im Zuge der ab November verschärften US-Sanktionen gegen den Iran die Spannung weiter anhalten. Dabei kann auch eine militärische Eskalation in der Golfregion nicht ausgeschlossen werden.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 14.55 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,04 auf 71,82 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,53 auf 80,33 Dollar anzog.
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