MÄRKTE USA/Wall Street mit Ausverkauf nach Trump-Zöllen

03.04.25 22:25 Uhr

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DOW JONES--Höher als erwartet ausgefallene Strafzölle von US-Präsident Donald Trump haben die Wall Street am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Die Indizes verzeichneten den größten Tagesverlust seit März 2020. Die USA werden Einfuhren aus anderen Ländern künftig pauschal mit zusätzlichen Zöllen von 10 Prozent belegen. Für einige Handelspartner sind die Zölle jedoch noch höher. Auf Importe aus der EU kommen 20 Prozent, auf japanische Waren 24 Prozent und auf chinesische 34 Prozent.

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Diese Zollpolitik könnte dazu führen, dass das Bruttoinlandsprodukt der USA im zweiten Quartal 2025 um 10 Prozent sinkt, was die größte Volkswirtschaft der Welt nach einer vorhergesagten leichten Schrumpfung im ersten Quartal möglicherweise in eine Rezession stürzen könnte, sagte Carl Weinberg, Chefökonom bei High Frequency Economics. Scope Ratings hat nach den Zollankündigungen seine Prognosen für das US-Wirtschaftswachstum gesenkt. Für 2025 wird nunmehr ein Wachstum von nur noch rund 1 Prozent prognostiziert, ein deutlicher Rückgang gegenüber der Dezember-Prognose von 2,7 Prozent.

Der Dow-Jones-Index rutschte um 4,0 Prozent auf 40.546 Punkte ab. Der S&P-500 fiel um 4,8 Prozent und der Nasdaq-Composite knickte gar um 6,0 Prozent ein. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse betrug nach vorläufigen Angaben 374 (Mittwoch: 1.949), die der -verlierer 2.431 (790). Unverändert schlossen 27 (97) Titel.

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Marktteilnehmer befürchten, dass die höheren Zölle zudem die Inflation ansteigen lassen und die Gewinne der Unternehmen schmälern. Eine steigende Inflation könnte die US-Notenbank dazu zwingen, die Zinsen zu erhöhen, hieß es.

Dieses Szenario belastete vor allem die zinssensitiven Technologiewerte - und dies trotz sinkender Marktzinsen. Hier verbilligten sich Amazon um 9,0 Prozent, Alphabet um 4,0 Prozent, Meta um 9,0 Prozent und Nvidia um 7,8 Prozent.

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Apple fielen um 9,3 Prozent. Der iPhone-Hersteller ist sehr stark von asiatischen Zulieferern abhängig. Die Analysten der Citigroup rechneten vor, dass die kumulierten Zölle auf Einfuhren aus China 54 Prozent betragen würden, die Apple nicht an die Kunden weitergeben könnte. In der Folge würde die Bruttomarge um etwa 9 Prozent schrumpfen.

Auch der Sportartikelhersteller Nike lässt einen Großteil seiner Produkte in Asien fertigen. Die Aktie brach um 14,4 Prozent ein. Einzelhändler sind ebenfalls von den Zöllen betroffen. Der Discounter Dollar Tree (-13,3%) bezieht einen Großteil seines Warenangebots aus China. Gleiches gilt für Gap, Macy's, Walmart und Target, deren Aktien um bis zu 20,3 Prozent fielen.

"Sichere Häfen" bleiben gesucht

Angesichts der sich eintrübenden Aussichten für die Konjunktur und die Aktienbörsen flüchteten die Anleger in "sichere Häfen". Der Goldpreis, der über Nacht kräftig zugelegt und ein neues Rekordhoch erreicht hatte, kam aber etwas zurück. Hier belasteten die deutlichen Abgaben bei anderen Metallen wie Kupfer oder Silber, hieß es zur Begründung. Die Feinunze verlor 0,8 Prozent auf 3.108 Dollar.

Nach wie vor gesucht waren US-Staatsanleihen. Im Gegenzug sanken die Renditen deutlich. Im Zehnjahresbereich ging es um 14 Basispunkte auf 4,06 Prozent abwärts, das niedrigste Niveau seit Oktober vergangenen Jahres.

Der Dollar geriet auf breiter Front stark unter Druck, besonders gegenüber Fluchtwährungen wie dem Yen. Der Dollar-Index fiel um 1,6 Prozent, erholte sich damit aber deutlich von den Tagestiefs. Der Welthandel werde überwiegend in der Leitwährung Dollar abgewickelt. Sollte die globale Konjunktur nun erlahmen, werde auch die Nachfrage nach dem Dollar sinken, hieß es.

Konjunktursorgen sorgten für einen Einbruch bei den Ölpreisen. Die Notierungen für Brent und WTI reduzierten sich um bis zu 4,6 Prozent. Akteure am Ölmarkt fürchteten, dass die Nachfrage als Folge eines Handelskriegs drastisch zurückgehen werde. Zudem haben die Mitglieder der Opec+ Fördermengenerhöhungen angekündigt.

Bei den Konjunkturdaten steht das Highlight erst am Freitag mit dem offiziellen Arbeitsmarktbericht für März auf der Agenda. "Während der Arbeitsmarkt derzeit in einer guten Verfassung ist, besteht das Potenzial, dass er sich schnell verschlechtern könnte", sagte Ed Yardeni, President von Yardeni Research.

Veröffentlicht wurde am Donnerstag das Handelsbilanzdefizit für Februar. Es hat sich im Vergleich zum Januar etwas stärker verringert als angenommen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche etwas deutlicher zurück als von Volkswirten erwartet. Die Aktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im März verlangsamt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex fiel stärker als erwartet und liegt nur noch knapp über der Expansionsschwelle von 50.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 40.545,93 -4,0% -1679,39 -1,3%

S&P-500 5.396,52 -4,8% -274,45 -4,2%

NASDAQ Comp 16.550,61 -6,0% -1050,44 -8,9%

NASDAQ 100 18.521,48 -5,4% -1060,30 -6,8%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:15 % YTD

EUR/USD 1,1024 +1,8% 1,0828 1,1092 +4,6%

EUR/JPY 161,1980 +0,1% 161,0315 161,6105 -1,1%

EUR/CHF 0,9475 -0,8% 0,9551 0,9509 +2,2%

EUR/GBP 0,8428 +1,2% 0,8331 0,8440 +0,7%

USD/JPY 146,2250 -1,7% 148,7225 145,7015 -5,5%

GBP/USD 1,3081 +0,6% 1,3000 1,3143 +3,8%

USD/CNY 7,1800 -0,7% 7,2270 7,1817 +0,2%

USD/CNH 7,2844 -0,6% 7,3254 7,2858 -0,5%

AUS/USD 0,6317 +0,9% 0,6260 0,6366 +1,1%

Bitcoin/USD 81.925,65 -3,4% 84.829,95 81.633,20 -9,3%

ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 66,75 70,01 -4,7% -3,26 +1,6%

Brent/ICE 69,97 73,37 -4,6% -3,40 +0,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 3107,94 3134,15 -0,8% -26,22 +19,4%

Silber 28,80 31,46 -8,5% -2,66 +12,6%

Platin 860,67 911,67 -5,6% -51,00 +4,1%

Kupfer 4,81 5,04 -4,5% -0,23 +18,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 03, 2025 16:25 ET (20:25 GMT)

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