MÄRKTE USA/Leichte Erholung - Nvidia mit kleinem Plus

28.02.25 18:11 Uhr

DOW JONES--Die Wall Street erholt sich nach der jüngsten Talfahrt zum Wochenausklang etwas. Der Dow-Jones-Index gewinnt am Mittag (Ortszeit) 0,5 Prozent auf 43.456 Punkte. Für den S&P-500 und den Nasdaq-Composite geht es um jweils 0,4 Prozent nach oben. Börsianer zeigen sich erleichtert über das Monatsende, denn der Februar sei ein "schlimmer Monat" gewesen. So hat der marktbreite S&P-500 seine Gewinne seit Jahresbeginn wieder komplett eingebüßt - der Nasdaq-Composite hat am Vortag im Korrekturmodus geschlossen. So hat der technologielastige Nasdaq im Februar 5,5 Prozent eingebüßt - seit dem letzten Rekordhoch im Dezember beträgt der Abschlag bereits mehr als 8 Prozent. S&P-500 und Dow-Jones-Index liegen rund 3 Prozent auf Monatssicht im Minus.

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Enttäuschende Nvidia-Geschäftszahlen und neue Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump hatten den Aktienmarkt zuletzt belastet. Bereits vor der jüngsten Korrektur hatten Händler vor selbiger mit dem Hinweis gewarnt, dass praktisch alle negativen Schlagzeilen am Markt abgeprallt seien. Daher sei die jüngste Korrektur keine Überraschung, heißt es im Handel. "Es sah so aus, als ob eine gewisse 'Zollmüdigkeit' eingesetzt hätte, obwohl Teilnehmer offensichtlich nicht bereit sind, diese scheinbare Eskalation in Trumps protektionistischer Haltung zu ignorieren, da die Aktien heftig und schnell verkauft wurden, als die jüngsten Schlagzeilen aufschlugen", sagt Marktstratege Michael Brown von Pepperstone.

Die Renten legen mit dem von der US-Notenbank favorisierten Preismaß, dem Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), mehrheitlich etwas zu - die Renditen geben damit nach. Der PCE-Index ist im erwarteten Rahmen gestiegen, aber einen Tick geringer als im Vormonat. Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im Februar dagegen stärker aufgehellt als erwartet. Die Renditen dürften den Monat mit Verlusten abschließen, da die zunehmende Unsicherheit in Bezug auf Zölle und andere politische Maßnahmen die Furcht vor einer Abschwächung der Konjunktur und einem Preisauftrieb schürt, heißt es.

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Der US-Dollar legt nach seinem jüngsten Zweiwochenhoch erneut leicht zu, der Dollar-Index verbessert sich um 0,1 Prozent. Der Euro springt wieder knapp über die Marke von 1,04 Dollar - denn der Inflationsduck in Deutschland ist im Februar höher gewesen als erwartet.

Nachfragesorgen bedingt durch die US-Zollpolitik und die Spekulationen auf mehr Angebot aus Russland drücken die Ölpreise. Die Notierungen für Brent und WTI verlieren bis zu 1,2 Prozent. Die Gespräche zwischen den USA und Russland zur Beendigung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine laufen weiter, zudem kommt wieder mehr Erdöl aus dem Irak.

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Bei Gold werden erneut Gewinne eingestrichen - begünstigt durch die jüngste Dollar-Rally. Die Feunze fällt nach dem Rekordhoch zu Wochenbeginn um weitere 0,8 Prozent auf 2.849 Dollar.

Nvidia mit leichter Erholung

Unter den Einzelaktien holen die Aktien von Nvidia nach dem 8,5-prozentigen Vortagesabsturz einen kleinen Teil der Verluste auf und gewinnen 1,1 Prozent. Die KI-Ikone hatte unter anderem mit einem schwachen Margenausblick verschreckt. Mit Dell (-5,9%) zeigt sich ein anderer Technologietitel sehr schwach. Der Rechnerkonzern hat zwar besser als gedacht ausgefallene Viertquartalszahlen vorgelegt, enttäuscht aber zugleich mit dem Ausblick auf die laufende Periode.

Autodesk (-3,9%) plant die Streichung von 9 Prozent der Belegschaft, die Software-Gesellschaft verdiente zudem laut vorgelegten Quartalszahlen bereinigt mehr als prognostiziert.

HP Inc büßen 7,2 Prozent ein, der Drucker- und Rechnerhersteller weiß mit seinen Erstquartalszahlen durchaus zu gefallen, doch auch hier liegt die Prognose zum laufenden Quartal unter Markterwartung. Das Unternehmen will im Rahmen eines laufenden Kostensenkungsplans bis zu 2.000 weitere Mitarbeiter entlassen.

Soundhound AI ziehen um 16,8 Prozent an, der Anbieter stimmengesteuerter KI-Anwendungen hob seinen Ausblick an. Rocket Cos werden 7,7 Prozent fester gehandelt, die Mutter von Rocket Mortgage profitierte von einem höheren Kreditvolumen. Rocket Lab USA stürzen nach einem schwachen Ausblick des Raumfahrtunternehmens um über 8 Prozent ab.

Mit 16,1 Prozent geht es für NetApp talwärts, der Datenspeicherspezialist verschreckt mit schwachen Drittquartalszahlen und einem ebenso enttäuschenden Ausblick. Der Datenanalytiker Elastic (+13,5%) erfreut Anleger dagegen mit überzeugenden Geschäftszahlen zur dritten Periode.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 43.455,71 +0,5% 216,21 +2,1%

S&P-500 5.885,61 +0,4% 24,04 +0,1%

Nasdaq-Comp. 18.624,56 +0,4% 80,14 -3,6%

Nasdaq-100 20.646,98 +0,5% 96,03 -1,7%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,02 -3,5 4,05 -22,2

5 Jahre 4,05 -3,0 4,08 -33,3

7 Jahre 4,15 -2,3 4,17 -33,0

10 Jahre 4,25 -1,2 4,26 -32,1

30 Jahre 4,54 +0,9 4,53 -24,0

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 08:07 Do, 17:07 % YTD

EUR/USD 1,0401 +0,1% 1,0388 1,0408 +0,4%

EUR/JPY 156,68 +0,6% 155,87 156,05 -3,8%

EUR/CHF 0,9381 +0,3% 0,9349 0,9359 -0,0%

EUR/GBP 0,8262 +0,2% 0,8257 0,8246 -0,2%

USD/JPY 150,63 +0,6% 150,04 149,94 -4,3%

GBP/USD 1,2588 -0,1% 1,2581 1,2621 +0,6%

USD/CNH (Offshore) 7,2892 -0,1% 7,2931 7,2985 -0,6%

Bitcoin

BTC/USD 84.344,90 -0,4% 79.729,00 85.456,85 -10,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 69,84 70,35 -0,7% -0,51 -1,4%

Brent/ICE 73,17 74,04 -1,2% -0,87 -1,7%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 44,44 45,25 -1,8% -0,81 -9,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.849,45 2.873,60 -0,8% -24,14 +8,6%

Silber (Spot) 31,03 31,28 -0,8% -0,24 +7,5%

Platin (Spot) 942,55 956,50 -1,5% -13,95 +3,9%

Kupfer-Future 4,50 4,58 -1,8% -0,08 +11,7%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

(END) Dow Jones Newswires

February 28, 2025 12:12 ET (17:12 GMT)

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