Alphabets TurboQuant: Droht Micron, Super Micro, D-Wave & Arm ein langfristiger Abwärtstrend?

Die Aktien von Micron, Super Micro, Arm und D-Wave gerieten zuletzt kräftig unter Druck. Schuld soll Alphabets neuer TurboQuant-Algorithmus sein.
Werte in diesem Artikel
• Tech-Aktien fallen wegen TurboQuant-Schock
• Alphabet könnte Speichernachfrage dämpfen
• Langfristiger Ausverkauf oder Chance?
Die Börse erlebte am Montag einen Schock in der Halbleiterbranche: Aktien von führenden Speicherherstellern wie Micron Technology, Super Micro Computer, D-Wave Quantum und Arm gaben massiv nach. So ging es für Micron an der NASDAQ zuletzt um kräftige 9,88 Prozent auf 321,80 US-Dollar nach unten, während Super Micro einen Abschlag von letztlich 4,14 Prozent auf 21,06 US-Dollar verbuchten. Arm-Titel verbilligten sich um 4,97 Prozent auf 136,96 US-Dollar und die Anteilsscheine von D-Wave notierten an der NYSE schlussendlich noch 6,62 Prozent tiefer bei 12,98 US-Dollar.
Im Handel am Dienstag setzte sich der Kursrutsch nicht weiter fort: Micron gewann 4,93 Prozent auf 337,67 US-Dollar, Super Micro legte um 8,14 Prozent auf 22,78 US-Dollar zu. Arm verzeichnete ein Plus von 10,46 Prozent auf 151,28 US-Dollar, während D-Wave 11,17 Prozent auf 14,43 US-Dollar gewann.
Grund für den Abverkauf war laut Branchenexperten Alphabets neuer TurboQuant-Algorithmus, der die Speichernutzung in Rechenzentren drastisch reduzieren könnte.
Alphabet im Visier: TurboQuant dämpft die Speichernachfrage
Investoren waren bisher von Rekordgewinnen und der boomenden KI-Nachfrage beflügelt. Mit der Veröffentlichung von TurboQuant könnten sich jedoch die Spielregeln ändern. Laut Angaben von Alphabet komprimiert der neue Algorithmus Speicher um bis zu das Sechsfache, was potenziell den Bedarf an DRAM- und Flash-Chips senkt. Analysten warnen, dass die hohen Erwartungen für Speicherfirmen nun realistisch angepasst werden müssen.
Droht ein längerer Ausverkauf bei Tech-Aktien?
Gleichzeitig betonen Experten laut The Motley Fool, dass die vollständigen Auswirkungen von TurboQuant noch unklar sind. Effizientere Speichernutzung könnte langfristig sogar neue Wachstumschancen schaffen, wenn KI-Anwendungen die Gesamtnachfrage steigern.
Der aktuelle "TurboQuanten-Schock" hat die Aktien der Speicherbranche jedoch zunächst stark getroffen und reiht sich in eine Schwächephase im Quantensektor ein. So verloren Micron-Titel innerhalb eines Monats 15,24 Prozent an Wert, während die Aktien von Super Micro und D-Wave im gleichen Zeitraum um 31,36 Prozent bzw. 28,84 Prozent an Wert einbüßten. Lediglich die Arm-Titel schwimmen gegen den Strom und konnten im letzten Monat um 12,52 Prozent zulegen.
Experten warnen: Kurzfristig könnten weitere Rücksetzer folgen, da die genannten Aktien stark von KI- und Speichertrends abhängig sind. Investoren sollten daher wachsam bleiben, das Marktgeschehen genau beobachten und die Fundamentaldaten der Unternehmen nicht aus den Augen verlieren. Für Anleger bleibt entscheidend, zwischen kurzfristigen Schlagzeilen und langfristigem Potenzial zu unterscheiden.
Bettina Schneider, Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
Übrigens: Alphabet A (ex Google) und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf Alphabet A (ex Google)
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Alphabet A (ex Google)
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere Alphabet A (ex Google) News
Bildquellen: Michael Vi / Shutterstock.com, Sundry Photography / Shutterstock.com