Microsoft-Aktie mit historischem Abwärtstrend: Experten streiten über KI-Potenzial

Die Microsoft-Aktie bleibt deutlich hinter dem S&P 500 zurück. Experten sehen eine Rekordserie monatlicher Underperformance - und streiten über Microsofts Geschäftsmodell.
Werte in diesem Artikel
• Microsoft-Aktie bleibt hinter dem S&P 500 zurück
• Diversifiziertes Geschäftsmodell sorgt für Diskussionen
• Expertenmeinungen im Blick
Die Microsoft-Aktie befindet sich weiter auf Talfahrt: Acht Monate in Folge könnte der Tech-Riese hinter dem S&P 500 zurückbleiben. Laut Jeffrey Favuzza, Analyst bei Jefferies, würde dies eine Rekordserie monatlicher Underperformance bedeuten. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn kräftige 25,78 Prozent während der S&P 500 lediglich 7,33 Prozent nachgab.
Microsofts diversifiziertes Geschäftsmodell - Vorteil oder Bremse?
Anhaltende Kursverluste haben eine Debatte über die Vorzüge von Microsofts diversifiziertem Geschäftsmodell ausgelöst. Anders als andere Hyperscaler wie Google oder Amazon verfüge Microsoft über ein massives Anwendungssoftware-Geschäft. "Microsoft ist wirklich der einzige Anbieter, der ein massives Anwendungs-Geschäft hat und gleichzeitig ein massiver Hyperscaler ist. Das ist etwas, worüber Investoren wohl positiv denken sollten", schrieb Mark Moerdler, Aktienanalyst bei Bernstein Research, gemäß MarketWatch.
Dieses Geschäftsmodell bietet Microsoft die Möglichkeit, Künstliche Intelligenz nicht nur über die Cloud, sondern auch über Softwareprodukte wie Microsoft 365 zu monetarisieren. Allerdings müssen Kapazitäten zwischen Azure-Produkten, Copilot-Funktionen und Forschungs- und Entwicklungsprojekten aufgeteilt werden. Moerdler erklärt weiter: "Das führt kurzfristig zu weniger Umsatz und gibt Investoren nicht die ‚sofortige Befriedigung‘, die sie gesucht haben."
Cloud-Geschäft enttäuscht - Vorsichtige Expertenmeinungen
Trotz der langfristigen Vorteile bleiben Investoren skeptisch. Viele hofften, dass Microsofts Cloud-Geschäft im Gleichschritt mit Konkurrenten wie Alphabet und Amazon beschleunigt - und wurden enttäuscht, heißt es. Guggenheim-Analyst John DiFucci warnt laut MarketWatch: Microsoft habe "viele Mäuler zu füttern" und das sei keine "gute Entschuldigung" für die enttäuschende Azure-Performance. Zwar betonte CFO Amy Hood, dass das Azure-Wachstum bei mehr Kapazität höher ausfallen würde, doch laut DiFucci gelte dies auch für "alle anderen" öffentlichen Cloud-Anbieter.
Moerdler bleibt dennoch optimistisch: Er rechne damit, dass der Umsatz von Azure "in den nächsten zwei Quartalen schrittweise beschleunigen wird."
Tatsächlich zeigte sich am Dienstag ein Stabilisierungsversuch der Microsoft-Aktie: Trotz der anhaltenden Skepsis schloss der Anteilsschein im NASDAQ-Handel 3,12 Prozent im Plus bei 370,17 US-Dollar.
Bettina Schneider, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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