NVIDIA-Aktie im Fokus: Diese Geschäftseinheit wird laut einem Analysten oft zu Unrecht übersehen

Der US-Chipdesinger NVIDIA treibt den Ausbau seines Netzwerkgeschäfts massiv voran und schafft damit eine zweite tragende Säule neben den bekannten KI-Chips.
Werte in diesem Artikel
• NVIDIA baut zweites Standbein auf
• Der US-Konzern will unabhängiger vom klassischen Halbleitersegment werden
• Kunden können Full-Stack-Lösung erwerben
In der KI-Industrie zeichnet sich zunehmend ab, dass leistungsfähige Chips allein nicht mehr ausreichen. Entscheidend ist vielmehr, wie effizient tausende Prozessoren miteinander verbunden werden können. Laut TechCrunch ist genau diese Vernetzungstechnologie essenziell, damit große KI-Systeme überhaupt skalieren können.
NVIDIA-Chef Jensen Huang hat schon früh erkannt, welche Vorteile es bietet, ein Netzwerkgeschäft neben dem GPU-Geschäft zu besitzen. Ohne großes Aufsehen hat sich NVIDIAs Netzwerkgeschäft in nur wenigen Jahren zum zweitgrößten Umsatztreiber des Unternehmens hinter dem Rechenbereich entwickelt.
Mellanox-Übernahme als Ausgangspunkt
Den Grundstein für das heutige Netzwerkgeschäft legte der US-Konzern laut TechCrunch bereits 2020 mit der Übernahme von Mellanox für rund 7 Milliarden US-Dollar. Diese Akquisition verschaffte dem Unternehmen Zugang zu entscheidender Technologie und Expertise.
Ein essenzieller Faktor für den Erfolg ist dabei die vertikale Integration: NVIDIA liefert nicht nur die Rechenchips, sondern auch die passende Netzwerkinfrastruktur. Dadurch entsteht ein eng verzahntes Gesamtsystem für KI-Rechenzentren. Diese Kombination aus Rechenleistung und Datenübertragung verschaffe dem Unternehmen einen strategischen Vorteil, da Kunden komplette Infrastrukturlösungen aus einer Hand beziehen können, heißt es in dem Bericht weiter.
Analyst ist beeindruckt
Kevin Cook, Senior-Aktienstratege bei Zacks Investment Research, hält das Netzwerkgeschäft von NVIDIA laut TechCrunch für eines der beeindruckendsten neuen Segmente des Unternehmens. "[Es] verzeichnet für das [letzte] Quartal einen Umsatz von 11 Milliarden US-Dollar; diese Zahl übertrifft das Netzwerkgeschäft von Cisco und entspricht fast den Schätzungen für das gesamte Jahr", erläuterte Cook und ergänzte, dass es in einem Quartal das erwirtschaftet, was das Geschäft von Cisco in einem Jahr erwirtschaftet. "Als Jensen Mellanox im Jahr 2020 kaufte, erkannte er, dass dies das fehlende Puzzlestück war, um GPUs zu einem Komplettpaket zu machen", wird Cook weiter von TechCrunch zitiert.
Strategische Bedeutung für die Zukunft
Die wachsende Bedeutung des Netzwerksegments deutet auf eine grundlegende Verschiebung im Geschäftsmodell hin. NVIDIA positioniert sich zunehmend als Anbieter kompletter KI-Infrastrukturen statt ausschließlich als Chipentwickler. Diese Entwicklung könnte das Unternehmen langfristig unabhängiger vom klassischen Halbleitergeschäft machen und neue Umsatzquellen erschließen. Gleichzeitig zeigt sie, dass im KI-Zeitalter nicht nur Rechenleistung, sondern auch deren Vernetzung zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
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