DAX beendet Handel tiefer -- Wall Street schließt uneins -- Ölreserven freigegeben -- Rheinmetall steigert Gewinn -- Oracle-Bilanz -- BioNTech, Tesla, Porsche, Dünger-Aktien, DroneShield im Fokus
Novo Nordisk: FDA mit Verwarnung wegen nicht gemeldeter Nebenwirkungen bei GLP-1-Mitteln. Rolls-Royce: Kooperation mit ZF zur Entwicklung von Hybrid-Antrieben für Kampfpanzer. Lufthansa: Pilotengewerkschaft VC ruft zu Streik am 12. und 13. März auf. Mercedes-Benz-Vans-Chef will Absatz steigern. Gerresheimer schiebt Jahresabschluss auf. WACKER CHEMIE streicht Dividende.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch schwächer.
Der DAX notierte zur Eröffnung bereits niedriger und bewegte sich auch anschließend im Minus. Er verabschiedete sich letztlich 1,37 Prozent tiefer bei 23.640,03 Punkten.
Der TecDAX folgte der Tendenz des Leitindex (Schlussstand -1,04 Prozent bei 3.588,35 Zählern), nachdem er bereits mit Abschlägen in den Tag gestartet war.
Der DAX geriet am Mittwoch wieder unter Druck und gab seine jüngsten Erholungsgewinne preis. Marktstrategen, darunter Experten der Helaba, mahnten laut dpa-AFX zur Vorsicht und sahen im gestrigen Plus lediglich eine "technische Gegenreaktion" ohne Trendwende-Potenzial. Jochen Stanzl von der Consors Bank dämpfte die Erwartungen zusätzlich: Eine stabile Bodenbildung sei frühestens in ein bis zwei Wochen realistisch. Zwar sorgte die geplante Rekordfreigabe strategischer Ölreserven durch die IEA kurzfristig für Entlastung am Energiemarkt, wurde von Marktbeobachtern jedoch lediglich als temporäre Überbrückung im anhaltenden Iran-Konflikt eingestuft.
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Europas Börsen tendierten zur Wochenmitte abwärts.
Der EURO STOXX 50 bewegte sich zur Startglocke nach unten. Im weiteren Verlauf wurden ebenfalls Verluste gemacht und der Handel mit einem Abschlag von 1,01 Prozent bei 5.778,07 Punkten beendet.
Die europäischen Aktienmärkte gaben am Mittwoch ihre jüngsten Gewinne wieder ab. Laut CMC Markets belastete die massive Ungewissheit über den weiteren Verlauf des Iran-Konflikts die Stimmung erheblich. Experten warnten laut Dow Jones Newswires insbesondere vor neuen Eskalationen in der Straße von Hormus: Berichte über Angriffe auf Ölraffinerien oder Tanker könnten jederzeit neue Verkaufswellen auslösen. Da die Auswirkungen auf die globalen Energiekosten völlig unklar bleiben, agierten Anleger zunehmend defensiv.
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Die Wall Street zeigte sich am Mittwoch uneins.
Der Dow Jones startete minimal schwächer in den Tag und fiel anschließend weiter zurück. Er beendete den Tag 0,61 Prozent tiefer bei 47.417,21 Zählern.
Der NASDAQ Composite eröffnete im Plus und legte auch im Anschluss zu. Im weiteren Verlauf fiel er ins Minus, schaffte es letztlich jedoch zurück an die Nulllinie. Sein Schlussstand: 22.716.13 Punkte (+0,08 Prozent).
An der Wall Street wich die Hoffnung auf Deeskalation am Mittwoch neuerlicher Skepsis. US-Berichte über iranische Seeminen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie die Vergeltungsdrohungen von Präsident Donald Trump schüren Ängste vor einer gezielten Blockade der Weltwirtschaft. Die Wirkung der aktuellen US-Inflationsdaten verpuffte. Da die Teuerungsrate im Februar wie erwartet bei 2,4 Prozent verharrte, lieferten die Zahlen keine neuen Impulse, zumal sie die jüngsten kriegsbedingten Preissprünge noch nicht widerspiegeln. Inzwischen hat sich die Internationale Energieagentur für die Freigabe ausgesprochen.
Zur Wochenmitte tendierten die Börsen in Asien mehrheitlich nach oben.
In Tokio notierte der Nikkei 225 schließlich 1,43 Prozent höher bei 55.025,37 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite derweil 0,25 Prozent auf 4.133,43 Zähler.
Für den Hang Seng ging es um 0,24 Prozent nach unten auf 25.898,76 Einheiten, nachdem es zunächst noch aufwärts ging.
Die Börsen in Asien setzten am Mittwoch ihren Erholungskurs fort. Haupttreiber für die positive Stimmung waren die sinkenden Ölpreise, nachdem ein massiver Preissprung zu Wochenbeginn weltweit Inflationssorgen ausgelöst hatte. Die Entspannung am Ölmarkt wird durch Pläne der Internationalen Energieagentur (IEA) gestützt, die größte strategische Reservefreigabe der Geschichte vorzunehmen, um drohende Lieferengpässe durch den Krieg im Iran auszugleichen. Trotz der verbalen Beruhigung durch US-Präsident Donald Trump bleiben die Märkte jedoch skeptisch: Berichte über iranische Seeminen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus schüren weiterhin Zweifel an einem schnellen Ende des Konflikts.
Nach dem Ende des asiatischen Handels richtet sich der Fokus der globalen Investoren auf die Veröffentlichung der neuen US-Verbraucherpreise. Diese Daten gelten als entscheidender Indikator für die künftige Zinspolitik der Federal Reserve. Bis zur Bekanntgabe der Zahlen ist mit einer zunehmenden Zurückhaltung der Marktteilnehmer zu rechnen, da die Inflationsentwicklung maßgeblich darüber entscheidet, wie aggressiv die US-Notenbank ihren geldpolitischen Kurs in einem durch den Krieg belasteten Umfeld fortsetzen wird.
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