Börse Frankfurt Schluss: Im Minus, RWE und E.ON auf Talfahrt, massive Zugewinne bei Solarwerten
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte beendeten den ersten Tag der Handelswoche unter dem Eindruck des Erdbebens in Japan mehrheitlich mit Abschlägen. Bundeskanzlerin Merkel hatte am Nachmittag ein dreimonatiges Moratorium der zuvor beschlossenen AKW-Laufzeitverlängerung angekündigt. Während traditionelle Energieversorger wie RWE und E.ON unter Druck standen, konnten Titel aus dem Bereich Erneuerbare Energien massive Aufschläge verbuchen. Der DAX verlor zuletzt 1,65 Prozent auf 6.866,63 Punkte. Der MDAX gab um 1,31 Prozent nach auf 9.880,77 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 2,16 Prozent nach unten auf 4.986,89 Zähler. Der TecDAX kletterte moderate 0,15 Prozent nach oben auf 870,75 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,02 Prozent auf 122,22 Zähler, während der Euro 0,40 Prozent auf 1,3990 Dollar zulegte.
An der Wall Street zeichnet sich aktuell ein schwaches Bild ab. Die US-Indizes bewegen sich derzeit mit bis zu 1,32 Prozent im Minus. Auch hier stehen die Folgen des Erdbebens in Japan im Fokus. Am morgigen Dienstag werden in Deutschland unter anderem die Zahlen zu den Beschäftigten und zum Umsatz im Handwerk sowie zur Kassenstatistik der deutschen öffentlichen Haushalte veröffentlicht. Ferner stehen die Zahlen zur ZEW-Konjunkturerwartung an.
Private Haushalte in Deutschland gaben im Jahr 2010 deutlich weniger für den Kauf von Personenkraftwagen (Pkw) aus. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wurden rund 61 Mrd. Euro für Pkw-Käufe aufgewendet, das entspricht im Vergleich zu 2009 einem Rückgang um 16,7 Prozent. Dagegen sind die privaten Konsumausgaben insgesamt um 2,4 Prozent gestiegen. Ohne Berücksichtigung der Käufe von Pkw hätte sich der private Konsum rechnerisch sogar um 3,4 Prozent erhöht.
Im Dax lagen Papiere der Deutschen Bank knapp im Minus, nachdem bekannt wurde, dass die Bank ihre Doppeltürme in Frankfurt am Main an einen geschlossenen Immobilienfonds verkaufen wird, der von der DWS aufgelegt wird. Wie die größte Deutsche Bank heute mitteilte, wird der Verkaufspreis bei rund 600 Mio. Euro liegen. Die Deutsche Bank wird ihre Konzernzentrale langfristig als Mieter weiternutzen. Aktien der Münchener Rück (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) bewegten sich mit über 3 Prozent im Minus, nachdem der Anteilschein bereits am Freitag unter Druck geraten war. Der Konzern gab heute bekannt, dass es angesichts der unklaren und sich fortwährend verändernden Situation für eine Abschätzung der volkswirtschaftlichen und der versicherten Schäden noch zu früh sei. Fest stehe, dass bei Erdbebendeckungen im japanischen Privatkundengeschäft nur ein sehr kleiner Teil des Risikos ins Ausland transferiert werde. Erwartet wird auch, dass die Auswirkungen der schweren Unfälle in den japanischen Atomkraftwerken die private Versicherungswirtschaft nicht signifikant betreffen werden. Die Anteilscheine der Energieversorger RWE und E.ON (EON) waren mit Abschlägen von jeweils rund 5 Prozent am Indexende zu finden. Daneben büßten Aktien der Deutschen Börse (Deutsche Boerse) 2 Prozent ein. Vorstandschef Reto Francioni erwartet bei der geplanten Fusion des deutschen Börsenbetreibers mit der NYSE Euronext Presseangaben zufolge keinen drastischen Stellenabbau. BASF verloren 1 Prozent. Der Chemiekonzern konnte das Pipeline-Spitzenumsatzpotenzial von Crop Protection um 200 Mio. Euro verbessern.
Im MDAX verloren Aktien von ElringKlinger knapp 8 Prozent an Wert und bewegten sich damit klar am Indexende. Der Automobilzulieferer präsentierte heute sein vorläufiges Jahresergebnis 2010 und gab dabei bekannt, dass er überdurchschnittlich vom Aufschwung der Automobilmärkte profitiert hat. Das operative Ergebnis erreichte trotz einmaliger Belastungen 116,0 Mio. Euro und übertraf das Vorjahr um 83,3 Prozent. Auf Basis einer weiterhin stabilen konjunkturellen Entwicklung und einer Zunahme der Weltfahrzeugproduktion von rund 3 Prozent geht ElringKlinger für 2011 von einem organischen Umsatzanstieg in der Spanne von 5 bis 7 Prozent aus. Aktien der Hannover Rück mussten mit einem Minus von 2 Prozent ebenfalls nachgeben. Anteile von PUMA fielen um 1 Prozent. Der Sportartikelhersteller meldete, dass Franz Koch nach der Umwandlung des Unternehmens in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) neuer Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) werden soll. Spitzenreiter waren Aktien von Wacker Chemie mit einem Aufschlag von über 7 Prozent. Der Konzern erweitert an den Standorten Burghausen und Nünchritz die Produktionsanlagen für polykristallines Reinstsilicium. Somit erhöht sich die Jahresmenge an den beiden Standorten um jeweils 5.000 Tonnen. Damit steigt die Kapazität in Burghausen von derzeit rund 32.000 auf etwa 37.000 Jahrestonnen.
Im TecDax standen Werte im Bereich Erneuerbare Energien hoch im Kurs. Aktien von Conergy schossen um mehr als 20 Prozent in die Höhe. Auch Q-Cells und SolarWorld konnten starke Aufschläge von rund 15 Prozent bzw. 13 Prozent verbuchen. Ebenso waren Papiere von Nordex mit einem Plus von 18 Prozent gesucht. Anteile von JENOPTIK gaben am Indexende knapp 6 Prozent ab.
DAX: 6.866,63 (-1,65 Prozent) MDAX: 9.880,77 (-1,31 Prozent) SDAX: 4.986,89 (-2,16 Prozent) TecDAX: 870,75 (+0,15 Prozent) (14.03.2011/ac/n/m)
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31.03.2025 | RWE Buy | Jefferies & Company Inc. | |
31.03.2025 | RWE Market-Perform | Bernstein Research | |
28.03.2025 | RWE Buy | UBS AG | |
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31.03.2025 | RWE Buy | Jefferies & Company Inc. | |
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24.03.2025 | RWE Overweight | Barclays Capital | |
24.03.2025 | RWE Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
24.03.2025 | RWE Buy | Jefferies & Company Inc. |
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31.03.2025 | RWE Market-Perform | Bernstein Research | |
20.03.2025 | RWE Market-Perform | Bernstein Research | |
12.03.2025 | RWE Market-Perform | Bernstein Research | |
20.01.2025 | RWE Market-Perform | Bernstein Research | |
14.01.2025 | RWE Market-Perform | Bernstein Research |
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05.02.2024 | RWE Underweight | Barclays Capital | |
21.10.2021 | RWE Underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
12.11.2020 | RWE Reduce | Kepler Cheuvreux | |
13.08.2020 | RWE Reduce | Kepler Cheuvreux | |
15.05.2020 | RWE Reduce | Kepler Cheuvreux |
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