Gold: US-Arbeitsmarkt und EZB im Blick

Leichte Gewinnmitnahmen haben den Goldpreis im frühen Donnerstagshandel von seinem Fünfzehnwochenhoch leicht zurückfallen lassen.
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von Jörg Bernhard
Am Nachmittag stehen zwei Highlights auf der Agenda: Aktuelle Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und die Bekanntgabe des EZB-Sitzungsergebnisses mit anschließender Pressekonferenz. Eine große Enttäuschung stellte der gestrige Monatsbericht der ADP zur Zahl neu geschaffener Stellen dar. Statt der erwarteten 180.000 entstanden im Mai lediglich 27.000 neue Jobs. Dies stellte den geringsten Zuwachs seit März 2010 dar und nährte die Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Fed. Sinkende Zinsen gelten in der Regel als vorteilhaft für Gold. Sollte sowohl die US-Wirtschaft als auch der Dollar einen Schwächeanfall erleiden, dürften verunsicherte Investoren verstärkt auf Gold setzen.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 2,00 auf 1.335,60 Dollar pro Feinunze.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Rohöl: Verkaufswelle nach EIA-Wochenbericht
Das am gestrigen Mittwoch von der US-Energiebehörde EIA gemeldete Lagerplus in Höhe von 6,8 Millionen Barrel bei Rohöl löste eine regelrechte Verkaufswelle aus und führte zu Tagesverlusten von 3,4 Prozent (WTI) bzw. 2,2 Prozent (Brent). Analysten hatten nämlich im Durchschnitt mit einem Rückgang um 849.000 Barrel gerechnet. Mit über 483 Millionen Barrel bewegen sich die US-Lagerreserven auf dem höchsten Niveau seit Juli 2017 und übertreffen den Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um sechs Prozent.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,03 auf 51,71 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,04 auf 60,67 Dollar anzog.
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