MÄRKTE USA/Chinas Gegenzölle verlängern Talfahrt - Jobdaten verpuffen
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DOW JONES--Mit erneut deutlichen Verlusten starten die US-Börsen in den letzten Handelstag der Woche. Kurz nach der Startglocke verliert der Dow-Jones-Index 2,9 Prozent auf 39.360 Punkte. Der S&P-500 fällt um 3,3 Prozent und der Nasdaq-Composite um 3,6 Prozent. Ursächlich für den neuerlichen Ausverkauf ist, dass China die US-Zölle mit eigenen Zöllen beantworten will. Starke US-Arbeitsmarktdaten ("Payrolls") können dem nichts entgegensetzen. Am Markt geht die Angst um, dass der heraufziehende Handelskrieg die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen wird. Ökonomen senken reihenweise ihre Wachstumsprognosen.
China hatte am Mittag (MESZ) angekündigt, einen Einfuhrzoll von 34 Prozent auf alle aus den USA importierten Waren zu erheben. Wie die Zolltarifkommission des Staatsrats mitteilte, tritt dieser Gegenzoll am 10. April in Kraft. China führt außerdem Ausfuhrkontrollen für sieben Kategorien von Seltene-Erden-Gütern ein. Die Export-Kontrolle geschehe zum Schutz der nationalen Sicherheit und der nationalen Interessen, erklärte das chinesische Handelsministerium.
Da davon ausgegangen wird, dass die Zölle die Inflation in die Höhe treiben, wächst auch die Besorgnis, dass die US-Notenbank gezwungen sein könnte, die Zinsen auf dem aktuellen Niveau zu halten oder gar zu erhöhen. Marktteilnehmer dürften daher sehr genau hinhören, wenn der Präsident der Federal Reserve, Jerome Powell, am Freitag seine Rede zum Wirtschaftsausblick hält.
Der offizielle Arbeitsmarktbericht für März zeugte von einem überraschend starken Beschäftigungsaufbau. Es wurden im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft 228.000 zusätzliche Stellen geschaffen. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs von 140.000 Stellen gerechnet. Die Beschäftigungslage ist eines der Kriterien, an denen die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet und wird normalerweise unter diesem Aspekt stark beachtet. Dieses Mal dürften die Daten aber von der Zoll-Thematik in den Hintergrund gedrängt werden, heißt es aus dem Handel.
Die Rezessionsangst treibt Anleger in "sichere Häfen" wie Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt um weitere 12 Basispunkte auf 3,93 Prozent. Auch klassische Fluchtwährungen wie Yen und Schweizer Franken verzeichnen Zulauf. Der Dollar zeigt sich nach dem kräftigen Rücksetzer vom Vortag behauptet. Der Dollarindex legt 0,1 Prozent zu. Der Goldpreis tendiert schwach. Er war allerdings schon vor Bekanntgabe der US-Strafzölle auf ein Rekordhoch gestiegen, so dass hier vieles eingepreist sein dürfte, wie es heißt.
Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt in rasantem Tempo fort. Die Kontrakte auf Brent und WTI brechen um bis zu 7,2 Prozent ein. Die Akteure am Ölmarkt befürchten eine konjunkturbedingte Nachfrageschwäche. Zudem erwägt die Opec+ eine Erhöhung der Fördermenge.
Unternehmensnachrichten sind rar. Die größten Verlierer der Strafzölle - darunter Nvidia und Apple - werden abermals verkauft: Nvidia geben um 4 Prozent nach, nachdem sie am Donnerstag fast 8 Prozent verloren hatten. Apple sinken um 3 Prozent. Nike verlieren 4,8 Prozent.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 39.360,25 -2,9% -1185,68 -0,7%
S&P-500 5.221,13 -3,3% -175,39 -3,6%
NASDAQ Comp 15.950,16 -3,6% -600,44 -14,3%
NASDAQ 100 17.896,10 -3,4% -625,38 -11,9%
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,1025 -0,2% 1,1052 1,1092 +6,8%
EUR/JPY 160,1125 -0,7% 161,2565 161,6105 -1,0%
EUR/CHF 0,9379 -1,2% 0,9491 0,9509 +1,5%
EUR/GBP 0,8476 +0,5% 0,8434 0,8440 +2,0%
USD/JPY 145,2315 -0,5% 145,9185 145,7015 -7,3%
GBP/USD 1,3006 -0,7% 1,3103 1,3143 +4,6%
USD/CNY 7,1874 +0,2% 7,1751 7,1817 -0,5%
USD/CNH 7,2879 +0,1% 7,2803 7,2858 -0,7%
AUS/USD 0,6085 -3,8% 0,6327 0,6366 +2,2%
Bitcoin/USD 82.209,85 -0,7% 82.747,70 81.633,20 -11,3%
ROHOEL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 61,77 66,62 -7,3% -4,85 +1,6%
Brent/ICE 65,20 69,81 -6,6% -4,61 -6,3%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 3074,02 3113,90 -1,3% -39,89 +18,6%
Silber 27,74 28,84 -3,8% -1,10 +3,3%
Platin 846,50 865,45 -2,2% -18,95 -1,1%
Kupfer 4,49 4,83 -7,0% -0,34 +10,6%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln/ros
(END) Dow Jones Newswires
April 04, 2025 09:47 ET (13:47 GMT)
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03.04.2025 | NVIDIA Buy | UBS AG | |
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21.11.2024 | NVIDIA Hold | Deutsche Bank AG | |
29.08.2024 | NVIDIA Hold | Deutsche Bank AG | |
11.06.2024 | NVIDIA Halten | DZ BANK |
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24.02.2017 | NVIDIA Underperform | BMO Capital Markets | |
23.02.2017 | NVIDIA Reduce | Instinet | |
14.01.2016 | NVIDIA Underweight | Barclays Capital | |
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