Nach Inflationsdaten: US-Börsen letztlich uneins -- DAX geht etwas fester ins Wochenende -- Amazon im Bärenmarkt -- Delivery Hero, pbb, Siemens, RWE, Rivian, Adyen, Apple, Arista im Fokus
Moderna mit weniger Verlust. Xiaomis YU7 zieht in China klar an Teslas Model Y vorbei. Airbnb: Erlöse überzeugen. Pinterest-Gewinnanstieg reicht Anlegern nicht. Coinbase mit Gewinneinbruch - Umsatz bleibt unter Erwartungen. LOréal schwächelt im Luxusgeschäft und in China. JENOPTIK: Wachstum angestrebt. Lufthansa: Nach Streiktag läuft Flugplan wieder planmäßig. Coinbase-Umsatz enttäuscht.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Freitag in engen Grenzen.
Der DAX verzeichnete zum Start ein leichtes Minus und bewegte sich anschließend um die Nulllinie. Am Nachmittag ging es leicht nach oben, wo er sich letztlich 0,25 Prozent stärker bei 24.914,88 Punkten ins Wochenende verabschiedete.
Der TecDAX gewann zum Start und blieb im Verlauf auf grünem Terrain. Sein Schlussstand: 3.654,25 Zähler (+1,27 Prozent).
Beim DAX mussten die Anleger am Freitag weiter von unten auf die 25.000-Punkte-Marke schauen. Auch wenn Inflationsdaten aus den USA ihm am Nachmittag moderat ins Plus verhalfen, blieb der Leitindex auf Abstand zur Tausendermarke, deren Überwindung im Laufe der Woche immer wieder gescheitert war. Die Verbraucherpreise, die für den Spielraum der US-Notenbank Fed von Bedeutung sind, waren im Januar in den USA etwas weniger deutlich gestiegen als befürchtet. Der Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba sprach daher von "Entspannung an der Inflationsfront". Er geht davon aus, dass die Notenbanker nicht unmittelbar unter Handlungsdruck stehen. Auf Sicht der kommenden Monate hält er die Zinssenkungserwartungen aber für unterstützt.
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Die europäischen Börsen zeigten sich am Freitag mit Verlusten.
Der EURO STOXX 50 startete kaum verändert und zeigte sich im Verlauf schwächer. Er verabschiedete sich 0,41 Prozent tiefer bei 5.986,69 Punkten.
Anleger zeigten sich nach dem jüngsten Abverkauf weiter vorsichtig, die Grundstimmung bleibt von tiefgreifender Unsicherheit geprägt. Zwei Themen dominieren das Geschehen auf dem Parkett: Die disruptive Kraft der Künstlichen Intelligenz (KI) und die entscheidende Frage nach der künftigen US-Zinspolitik. Während KI lange Zeit als unangefochtener Wachstumsmotor galt, rücken nun die Schattenseiten der schnellen technologischen Entwicklung in den Fokus. Anleger stellen sich zunehmend die Frage, welche traditionellen Geschäftsmodelle durch die rasanten Fortschritte untergraben werden könnten.
Heute richtete sich alles auf die US-Inflationsdaten am Nachmittag: So hat der Inflationsdruck in den USA im Januar stärker nachgelassen als erwartet. Das US-Arbeitsministerium teilte mit, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent stiegen und um 2,4 (Vormonat: 2,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten unterdessen mit einem monatlichen Preisanstieg von 0,3 Prozent und einer Jahresteuerung von 2,5 Prozent gerechnet.
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An der Wall Street zeigten sich die Börsen uneinheitlich.
Der Dow Jones bewegte sich überwiegend in der Gewinnzone, gab zum Handelsschluss einen Großteil der Gewinne aber wieder ab und gewann letztlich noch minimale 0,10 Prozent auf 49.500,93 Punkte.
Der NASDAQ Composite neigte in der zweiten Sitzungshälfte unterdessen zur Schwäche und rutschte um 0,22 Prozent auf 22.546,67 Zähler ab.
Am US-Aktienmarkt ist es am Freitag nicht gelungen, die spürbaren Verluste vom Vortag wettzumachen. Vor dem verlängerten Wochenende überwog offenbar eine defensive Haltung der Investoren - Risikopositionen wurden eher reduziert als ausgebaut. Da die Börsen am Montag feiertagsbedingt geschlossen bleiben, hielten sich viele Marktteilnehmer zurück. Zwar sorgte ein im Januar schwächer als erwarteter Inflationsanstieg kurzfristig für Zinshoffnungen, eine nachhaltige Stütze für die Kurse stellte dies jedoch nicht dar.
Im Januar legten die Verbraucherpreise sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich weniger stark zu als prognostiziert. In der Kerninflation entsprachen die Werte jedoch den Erwartungen der Ökonomen. Bereits im Verlauf der Woche hatten sich die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen eingetrübt, nachdem robuste Arbeitsmarktdaten die weiterhin stabile Beschäftigungssituation in den USA unterstrichen hatten.
Die wichtigsten Märkte in Fernost präsentierten sich am Freitag mit Verlusten.
In Tokio schloss der Nikkei 225 1,21 Prozent tiefer bei 56.941,97 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite daneben 1,26 Prozent und schloss bei 4.082,07 Indexpunkten.
Der Hang Seng ging unterdessen 1,72 Prozent schwächer bei 26.567,12 Punkten aus dem Handel.
An den asiatischen Handelsplätzen herrschte am Freitag vor der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten Zurückhaltung. Da in China nächste Woche das Neujahrsfest gefeiert wird und die dortigen Börsen pausieren, agierten die Anleger zum Wochenausklang besonders vorsichtig.
Der Wahlsieg der LDP unter Sanae Takaichi hatte Japans Börsen zuletzt auf Rekordhöhen getrieben, doch zum Wochenschluss setzten vermehrt Gewinnmitnahmen ein. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die anstehenden US-Inflationsdaten, nachdem starke Arbeitsmarktzahlen die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen bereits gedämpft hatten. Parallel dazu belasten KI-Sorgen den Sektor: Hohe Investitionskosten und die Angst vor einer Verdrängung etablierter Software-Modelle durch disruptive Technologien verunsichern die Anleger.
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