Waffenruhe im Iran treibt Börsen in Ostasien an - Nikkei legte mehr als 5 Prozent zu

Die Börsenkurse in Ostasien sind nach der angekündigten Waffenruhe im Iran kräftig gestiegen. Die Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die Straße von Hormus abhängig.
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Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte am Mittwoch letztlich um 5,39 Prozent zu auf 56.308,42 Punkte zu. Der südkoreanische KOSPI rangierte schließlich mit 6,87 Prozent im Plus bei 5.872m34 Einheiten.
Die Börse in Südkorea hat aufgrund der starken Kursbewegung gar vorübergehend den Handel ausgesetzt, um die extreme Volatilität zu dämpfen. Der australische S&P ASX 200 startete den Handelstag mit einem Plus von fast drei Prozent ebenfalls positiv.
Die Märkte reagieren damit vor allem auf die jüngsten Aussagen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach die Straße von Hormus während der Waffenruhe geöffnet würde. Der Ölpreis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Juni ist daraufhin deutlich unter die Marke von 100 Dollar (86 Euro) gesunken.
Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die zuvor praktisch geschlossene Straße von Hormus vor Iran abhängig. Die Leitindizes der japanischen und südkoreanischen Börsen haben deswegen wegen des Iran-Kriegs zum Teil kräftig nachgegeben. Aktuell liegen sie fünf beziehungsweise sieben Prozent unter dem Niveau von Ende Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs.
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SEOUL/TOKIO (dpa-AFX)
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