Tesla-Aktie im Fokus: HSBC warnt vor möglichem Kursrutsch - Analysten insgesamt gespalten

Die Tesla-Aktie hat zuletzt deutlich an Wert verloren. Analysten wie HSBC sehen jedoch weiteres Abwärtspotenzial, während die Marktmeinungen insgesamt gemischt bleiben.
Werte in diesem Artikel
• Aktie seit Jahresbeginn schwächer, aber 12-Monats-Plus
• HSBC sieht Abwärtspotenzial bei anhaltendem Druck im EV-Markt
• Analysten insgesamt gespalten mit überwiegend neutraler Haltung
Performance der Tesla-Aktie
Die Tesla-Aktie hat seit Jahresbeginn an der US-Techbörse NASDAQ rund 24 Prozent an Wert verloren. Auf lange Sicht zeigt sich jedoch eine bessere Performance: Innerhalb der letzten zwölf Monate konnten die Anteilsscheine um rund 26 Prozent zulegen und kosteten zuletzt 343,25 US-Dollar. Von ihrem 52-Wochen-Hoch im Dezember vergangenen Jahres bei 498,83 US-Dollar haben sich die Papiere damit dennoch deutlich entfernt - hier schlägt ein Minus von 31 Prozent zu Buche (Stand: Schlusskurs vom 08.04.2026).
HSBC erwartet Kursrutsch
Einige Analysten zeigen sich jedoch skeptisch für die weitere Entwicklung der Tesla-Aktie. Anfang Januar veröffentlichte HSBC-Analyst Michael Tyndall eine Analyse, in der er seine "Reduzieren"-Empfehlung und ein Kursziel von 131 US-Dollar für die nächsten zwölf Monate bekräftigte. Bei einem aktuellen Kurs von 343,25 US-Dollar würde das bedeuten, dass die Aktie um etwa 62 Prozent fallen würde.
Tyndall begründete seine Einschätzung mit stärkeren Bewertungsdruckfaktoren, die sich aus der Dynamik im Kernmarkt für Elektrofahrzeuge ergäben und verwies darauf, dass der EV-Markt zunehmend regionalisiert werde, berichtet The Motley Fool. Dabei würden Verbraucher in Märkten wie China und der EU im Inland hergestellte Produkte präferenzieren. Im Jahr 2025 verzeichnete Tesla einen Rückgang der Fahrzeugauslieferungen um 8,6 Prozent und einen Umsatzrückgang von rund 3 Prozent. Der Analyst warnte, sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte die Aktie unter Druck geraten, bis Fortschritte bei anderen Wachstumsprojekten des Unternehmens als sicherer erscheinen.
Auslieferungszahlen unter Erwartungen
Vergangene Woche legte Tesla dann seine Auslieferungszahlen für das erste Quartal vor. Der US-E-Autobauer lieferte im Jahresvergleich zwar 6,3 Prozent mehr Fahrzeuge aus: Die Auslieferungen stiegen auf 358.023 Fahrzeuge. Allerdings blieb der Musk-Konzern damit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Diese waren im Schnitt von rund 370.000 Auslieferungen ausgegangen. Die Produktion stieg, wie das Unternehmen mitteilte, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,6 Prozent auf 408.386 Fahrzeuge.
In der EU legten die Tesla-Neuzulassungen, wie dpa-AFX unter Berufung auf Zahlen des Branchenverbandes Acea berichtete, in den ersten zwei Monaten im Jahresvergleich um 16,7 Prozent auf 20.941 Fahrzeuge zu.
Analysten uneins
Die kanadische Bank RBC bestätigt ihre Einstufung für Tesla mit "Outperform" und einem Kursziel von 500 US-Dollar, obwohl die Auslieferungszahlen im ersten Quartal laut Analyst Tom Narayan hinter den Erwartungen zurückblieben. Auch die gemeldeten Daten zum Energiespeichergeschäft seien schwächer ausgefallen als erhofft. Dabei gelte dieser Bereich grundsätzlich als potenziell begünstigt durch die steigende Stromnachfrage im Zuge des KI-Wachstums.
Die US-Bank JPMorgan bestätigt ihre "Underweight"-Einschätzung für Tesla bei einem Kursziel von 145 US-Dollar, das ähnlich dem Kursziel der HSBC deutlich Verluste der Tesla-Aktie impliziert. Auch Analyst Ryan Brinkman verwies darauf, dass die Auslieferungen im ersten Quartal hinter den Erwartungen geblieben seien. Zudem habe ein deutlicher Anstieg nicht verkaufter Fahrzeuge die Bedenken hinsichtlich des freien Cashflows verstärkt.
Weitere Einschätzungen
Laut TipRanks haben in den letzten drei Monaten 32 Wall Street-Analysten ein 12-Monats-Kursziel für die Tesla-Aktie abgegeben. Von den 32 Analysten empfehlen 13 die Anteilsscheine zum Kauf, elf vergaben ein Hold-Rating und acht Analysten raten, die Anteilsscheine zu verkaufen, woraus sich insgesamt ein Hold-Rating ergibt.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 393,97 US-Dollar, mit einer Höchstprognose von 600,00 US-Dollar und einer Tiefstprognose von 25,28 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel entspricht einer Veränderung von 14,78 Prozent gegenüber dem letzten Kurs von 343,25 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 08.04.2026).
Julia Walter, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
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