DAX letztlich stark aber unter 25.000 Punkten -- US-Börsen höher -- HENSOLDT: starke Zahlen -- NVIDIA, Corning, NEL, Öltitel, BMW, RENK, Novo Nordisk, Infineon, VW, AMD und weitere Chipaktien im Fokus
Bund verteidigt Commerzbank gegen UniCredit. Uber steigert Umsatz - Gewinn rückläufig. Disney übertrifft Erwartungen. VW bootet Amazon aus - Volkswagen nun größter Aktionär bei Tesla-Konkurrent Rivian. Bayer: Übernahme stärkt Pipeline für potenzielle Augenmedikamente. AIXTRON: Berenberg stuft auf "Hold" herab und erhöht Kursziel. Lufthansa bestätigt nach gutem Jahresauftakt Prognose. Zalando: Deutliches Wachstum - Ausblick bestätigt.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt verbuchte zur Wochenmitte kräftige Gewinne.
So startete der DAX die Sitzung bereits deutlich höher und legte anschließend weiter zu. Dabei überwand er auch zeitweise die runde 25.000-Punkte-Marke. Letztlich ging er mit einem Kursplus von 2,12 Prozent bei 24.918,69 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX konnte ebenfalls steigen, nachdem er stärker gestartet war und vorübergehend auf rotes Terrain fiel. Sein Schlussstand: 3.816,40 Punkte (+0,3 Prozent).
In der aktuellen Hochphase der Berichtssaison setzte der DAX am Mittwoch seinen deutlichen Aufwärtstrend fort. Leicht beruhigende Signale im Iran-Konflikt sowie der anhaltende KI-Boom sorgten für steigende Kurse an den Börsen.
Im geopolitischen Hintergrund setzte US-Präsident Donald Trump im Streit mit dem Iran verstärkt auf Entspannung, um Fortschritte in Richtung einer diplomatischen Lösung zu erreichen. Unerwartet erklärte er, dass der erst am Montag begonnene US-Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus "für kurze Zeit" unterbrochen werde. Während dieser Pause von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran zustande kommen und unterzeichnet werden könne. Ein Bericht des US-amerikanischen Nachrichtenportals Axios, wonach die USA kurz vor einer Einigung mit dem Iran über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges stehen sollen, schob die Kurse nochmals deutlich an. Trump dämpfte zuletzt aber die Erwartungen laut Berichten etwas.
"Sollte es zu einem Deal kommen, eröffnet sich kurzfristig Spielraum für eine Aufholbewegung in Europa", so die Einschätzung der Experten von Index Radar laut dpa-AFX, die auf die derzeitige relative Schwäche europäischer Aktienmärkte gegenüber den US-Börsen verwiesen.
Auch die Berichtssaison rückte zur Wochenmitte mit zahlreichen Bilanzen aus erster und zweiter Reihe in den Fokus der Anleger.
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An den europäischen Börsen dominierten am Mittwoch die Bullen.
Der EURO STOXX 50 legte im Verlauf deutlich zu und beendete die Sitzung 2,76 Prozent höher bei 6.031,82 Punkten. Zuvor war er bereits im Plus in den Handelstag gestartet.
"Angetrieben wird diese Kursbewegung insbesondere von der Aussicht auf einen baldigen Vertrag zwischen den USA und dem Iran", so Andreas Lipkow, Marktanalyst bei CMC Markets, laut dpa-AFX. Nach Einschätzung von Stephen Innes von SPI Asset Management blieb zudem das dominierende Thema am Aktienmarkt die Fantasie rund um Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber. Gleichzeitig verschob sich der Fokus am Rentenmarkt stärker auf die steigende Verschuldung, die mit den hohen Investitionen einhergeht - ein deutlich anderer Blickwinkel.
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Anleger an der Wall Street griffen am Mittwoch erneut zu.
Der Dow Jones Industrial beendete den Handelstag mit einem Plus von 1,24 Prozent bei 49.910,16 Punkten.
Der NASDAQ Composite erreichte bei 25.850,19 Punkten im Handelsverlauf ein neues Rekordhoch und schloss 2,02 Prozent fester bei 25.838.94 Zählern.
Nach den teils kräftigen Kursgewinnen an den Börsen in Asien und Europa ließ sich am Mittwoch auch für die Wall Street ein freundlicher Handel beobachten. Für Rückenwind sorgte vor allem der deutliche Rückgang der Ölpreise und die anhaltende KI-Euphorie. Hintergrund der neuen Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahost-Konflikt waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Er erklärte, dass es "große Fortschritte auf dem Weg zu einer vollständigen und endgültigen Einigung mit Vertretern des Iran" gebe. Zudem kündigte Trump an, das "Project Freedom" vorübergehend auszusetzen. Ziel der Mission war es gewesen, Handelsschiffe sicher durch die Straße von Hormus zu begleiten. Der Einsatz hatte zuletzt erneut Spannungen und Gewaltausbrüche in der Region ausgelöst.
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Während in Tokio das Geschäft weiter ruhte, verbuchten die Börsen in China Gewinne und in Südkorea wurden neue Rekorde aufgestellt.
In Tokio schloss der Nikkei 225 zuletzt 0,38 Prozent höher bei 59.513,12 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite letztlich 1,17 Prozent auf 4.160,17 Einheiten.
In Hongkong notierte der Hang Seng schließlich 1,22 Prozent im Plus bei 26.213,78 Zählern.
Im südkoreanischen Seoul kletterte der KOSPI um 6,45 Prozent nach oben auf 7.384,56 Punkte und erreichte ein neues Rekordhoch.
Im Zuge der freundlichen Vorgaben aus den USA, wo neue Höchststände an der Wall Street erreicht wurden, legten auch die Börsen in Ostasien am Mittwoch zu. Unterstützung kam zudem von leicht rückläufigen Ölpreisen. Auslöser dafür waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA die geplante Begleitung von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus aussetzen und eine Einigung mit dem Iran in greifbare Nähe rücken könnte. Er sprach von "großen Fortschritten" auf dem Weg zu einem "vollständigen und endgültigen Abkommen".
Besonders dynamisch zeigte sich der südkoreanische Markt: In Seoul setzt der technologiegetriebene Aufwärtstrend neue Maßstäbe. Treiber ist vor allem die anhaltende Nachfrage nach Technologiewerten im Zuge des KI-Booms, die bereits am Vortag insbesondere Chipaktien beflügelt hatte. Zusätzlichen Rückenwind lieferte der US-Halbleiterkonzern AMD mit starken Quartalszahlen und einem positiven Branchenausblick.
Auch makroökonomische Daten unterstützten die Stimmung: In Südkorea entsprach die Inflationsentwicklung den Erwartungen, was als Zeichen für die Wirksamkeit der geldpolitischen Maßnahmen gewertet wird. In China wiederum sorgten besser als erwartete Daten aus dem Dienstleistungssektor für Optimismus, nachdem ein privater Stimmungsindikator eine Ausweitung der Aktivität signalisiert hatte.
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