Prognose für 2026 bestätigt

Ottobock-Aktie gewinnt: Börsenneuling startet mit Zuwächsen ins neue Geschäftsjahr - Rollstuhlgeschäft vor Verkauf

06.05.26 15:09 Uhr

Ottobock-Aktie höher: Umsatz und Gewinn gesteigert - Rollstuhlgeschäft vor Verkauf | finanzen.net

Der Prothesenhersteller Ottobock hat im Auftaktquartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert.

Werte in diesem Artikel
Aktien

61,10 EUR -1,60 EUR -2,55%

Indizes

18.599,4 PKT 11,2 PKT 0,06%

"Neben unserem innovationsgetriebenen Wachstum, wirkt sich unsere stringente Kostensteuerung und Umsetzung von Effizienzmaßnahmen nachhaltig positiv aus", sagte Finanzchef Arne Kreitz am Mittwoch laut einer Mitteilung. Die Ziele für das laufende Jahr bestätigte der Konzern aus dem niedersächsischen Duderstadt. An der Börse kam die Quartalsvorlage gut an.

Die Aktie legte via XETRA zuletzt um 2,78 Prozent auf 59,10 Euro zu und erholte sich weiter von den jüngsten Kursverlusten. Vom Ausgabepreis in Höhe von 66 Euro ist das Papier allerdings noch etwas entfernt.

Im ersten Quartal kletterten die Umsätze insgesamt um 3,4 Prozent auf 396 Millionen Euro, wie das im SDAX notierte Unternehmen berichtete. Im Kerngeschäft lag das Plus bei 4,4 Prozent. Während sich die Regionen EMEA und APAC besser entwickelten, gingen die Erlöse in der Region Americas unter anderem wegen eines schwächeren Auftragseingangs eines großen Kunden zurück.

Operativ lief es für Ottobock deutlich besser: Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Kerngeschäft legte um 11,8 Prozent auf 84,3 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 22,3 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 18,8 Millionen Euro, das waren 16,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

2026 sollen die Erlöse im Kerngeschäft weiterhin um fünf bis acht Prozent zulegen. Die bereinigte operative Ergebnismarge (Ebitda-Marge) soll im Kerngeschäft mehr als 26,5 Prozent betragen. Das Kerngeschäft bei Ottobock umfasst die Sparten Produkte & Komponenten sowie Patient Care. Verkaufte oder zu verkaufende Bereiche hat Ottobock dabei als "Nicht-Kerngeschäft" klassifiziert. Zum Verkauf steht unter anderem das Geschäft mit Rollstühlen.

Dieses könnte der Prothesenhersteller bald veräußern. "Wir sind konkret mit einem Investor in den letzten Verhandlungen" sagte Unternehmenschef Oliver Jakobi am Mittwoch. Noch in der ersten Jahreshälfte könnte der Verkaufsvertrag unterzeichnet werden und die Transaktion dann bis zum Jahresende 2026 abgeschlossen sein, fügte Finanzchef Arne Kreitz hinzu. Mit dem Verkauf des Rollstuhlgeschäfts falle zwar für Ottobock auch der thüringische Standort Königsee weg, aber er soll auf jeden Fall nicht geschlossen werden, bekräftigte der Manager.

In Königsee arbeiten laut dem Finanzchef 250 Beschäftigte. Es gebe aber auch weitere Mitarbeiter weltweit, die im Rollstuhlgeschäft beschäftigt seien. Der Standort mache einen Umsatz in der Größenordnung von 80 Millionen Euro und der Beitrag zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei niedrig.

Ottobock ist vor allem für seine Prothesen und für technische Unterstützung der Paralympics bekannt. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen Weltmarktführer im Bereich Prothetik. Ottobock war erst im vergangenen Oktober an die Börse gegangen und im Dezember in den Kleinwerteindex SDAX aufgestiegen.

Ottobock könnte noch 2026 Rollstuhlgeschäft verkaufen - 'letzte Verhandlungen'

Der Prothesenhersteller Ottobock könnte noch in diesem Jahr seine Rollstuhlsparte am Standort Königsee in Thüringen verkaufen. "Wir sind konkret mit einem Investor in den letzten Verhandlungen" sagte Unternehmenschef Oliver Jakobi am Mittwoch. Noch in der ersten Jahreshälfte könnte der Verkaufsvertrag unterzeichnet werden und die Transaktion dann bis zum Jahresende 2026 abgeschlossen sein, fügte Finanzchef Arne Kreitz hinzu. Mit dem Verkauf des Rollstuhlgeschäfts falle zwar für Ottobock auch der Standort Königsee weg, aber er soll auf jeden Fall nicht geschlossen werden, bekräftigte der Manager.

In Königsee arbeiten laut dem Finanzchef 250 Beschäftigte. Es gebe aber auch weitere Mitarbeiter weltweit, die im Rollstuhlgeschäft beschäftigt seien. Der Standort mache einen Umsatz in der Größenordnung von 80 Millionen Euro und der Beitrag vom Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei niedrig.

DUDERSTADT (dpa-AFX)

Bildquellen: Roman Babakin / Shutterstock.com, Wirestock Creators / Shutterstock.com

Nachrichten zu Ottobock

Analysen zu Ottobock

DatumRatingAnalyst
13:31Ottobock BuyUBS AG
07.05.2026Ottobock BuyGoldman Sachs Group Inc.
07.05.2026Ottobock BuyDeutsche Bank AG
06.05.2026Ottobock BuyJefferies & Company Inc.
06.05.2026Ottobock BuyUBS AG
DatumRatingAnalyst
13:31Ottobock BuyUBS AG
07.05.2026Ottobock BuyGoldman Sachs Group Inc.
07.05.2026Ottobock BuyDeutsche Bank AG
06.05.2026Ottobock BuyJefferies & Company Inc.
06.05.2026Ottobock BuyUBS AG
DatumRatingAnalyst
17.02.2026Ottobock NeutralUBS AG
22.01.2026Ottobock NeutralUBS AG
19.11.2025Ottobock NeutralUBS AG
DatumRatingAnalyst

Keine Analysen im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.

Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Ottobock nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen