TeamViewer-Aktie mit kräftigem Plus: Marge steigt trotz Umsatzrückgang

TeamViewer ist mit einem Umsatzrückgang ins neue Jahr gestartet.
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Das im TecDAX- und SDAX notierte Softwareunternehmen steigerte jedoch die Marge unerwartet und sieht sich auf Kurs für das Gesamtjahr. Nach der bereits angekündigten verhaltenen Umsatzentwicklung zum Jahresauftakt soll sich das Wachstum im zweiten Halbjahr beschleunigen.
Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten um knapp 4 Prozent auf 183 Millionen Euro. Auf währungsbereinigter Basis hielt sich der Rückgang mit einem Minus von 0,4 Prozent in Grenzen. Auf Basis wiederkehrender Erlöse (ARR) zeigte sich im Geschäft mit größeren Firmenkunden (Enterprise) ein spürbares Wachstum, während ein Kundenabgang nach strategischen Veränderungen für einen Rückgang im Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen (SMB) sorgte.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 2 Prozent auf 83 Millionen Euro zu. Daraus ergab sich eine bereinigte EBITDA-Marge von 45,3 Prozent nach 43 Prozent im Vergleichszeitraum. Analysten hatten im Konsens von Visible Alpha mit 43,0 Prozent gerechnet.
Der Konzern profitierte insbesondere von niedrigeren Marketing-Ausgaben, die wegen einer geplanten Vermarktungsoffensive ins zweite Quartal verschoben wurden. Dementsprechend sanken die Marketing-Ausgaben in den ersten drei Monaten um 28 Prozent zum Vorjahr. Im Unter dem Strich fuhr TeamViewer einen Gewinn von 34 Millionen Euro ein, 15 Prozent mehr als im Vorjahr.
Für das laufende Jahr hat sich TeamViewer ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 0 bis 3 Prozent vorgenommen. Die bereinigte EBITDA-Marge wird 2026 bei "rund" 43 Prozent gesehen, nachdem sie im Vorjahr bei 44,3 Prozent gelegen hatte.
So reagiert die Aktie
Nach hohen Kursverlusten von Mai 2025 bis April 2026 haben die Aktien von TeamViewer am Mittwoch einen kräftigen Erholungsversuch gestartet. Gegen Mittag schnellten die Papiere des Software-Entwicklers für die Fernwartung digitaler Geräte um 6,05 Prozent nach oben auf 5,44 Euro und damit auf ein Hoch seit drei Monaten. Sie ließen damit auch die Durchschnittslinie der vergangenen 100 Handelstage hinter sich, ein Indikator für den mittelfristigen Trend. Im genannten Zeitraum hatte sich der Kurs mehr als gedrittelt.
Analyst Harald Hof von MWB Research lobte die Profitabilität im ersten Quartal. Die bereinigte operative Marge (Ebitda) liege mit 45,3 Prozent recht deutlich über der Konsensschätzung von 43 Prozent. Der Experte gab zugleich zu bedenken, dass dies zum Teil an einer Verschiebung von Marketingausgaben ins zweite Quartal gelegen habe. Der Blick richte sich nun auf eine etwaige Beschleunigung der Geschäfte im zweiten Halbjahr.
Dow Jones Newswires / FRANKFURT (dpa-AFX)
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