Fortschritt

Bitcoin als Staatsreserve? Berater des US-Präsidenten deutet Durchbruch an

06.05.26 23:30 Uhr

Bitcoin schon bald Staatsreserve? Aussage aus dem Weißen Haus sorgt für Aufsehen | finanzen.net

Die Debatte um Bitcoin als staatliche Reserve erhält neuen Schwung, nachdem ein hochrangiger Berater des US-Präsidenten einen möglichen Durchbruch angedeutet hat.

Werte in diesem Artikel
Devisen

62.155,2157 CHF -282,8925 CHF -0,45%

67.894,3446 EUR -304,4837 EUR -0,45%

58.683,0850 GBP -334,7180 GBP -0,57%

12.519.837,1012 JPY -27.454,8720 JPY -0,22%

79.947,7466 USD -50,0345 USD -0,06%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,43%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,47%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,59%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,16%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,07%

• US-Präsident Donald Trump will staatliche Bitcoin-Reserve schaffen
• Nach anfänglichen Verzögerungen scheint es nun wohl Fortschritte zu geben
• Ex-Fed-Chefin Janet Yellen warnt vor möglicher Hyperinflation in den USA

Bereits im vergangenen Jahr unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Verfügung hinsichtlich der Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve. Seither arbeitete die Regierung an den notwendigen Maßnahmen und rechtlichen Auslegungen, um dies umzusetzen. Berichten zufolge soll die Reserve zunächst aus den rund 200.000 Bitcoin bestehen, die der Staat aus Beschlagnahmungen hält.

Allerdings blieb die praktische Umsetzung bislang hinter den Erwartungen zurück. So wurden seit der Anordnung nur geringe Fortschritte vermeldet, was Zweifel an der tatsächlichen Realisierung aufkommen ließ.

Durchbruch bei Bitcoin-Reserve angedeutet

Nun kommt aber Bewegung in das Thema. So kündigte der oberste Krypto-Berater des Weißen Hauses für die nächsten Wochen eine "große Ankündigung" an. "Ich denke, wir haben hier einen kleinen Durchbruch erzielt, und natürlich muss dem eine Gesetzgebung folgen", sagte Patrick Witt, Leiter des Beratergremiums für digitale Vermögenswerte, laut Forbes während einer Podiumsdiskussion auf der Bitcoin 2026-Konferenz in Las Vegas. "In der Zwischenzeit glauben wir, dass wir von Seiten der Exekutive einen großen Schritt nach vorne machen können."

Momentan wird im Kongress an einer gesetzlichen Grundlage gearbeitet. Der republikanische Abgeordnete Nick Begich stellte laut Forbes an anderer Stelle der Konferenz einen überarbeiteten Gesetzentwurf vor, der den Aufbau einer strategischen Bitcoin-Reserve weiter absichern soll. Sein Entwurf sieht demnach vor, dass die US-Regierung über fünf Jahre hinweg bis zu eine Million Bitcoin erwerben könnte - und zwar über budgetneutrale Maßnahmen.

Makroökonomischer Druck: Schockierende Hyperinflations-Warnung

Diese Neuigkeit fällt in eine Phase erhöhter makroökonomischer Unsicherheit. So warnte Mitte April die frühere Fed-Chefin Janet Yellen, dass Donald Trump den US-Dollar in Richtung "Hyperinflation" treiben könnte - eine Situation, von der manche Marktteilnehmer glauben, dass sie den Bitcoin-Kurs in die Höhe schnellen lassen könnte.

Hintergrund ist der politische Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen zu senken, um die hohen Staatsschulden tragbar zu halten. "So etwas hört man in einer Bananenrepublik," sagte Yellen laut einem Bericht der Financial Times, aus dem Forbes zitiert. Zudem habe sie "noch nie zuvor eine Bedrohung dieses Ausmaßes für die Fed gesehen," und gewarnt, dass politische Einflussnahme auf die Geldpolitik zu "Hyperinflation" führen könne.

Einordnung: Was bedeutet das für Privatanleger?

Die Signale aus Washington deuten auf eine mögliche strukturelle Aufwertung von Bitcoin hin - weg vom spekulativen Asset, hin zu einem staatlich anerkannten Reserveinstrument. Sollte die US-Regierung Bitcoin tatsächlich politisch legitimieren, so könnte dies die Akzeptanz institutionell weiter stärken. Zudem würden staatliche Käufe - wie im Gesetzentwurf skizziert - die Angebotsseite verknappen.

Jedoch sollten Privatanleger auch beachten, dass die Umsetzung nicht abgeschlossen ist und maßgeblich von der Gesetzgebung abhängt. Wer investiert ist oder einen Einstieg erwägt, sollte deshalb die politische Entwicklung in den USA ebenso im Blick behalten wie makroökonomische Signale - insbesondere mit Blick auf Inflation und Geldpolitik.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lightboxx / Shutterstock.com, MarkoAliaksandr / Shutterstock.com