Iran-Krieg weitet sich aus: DAX geht schwach ins Wochenende -- US-Börsen tiefer -- Lufthansa auf Wachstumskurs -- US-Chipaktien, TeamViewer, Oracle, Rüstungsaktien, Marvell, DroneShield im Fokus
Alarm im 1,8-Billionen-Dollar-Markt: BlackRock begrenzt Auszahlungen. Heidelberg Materials schließt Zementwerk in Paderborn. Medios verliert CFO. Barclays stuft DHL-Aktie hoch. Infineon-Aktie in Rot: UBS senkt den Daumen. Roche-Aktie: Adipositas-Hoffnungsträger überzeugt in Studie. Delivery Hero-Aktie: Rückkauf von Wandelschuldverschreibungen im Blick. LANXESS muss Envalior-Verkauf für 2026 vorerst aus Eis legen.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt setzte seine Achterbahnfahrt am Freitag fort.
Der DAX zeigte sich anfänglich etwas höher und kletterte im Anschluss weiter. Auch die Marke von 24.000 Punkten wurde bereits kurz nach Handelsstart wieder überschritten. Im weiteren Verlauf pendelte er dann zunächst zwischen leichten Verlusten und der Gewinnzone, bevor wieder die Bären dominierten. Schlussendlich ging er 0,94 Prozent leichter bei 23.591,03 Punkten ins Wochenende.
Der TecDAX startete minimal höher, drehte anschließend jedoch ins Minus und verblieb im Verlauf auf rotem Terrain, wo er 1,53 Prozent schwächer bei 3.607,48 Einheiten in den Feierabend ging.
Im Zuge des Iran-Konflikts waren die Preise für Öl und Gas spürbar gestiegen, was neue Sorgen über Konjunktur und Inflation auslöste.
Neben der geopolitischen Lage richteten Anleger zum Wochenausklang auch ihren Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht. Die Daten gelten als wichtiger Hinweis für den weiteren Zinskurs der Federal Reserve. Angesichts der zuletzt gestiegenen Energiepreise rücken zudem wieder Inflationsrisiken und mögliche geldpolitische Reaktionen der Fed stärker in den Fokus.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Europas Börsen präsentierten sich am Freitag tiefer.
Der EURO STOXX 50 eröffnete etwas höher und verblieb zunächst auch weiterhin leicht im Plus. Am Mittag drehte er jedoch in die Verlustzone, wo er den Handelstag auch 1,09 Prozent im Minus bei 5.719,90 Zählern beendete.
Der Ölpreis ist derzeit ein wichtiger Gradmesser für die Spannungen im Iran-Konflikt. So bewegten sich die Preise weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Eine von US-Finanzminister Scott Bessent angekündigte Übergangsmaßnahme könnte nach Einschätzung von ING Group kurzfristig etwas Druck von den Ölpreisen nehmen. Ein grundlegender Wendepunkt sei dies jedoch nicht.
Am Nachmittag sorgte zudem der US-Arbeitsmarktbericht für neue Impulse.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenausklang mit Abgaben.
Der Dow Jones rutschte am letzten Handelstag der Woche um 0,95 Prozent auf 47.501,55 Punkte ab.
Der NASDAQ Composite schloss daneben mit einem Abschlag von 1,59 Prozent bei 22.387,68 Zählern.
Die Handelswoche an den US-Börsen verlief wechselhaft und stand im Zeichen der Eskalation im Iran-Konflikt sowie deutlich gestiegener Energiepreise. Auch am Freitag verschlechterte sich das Umfeld für die Wall Street weiter.
Neben dem Krieg im Nahen Osten und den deutlich gestiegenen Ölpreisen rückten un verstärkt Konjunktursorgen in den Vordergrund. Der US-Arbeitsmarktbericht für Februar fiel überraschend schwach aus: Statt eines erwarteten Stellenaufbaus von 50.000 wurde ein Rückgang um 92.000 Jobs gemeldet. Das nährt die ohnehin wachsenden Befürchtungen einer Stagflation.
Für die US-Notenbank verschärft sich damit das Dilemma. Steigende Energiepreise dürften den Inflationsdruck erhöhen, während schwache Konjunkturdaten eigentlich für Zinssenkungen sprechen würden. Nach dem jüngsten Dämpfer bei den Zinssenkungserwartungen ist der geldpolitische Spielraum entsprechend begrenzt.
Fed-Direktor Christopher Waller relativierte jedoch die Inflationssorgen. In einem Fernsehinterview erklärte er, der Konflikt im Nahen Osten werde die Preise voraussichtlich nicht in einem Ausmaß steigen lassen, das ein Eingreifen der Notenbank erforderlich mache. Höhere Energiepreise führten nicht automatisch zu einem nachhaltigen Anstieg der zugrunde liegenden Inflation.
Die wichtigsten Märkte in Fernost verbuchten am Freitag Gewinne.
In Tokio stieg der Nikkei 225 letztlich 0,62 Prozent auf 55.620,84 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland prägten ebenfalls Gewinne das Bild, der Shanghai Composite kletterte um 0,38 Prozent auf 4.124,19 Zähler.
Aufwärtstendenzen waren ebenfalls in Hongkong auszumachen, wo es für den Hang Seng um 1,72 Prozent auf 25.757,29 Zähler nach oben ging.
Der weiterhin andauernde Krieg mit dem Iran belastete zum Ende der Woche die Börsen in Asien nicht. Unterstützend wirkten leicht sinkende Ölpreise, nachdem diese seit Beginn des Nahostkonflikts stark gestiegen waren.
Auslöser für den jüngsten Rückgang sind Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent. Demnach plant das Finanzministerium eine befristete Ausnahmegenehmigung, die es indischen Raffinerien ermöglichen soll, russisches Öl zu kaufen. Bessent betonte zugleich, dass Russland daraus keinen nennenswerten finanziellen Vorteil ziehen werde, da sich die Regelung ausschließlich auf bereits auf See befindliche Öllieferungen beziehe.
Ein Ende der Angriffe auf den Iran und der Vergeltungsschläge des Landes ist jedoch weiterhin nicht absehbar. Die Hoffnungen auf einen kurzfristigen Konflikt schwinden damit zunehmend. Noch am Vortag hatten Geheimdienstkreise über eine angebliche Gesprächsbereitschaft Teherans berichtet. Auf Wochensicht steuern die asiatischen Börsen dennoch auf deutliche Verluste zu.
Top Themen

News-Ticker
freenet-Aktie sinkt: UBS senkt Ziel
(16:10 Uhr)SAP-Aktie steigt dennoch: UBS senkt Kursziel
(13:42 Uhr)So schätzen Analysten die Netflix-Aktie ein
(07:40 Uhr)