Goldpreis: Erhöhte Spannung vor US-Arbeitsmarktbericht für Februar

Vor dem Wochenende tendiert der Goldpreis wieder in höhere Regionen. Neue Impulse könnte nun der für den Nachmittag angekündigte Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums sorgen.
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von Jörg Bernhard
Angesichts der Ausweitung des Kriegs im Nahen Osten fliehen Anleger weiter in den sicheren Hafen Gold. Am sechsten Tag des Krieges startete der Iran eine Serie von Angriffen auf Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar. Von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Admiral Brad Cooper war zu hören, dass die US-Streitkräfte über ausreichend Munition verfügen würden, um ihre Bombardierungen auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. Aus charttechnischer Sicht verläuft eine wichtige Unterstützung bei 5.040 Dollar, während ein Widerstand bei 5.280 Dollar angesiedelt ist. Überraschenderweise hat die CME Group am gestrigen Donnerstag die Anfangsmargins für ihre Goldfutures (100 Unzen) von 9 auf 7 Prozent gesenkt und bei Silberfutures (5.000 Unzen) eine Reduktion von 18 auf 14 Prozent vorgenommen. Für erhöhte Aufmerksamkeit sorgt nun der US-Arbeitsmarktbericht für Februar (14.30 Uhr). Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate bei 4,3 Prozent verharren und die Zahl neu geschaffener Stellen von 130.000 auf 59.000 gesunken sein.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 45,30 auf 5.124,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Stärkstes Wochenplus seit 2022 möglich
Der Ölpreis fiel im frühen Freitagshandel erstmals seit sechs Tagen, nachdem die US-Regierung prüft, möglicherweise in den Futures-Markt einzugreifen, um steigende Preise zu dämpfen. Zudem erteilte Washington Ausnahmeregelungen für den Kauf von russischem Öl, um Versorgungsengpässe infolge des Krieges im Nahen Osten zu lindern. Dennoch ist Brent in dieser Woche um 17 Prozent gestiegen, während WTI um 20 Prozent zulegte - der stärkste Wochenanstieg seit dem Beginn der groß angelegten russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Nur zur Erinnerung: Damals stiegen die Ölpreise für die Dauer von vier Monaten auf über 100 Dollar.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,12 auf 80,89 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,03 auf 85,44 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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