Nach Kursrutsch: DAX schließt höher über 24.200 Punkten -- US-Börsen letztlich im Plus -- Bayer: Gericht genehmigt Glyphosat-Deal mit Klägern vorerst -- Rheinmetall, NVIDIA, Moderna, Bitcoin im Fokus
UBS belässt Apple auf 'Neutral'. Salesforce: Konträrwette zu "SaaSpocalypse" - Lichtblick im Softwaresektor? Redcare Pharmacy enttäuscht auf ganzer Linie. VW-Betriebsratschefin Cavallo schließt Werksschließungen aus - Audi und Porsche sollen an die Leine. TRATON senkt Dividende und peilt stabile Rendite an. Bilfinger verdient operativ deutlich mehr - Dividende soll steigen.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt konnte nach dem jüngsten Kursrutsch zur Wochenmitte zulegen.
Der DAX war bereits höher in den Handel eingestiegen und baute seine Gewinne im Handelsverlauf weiter aus. Er verabschiedete sich schließlich 1,74 Prozent höher bei 24.205,36 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX zeigte sich zum Auftakt ebenfalls fester. Auch hier setzte sich die Erholung im Handelsverlauf fort. Er notierte letztlich 2,79 Prozent im Plus bei 3.718,13 Zählern
Nach den herben Verlusten der Vortage schöpften Investoren durch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump leise Hoffnung auf eine Entspannung bei den Öl- und Gastransporten. "Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb Trump am Vorabend auf seiner Plattform Truth Social. Er betonte, dass die USA den globalen Energiefluss unter allen Umständen absichern würden. Flankierend dazu habe er die Entwicklungsfinanzierungsbehörde DFC angewiesen, Versicherungen und Garantien für den Seehandel in der Krisenregion bereitzustellen.
Experten wie Thomas Altmann von QC Partners mahnten jedoch zur Vorsicht. Der Plan, Tanker zu eskortieren, überzeuge die Märkte bisher nicht restlos, da die praktische Umsetzung noch völlig unklar sei.
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Europas Börsen leiteten am Mittwoch einen Erholungskurs ein.
Der EURO STOXX 50 startete etwas höher. Im Verlauf konnte er sein Plus deutlich ausbauen. Schließlich ging er 1,72 Prozent stärker bei 5.870,92 Punkten aus dem Handel.
Die Aktienmärkte stabilisierten sich nach dem Ausverkauf der vergangenen beiden Tage etwas. Der Nahostkonflikt blieb weiter das alles bestimmende Thema. Er sorgt für eine steigende Inflation in Folge höherer Energiepreise und damit für nachgelagerte Effekte. Aus dem Devisenmarkt wich ein wenig die Volatilität der vergangenen beiden Tage. Damit scheint am Kapitalmarkt zunächst das erhöhte Risiko eingepreist zu sein. Allerdings ist mit schnellen und heftigen Ausschlägen zu rechnen, sollte sich die Nachrichtenlage ändern.
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Die US-Börsen zeigten sich am Mittwoch mit Gewinnen.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher, rutschte zwischenzeitlich ins Minus, drehte dann jedoch wieder in Plus. Letztlich zeigte er sich 0,49 Prozent fester bei 48.739,41 Punkten.
Der NASDAQ Composite startete ebenfalls auf grünem Terrain und weitete seine Gewinne im Verlauf aus. Er beendete den Handel schließlich 1,29 Prozent höher bei 22.807,48 Zählern.
Positive Impulse kamen von einem Bericht der "New York Times", laut dem der Iran indirekt Kontakt zu den USA aufgenommen hat, um über ein Kriegsende zu verhandeln, berichtete dpa-AFX. Belastend wirkten dagegen Aussagen von Scott Bessent. Laut dem US-Finanzminister könnte der vorgeschlagene globale Zollsatz von 15 Prozent noch in dieser Woche in Kraft treten.
Derweil ist die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft im Februar laut dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) deutlicher als erwartet gestiegen.
Die wichtigsten Märkte in Fernost zeigten sich am Mittwoch tiefrot.
In Tokio fiel der Nikkei 225 massive 3,61 Prozent zurück und schloss bei 54.245,54 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland prägten ebenfalls Verluste das Bild, der Shanghai Composite rutschte um 0,98 Prozent auf 4.082,47 Zähler ins Minus.
Deutliche Abwärtstendenzen waren ebenfalls in Hongkong auszumachen, wo es für den Hang Seng um 2,01 Prozent auf 25.249,48 Zähler abwärts ging.
An den ostasiatischen Finanzplätzen herrschte zur Wochenmitte massiver Verkaufsdruck. Auslöser waren die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Während die militärischen Spannungen in der Region anhalten, reagierten die Ölpreise volatil. Nachdem US-Präsident Donald Trump ankündigte, die US-Marine werde bei Bedarf Tanker-Eskorten durch die strategisch wichtige Straße von Hormus sicherstellen, flachte die Preisrallye ab. Brent und WTI notieren aktuell höher.
Zusätzlich belasteten schwache Wirtschaftsdaten aus China die Stimmung. Der Einkaufsmanagerindex für Februar signalisiert mit 49,0 Punkten den zweiten Monat in Folge eine Schrumpfung. "Der Krieg im Nahen Osten werde die Weltwirtschaft und auch die chinesische Wirtschaft zumindest im März wahrscheinlich belasten", so Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management.Der Ökonom erwartet, dass Peking bei einer weiteren Verlangsamung mit moderaten Investitionen gegensteuern könnte, weshalb Anleger gespannt auf den Nationalen Volkskongress blicken.
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