Gerät XRP unter Druck? Das passiert, wenn Ripples Treuhand-Token aufgebraucht sind

XRP gilt als deflationär und effizient: Schnelle Transaktionen, ein sinkendes Angebot und eine besondere Verteilungsstrategie prägen die langfristige Entwicklung.
Werte in diesem Artikel
• XRP ermöglicht schnelle, kostengünstige Zahlungen direkt zwischen Nutzern weltweit
• Transaktionen verbrennen Coins, was XRP langfristig deflationär macht.
• Die schrittweise Token-Freigabe und breitere Nutzung stärken langfristig Stabilität und Knappheit.
XRP eine digitale Währung, die auf dem XRP Ledger läuft - einer offenen und dezentralen Blockchain, wie Ripple angibt. Seit ihrer Einführung im Jahr 2012 ermöglicht sie schnelle und kostengünstige Zahlungen innerhalb weniger Sekunden und wurde konzipiert, um effizienter, günstiger und umweltfreundlicher als jede andere digitale Währung zu sein, heißt es weiter. Außerdem können Nutzer mit XRP Geld direkt und ohne zentrale Vermittler senden - ein Vorteil, den sowohl Finanzinstitute als Brückenwährung für internationale Transfers als auch Privatpersonen für weltweite Geldbewegungen nutzen.
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XRP als deflationärer Vermögenswert
Laut CoinPedia bezeichnete Ripple-CTO David Schwartz XRP kürzlich als eine der deflationärsten Kryptowährungen - eine Einschätzung, die die Perspektive auf das Asset verändert. Im Gegensatz zu vielen anderen großen Coins ist XRP nicht auf Inflation angewiesen, um das Netzwerk zu stützen, heißt es weiter. Denn bei jeder Transaktion werden kleine Mengen des Tokens verbrannt, wodurch das Gesamtangebot langfristig leicht abnimmt. Während Plattformen wie Ethereum oder Solana ihr Tokenangebot kontinuierlich erhöhen, um Validatoren zu belohnen, setzt XRP auf Effizienz und Nutzbarkeit. Dadurch behält die Kryptowährung in einem ansonsten überwiegend inflationsgetriebenen Markt ihre deflationäre Ausrichtung, so der Bericht.
Bill Morgan warnt vor voreiligen Schlussfolgerungen
Ripple hält nach wie vor einen großen Teil der Coins in Treuhand, sodass kurzfristig kein Angebotsmangel zu erwarten ist, berichtet CoinPedia unter Verweis auf Aussagen von Bill Morgan. Er weist darauf hin, dass die Vorstellung einer plötzlichen Knappheit von XRP nicht den aktuellen Marktbedingungen entspricht. Ein echter Engpass könnte, wenn überhaupt, erst in mehreren Jahren relevant werden.
Schrittweise Verteilung für mehr Dezentralisierung
Analyst Mickle legt in einer Videoanalyse CoinPedia zufolge den Fokus auf die langfristige Angebotsdynamik: Die laufenden Verkäufe von Ripple erhöhen schrittweise die umlaufende Menge, wodurch eine unmittelbare Knappheit zunächst ausbleibt. Zudem sinkt der Anteil von Ripple am Gesamtbestand, sodass sich die Token über die Zeit auf mehr Halter verteilen. Langfristig könnte dies zu einer breiter aufgestellten und potenziell dezentraleren Kryptowährung führen.
Wie die Token-Verteilung XRP prägen könnte
Darüber hinaus greift Analyst Mickle laut dem Bericht Morgans Sichtweise auf und hebt hervor, dass eine schnellere Verteilung von XRP Chancen bieten könnte: Je breiter die Tokens gestreut sind, desto weniger zentral wird die Kontrolle - und desto größer könnte das Vertrauen in den Markt werden. Zwar ist XRP bereits weit verbreitet, doch seine Struktur lässt langfristig Knappheit zu, so CoinPedia. Sollte der Bestand von Ripple sinken und die Aktivität auf dem Netzwerk steigen, könnte der deflationäre Mechanismus stärker wirken und die Stabilität von XRP beeinflussen. Aktuell gibt es zwar keine Verknappung, doch eine Entwicklung in diese Richtung ist nicht ausgeschlossen, heißt es weiter.
Svenja Polonyi, Redaktion finanzen.net
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