Goldpreis gibt nach: Markt reagiert auf Trumps Aussagen

Der Goldpreis legte im frühen Donnerstagshandel wieder den Rückwärtsgang ein. Trumps massive Drohungen gegen den Iran sind hierfür hauptverantwortlich.
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von Jörg Bernhard
Am gestrigen Mittwoch wies der US-Präsident in seiner abendlichen Ansprache an die Nation darauf hin, dass die militärischen Angriffe gegen den Iran in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Dies trieb die Ölpreise deutlich nach oben und dämpfte die Hoffnungen auf Zinssenkungen. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 11 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres niedrigere US-Leitzinsen sehen werden. Die Wahrscheinlichkeit für ein höheres Zinsniveau kletterte gegenüber dem Vortag von einem auf zehn Prozent. Obwohl Gold in Zeiten von Inflation und geopolitischen Spannungen typischerweise profitiert, mindern höhere Zinsen seine Attraktivität, da sie die Opportunitätskosten für das Halten des nicht verzinsten Vermögenswerts erhöhen. Vor dem Oster-Wochenende werden an den Goldmärkten zur Reduktion des Risikos offensichtlich größere Positionen glattgestellt.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 192,50 auf 4.620,60 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Preissprung um über fünf Prozent
Im frühen Donnerstagshandel ging es mit dem Ölpreis steil bergauf. Die Bedrohungen für den Seeverkehr in der Straße von Hormus bleiben im Zuge von Trumps Iran-Drohungen weiterhin hoch. Am gestrigen Mittwoch wurde laut US-Verteidigungsministerium ein von QatarEnergy gecharterter Öltanker in katarischen Gewässern von einem iranischen Marschflugkörper getroffen. Außerdem hat der Chef der Internationalen Energieagentur davor gewarnt, dass Lieferunterbrechungen ab April die europäische Wirtschaft beeinträchtigen könnten. Europa war zuvor durch Lieferungen geschützt, die noch vor Beginn des Krieges vertraglich gesichert worden waren. Die weitere Entwicklung an den Ölmärkten bleibt aufgrund der Unberechenbarkeit der US-Politik somit weiterhin unvorhersehbar.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 5,82 auf 105,94 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 6,78 auf 107,94 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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