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COT-Report: Gold - Großspekulanten verkaufen im großen Stil

26.05.18 15:00 Uhr

COT-Report: Gold - Großspekulanten verkaufen im großen Stil | finanzen.net

Der am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC war von einem markanten Ausverkauf großer Terminspekulanten gekennzeichnet.

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Rohstoffe

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von Jörg Bernhard

Kräftig bergab ging es auch mit dem allgemeinen Interesse an Gold-Futures. So reduzierte sich in der Woche zum 22. Mai die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) von 519.958 auf 502.942 Kontrakte (-3,3 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Terminspekulanten war auf Wochensicht ein Rückgang von 117.189 auf 115.575 Kontrakte (-1,4 Prozent) zu beobachten. Besonders auffällig: Großspekulanten (Non-Commercials) haben sowohl ihre Long-Seite (-11.800 Kontrakte) als auch ihr Short-Exposure (minus 11.200 Futures) massiv zurückgefahren. Dadurch hat sich ihre Netto-Long-Position auf Wochensicht von 91.543 auf 90.957 Futures (-0,6 Prozent) leicht reduziert. Unter den Kleinspekulanten (Non-Reportables) gab es eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Deren Netto-Long-Position hat sich von 25.646 auf 24.618 Kontrakte (-4,0 Prozent) reduziert. Nun darf man gespannt sein, ob der großangelegte Rückzug der Terminmarktprofis gerechtfertigt war.

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Gold: Schützenhilfe durch Donald Trump

US-Präsident Donald Trump half dem Goldpreis in der vergangenen Woche wieder über die Marke von 1.300 Dollar. Zum einen, weil er durch diverse Äußerungen zum Handelsstreit mit China und seiner Offensive gegen ausländische Autohersteller erneut Ängste vor einem globalen Handelskrieg schürte. Zum anderen hat Trump mit seiner chaotischen Nordkorea-Politik einmal mehr bewiesen, dass er ein erhebliches Sicherheitsrisiko für den Rest der Welt darstellt. Für Europas Anleger dürfte zudem die jüngste politische Entwicklung in Italien für Verunsicherung gesorgt haben. Und in einem solchen Marktumfeld sollte man sich nicht wundern, wenn Gold wieder gefragter und damit teurer wird. Zusätzliches Kaufinteresse dürfte aufkommen, wenn die im Bereich von 1.307 Dollar angesiedelte 200-Tage-Linie überwunden wird. Bis dahin heißt das Motto: Abwarten.


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