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Tesla-Aktie: Elon Musk nimmt mit Tesla Saudi-Arabien ins Visier

04.04.25 22:12 Uhr

NASDAQ-Aktie Tesla: Markteintritt in Saudi-Arabien steht wohl bevor | finanzen.net

Tesla baut sein internationales Geschäft aus und steht wohl kurz vor einem Markteintritt in Saudi-Arabien. Im Streit zwischen CEO Elon Musk und Vertretern des saudischen Staatsfonds stehen die Zeichen damit wohl auf Versöhnung.

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• Tesla kündigt Launch-Event in Riad an
• Versöhnung zwischen Elon Musk und saudischem Staatsfonds?
• Musks politisches Engagement für Tesla auch eine Belastung

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E-Auto-Pionier Tesla lädt auf seiner Website unter dem Titel "Tesla-Eröffnung im Königreich Saudi-Arabien" für den 10. April zu einem Launch-Event auf der Bujairi Terrace in der saudischen Hauptstadt Riad ein: "Entdecken Sie unsere Weltbestseller und tauchen Sie ein in eine Welt, die von Solarenergie versorgt, von Batterien gespeist und von Elektrofahrzeugen angetrieben wird. Erleben Sie die Zukunft des autonomen Fahrens mit Cybercab, und lernen Sie Optimus, unseren humanoiden Roboter, kennen, während wir zeigen, was in Sachen KI und Robotik als Nächstes ansteht. Unser Team wird vor Ort sein, um alle Fragen zu beantworten, die Sie über den Besitz eines Tesla, das Aufladen zu Hause und mehr haben", kündigt der US-Konzern an. Genauere zeitliche Angaben zu einem Verkaufsstart wurden jedoch nicht gemacht.

Angespannte Beziehung

Zwar werden Tesla-Autos bereits in mehreren Ländern des Nahen Ostens verkauft, nicht jedoch in Saudi-Arabien, dem größten Markt der Golfregion. Dies geht zurück auf einen Streit von Elon Musk mit Vertretern des Staatsfonds Saudi-Arabiens PIF (Public Investment Fund), der bis ins Jahr 2018 zurückreicht. Denn vor sieben Jahren im August hatte der Tesla-Chef auf Twitter, dem Kurznachrichtendienst den er inzwischen aufgekauft und in X umbenannt hat, verkündet, er habe vor, Tesla von der Börse zu nehmen und die Finanzierung dazu sei gesichert. Nachdem sich herausstellte, dass diese Behauptung nicht der Wahrheit entsprach und Tesla an der Börse blieb, klagten zahlreiche Anleger gegen Musk und Tesla.

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In diesem Zusammenhang kam es zur Veröffentlichung von Textnachrichten zwischen Musk und PIF-Chef Yasir al-Rumayyan, denn im Vorfeld seines verhängnisvollen Tweets hatte sich Musk mit Vertretern des saudischen Staatsfonds, dem größten Tesla-Investor, getroffen. Wie Musk in einem Unternehmensblog verriet, begannen diese Treffen bereits Anfang 2017, nachdem er sein Interesse an einer Privatisierung von Tesla bekundet habe. "Offensichtlich hat der saudische Staatsfonds mehr als genug Kapital, um eine solche Transaktion durchzuführen", zitiert Business Insider aus dem Blogbeitrag des Tesla-CEOs. Die Affäre rund um das gescheiterte Delisting und die falsche Behauptung Musks belastet die Beziehung zwischen Tesla und dem Königreich bis heute.

Musks politisches Engagement

Grund für die sich nun abzeichnende Annäherung könnte das politische Engagement des Milliardärs sein. Musk hatte nämlich Donald Trump während dessen Wahlkampf massiv unterstützt und wurde nach dessen Einzug ins Weiße Haus mit der Leitung des neugeschaffenen Department of Government Efficiency (DOGE) betraut, einer Behörde, welche die Effizienz der Bundesregierung optimieren und Verwaltungsausgaben reduzieren soll. Angesichts Musks Nähe zum neuen US-Präsidenten erscheint eine Versöhnung mit ihm aus Sicht des Königreichs also opportun.

Auf der anderen Seite ist es auch für den Automobilhersteller von Vorteil, sich einen neuen Absatzmarkt zu erschließen. Dies umso mehr, da sich derzeit dunkle Wolken über Tesla zusammenziehen. Denn zum einen könnte der von Trump losgetretene Zollstreit für Tesla problematisch werden, schließlich generiert der US-Konzern mehr als die Hälfte seiner Einnahmen außerhalb des amerikanischen Marktes. Zum anderen leidet der Konzern unter einem Absatzeinbruch, was neben einem sich verschärfenden Wettbewerb auch auf das polarisierende Verhalten von Musk, mit dem er viele potentielle Käufer abschreckt, zurückzuführen ist.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Justin Sullivan/Getty Images, Kevork Djansezian/Freier Fotograf/Getty Images

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