US-Klage

Deutsche Bank wegen Libor-Manipulation verklagt

20.03.12 17:01 Uhr

Die Deutsche Bank sieht sich in den USA mehreren Klagen wegen des Verdachts von Manipulationen auf dem Interbankenmarkt ausgesetzt.

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Gegen das Institut sind mehrere Zivilklagen mit dem Vorwurf der Libor-Manipulation anhängig, wie aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Bank AG hervorgeht.

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   Der Libor (London Interbank Offered Rate) beeinflusst wichtige Finanzgeschäfte weltweit. Der Referenzzinssatz wird börsentäglich unter Federführung der British Bankers' Association in London festgelegt.

   Gegen die Deutsche Bank und zahlreiche andere Banken seien "eine Reihe zivilrechtlicher Klagen (...) bei Bundesgerichten in den USA" eingereicht worden, heißt es in dem Jahresdokument. Die Klagen kämen von Parteien, die behaupten, die Banken hätten den US-Libor-Zinssatz und die Preise für auf den US-Dollar-Libor bezogene Derivate in verschiedenen Märkten manipuliert. "Die Klagen werden auf verschiedene Rechtsgrundlagen gestützt, einschließlich Verletzungen des Commodity Exchange Act und kartellrechtlicher Vorschriften."

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   Die Verfahren befänden sich in einem frühen Stadium, heißt es weiter. Sie würden zur Durchführung eines Vorverfahrens im "United States District Court for the Southern District of New York" zusammengeführt.

   Hinzu kommen die bereits bekannten Auskunftsanfragen von Behörden wie der US-Börsenaufsicht SEC, dem US-Justizministerium sowie der Europäischen Kommission, die sich allesamt mit der mutmaßlichen Manipulatioon von Zinssätzen auf dem Interbankenmarkt beschäftigen. Diese Anfragen beziehen sich auf verschiedene Zeiträume zwischen 2005 und 2011. "Die Deutsche Bank kooperiert mit den Behörden hinsichtlich dieser Untersuchungen", stellte das Institut klar.

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   Die Deutsche Bank ist nicht das erste Finanzinstitut, das im Visier der Ermittler steht. Aufsichtsbehörden gehen schon länger dem Verdacht nach, dass einige Institute bei der täglichen Umfrage zur Libor-Berechnung während der Finanzkrise ungenaue Angaben gemacht haben, um möglicherweise den Satz zu manipulieren.

   Die Deutsche Bank hat für 2011 rund 1 Milliarde Euro für Rechtsstreitigkeiten zurückgestellt. Nach deutschem Recht können Banken nur für solche Fälle Geld zurücklegen, bei denen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Zahlungen ihrerseits erwarten. Jenseits dieser Rückstellungen geht die Bank von an sie gestellten Ansprüchen im Volumen von 2,2 Milliarden aus, die höchstwahrscheinlich nicht zur Auszahlung kommen.

-Von Eyk Henning, Dow Jones Newswires, (Laura Stevens hat zu diesem Bericht beigetragen) +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mgo/jhe (END) Dow Jones Newswires

   March 20, 2012 12:00 ET (16:00 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 00 PM EDT 03-20-12

FRANKFURT (Dow Jones)

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