60 Jahre an der Spitze von Berkshire Hathaway: Das hat Warren Buffett Anlegern gebracht

Sechs Jahrzehnte lang prägte Warren Buffett als CEO die Entwicklung von Berkshire Hathaway - und schuf dabei eine der außergewöhnlichsten Erfolgsbilanzen der Börsengeschichte.
Werte in diesem Artikel
• Berkshire Hathaway mit 6.000.000 Prozent Gesamtrendite
• Warren Buffett setzt auf Disziplin, Geduld und klare Prinzipien
• Außerdem erkennt der Starinvestor Chancen in turbulenten Zeiten
Die langfristige Erfolgsbilanz von Warren Buffett ist wirklich sagenhaft. Seit der Übernahme von Berkshire Hathaway im Jahr 1965 erzielten die Aktien des Unternehmens eine Gesamtrendite von mehr als 6.000.000 Prozent, wie das Finanzportal Moneywise berichtet. Gleichzeitig sei der breite Markt, gemessen am S&P 500 inklusive Dividenden, im selben Zeitraum lediglich auf 46.061 Prozent gekommen. Dank einer konsequent verfolgten Anlagestrategie schlug Buffett den US-Leitindex somit um den beeindruckenden Faktor 130.
Entscheidende Investments: Coca-Cola, American Express, Bank of America und Apple
Der langfristige Erfolg von Berkshire Hathaway basiert nicht auf kurzfristigen Spekulationen, sondern auf wenigen, konsequent gehaltenen, qualitativ hochwertigen Kerninvestments. Ein Beispiel dafür ist der Einstieg bei Coca-Cola Ende der 1980er-Jahre - eine Marke mit weltweiter Reichweite und einer enormen Preissetzungsmacht. Buffett formulierte seine Strategie damals laut Moneywise klar: "Wir gehen davon aus, diese Wertpapiere langfristig zu halten", schrieb er in jenem Jahr. "Wenn wir Anteile an hervorragenden Unternehmen mit hervorragendem Management besitzen, ist unsere bevorzugte Haltedauer sogar für immer." Die Position entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem der wichtigsten Ertragstreiber - nicht zuletzt durch stetig steigende Dividenden.
Außerdem hat das Orakel von Omaha ein Gespür dafür, Chancen in Krisen zu erkennen. So nutzte er bereits in den 1960er-Jahren eine Krise bei American Express für einen Einstieg. Seine bekannte Maxime dazu: "Sei ängstlich, wenn andere gierig sind", schrieb er einmal, "und gierig, wenn andere ängstlich sind". Der Fall zeigt, wie stark Buffett auf Marktübertreibungen in Krisenzeiten setzte.
Daneben strukturierte Buffett während der Finanzkrise ein milliardenschweres Investment in die damals schwer angeschlagene Bank of America mit Vorzugsaktien und Optionsrechten. Damit sicherte er sich nicht nur laufende Erträge, sondern auch erhebliche Kursgewinne bei einer Erholung der Bank. Schon 1999 kommentierte er solche Situationen gegenüber der Businessweek mit den Worten: "Das Beste, was uns passieren kann, ist, wenn ein großartiges Unternehmen vorübergehend in Schwierigkeiten gerät. Wir wollen sie kaufen, wenn sie auf dem Operationstisch liegen."
Auch im hohen Alter setzte Buffett noch bedeutende Akzente. Der Einstieg bei Apple ab 2016 entwickelte sich trotz des relativ späten Einstiegs zu einem der größten Gewinne seiner Karriere. Dabei sah er den Konzern weniger als Technologie- als vielmehr als Konsumgüterunternehmen - mit dem vielleicht treuesten Kundenstamm der Welt. Entscheidend daran war, dass er abwartete, bis er das Geschäft klar verstehen konnte. Denn ein wichtiges Prinzip von Buffett lautet: "Investieren Sie niemals in ein Unternehmen, das Sie nicht verstehen."
Warren Buffett macht Value-Investing populär
Über alle Investments hinweg zieht sich ein Muster. So beruht Buffets Erfolg vor allem auf langfristigem Halten sowie dem Nutzen von Marktschwächen. Die Zahl von über 6.000.000 Prozent Gesamtrendite ist damit weniger das Ergebnis einzelner spektakulärer Deals - sondern das Resultat einer konsequent angewandten Strategie über Jahrzehnte hinweg.
Nach 60 Jahren an der Spitze von Berkshire hat Buffett somit nicht nur Reichtum für seine Aktionäre geschaffen, sondern auch die Value-Investing-Strategie berühmt gemacht. Zwar hat Buffett Value-Investing nicht erfunden - das war sein Mentor Benjamin Graham - jedoch hat er es sehr erfolgreich praktisch umgesetzt und durch seine Performance bei Berkshire Hathaway weltweit sichtbar gemacht. Sein Erfolg machte aus einer eher akademischen Strategie ein breit akzeptiertes Investmentprinzip. Darüber hinaus hat er den ursprünglichen Ansatz weiterentwickelt, denn während sich Graham als Schnäppchenjäger darauf fokussierte, unterbewertete Aktien billig zu erwerben, achtet Buffett darauf, einen fairen Preis für hochwertige Unternehmen mit Wettbewerbsvorteilen zu zahlen. Diese Interpretation wird oft als "Quality Value" bezeichnet.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
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