MÄRKTE USA/Baisse - Chinesische Zölle überschatten starke "Payrolls"

04.04.25 14:46 Uhr

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DOW JONES--Zum Wochenausklang zeichnen sich an den US-Börsen weitere schwere Verluste ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten eine sehr schwache Eröffnung an, da China die US-Zölle mit eigenen Zöllen beantworten will. Starke US-Arbeitsmarktdaten ("Payrolls") können dem nichts entgegensetzen. Der S&P-500-Future und Nasdaq-Future sinken um bis zu rund 3 Prozent. Am Markt geht die Angst um, dass der heraufziehende Handelskrieg die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen wird. Ökonomen senken reihenweise ihre Wachstumsprognosen.

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China hatte am Mittag (MESZ) angekündigt, einen Einfuhrzoll von 34 Prozent auf alle aus den USA importierten Waren zu erheben. Wie die Zolltarifkommission des Staatsrats mitteilte, tritt dieser Gegenzoll am 10. April in Kraft. China führt außerdem Ausfuhrkontrollen für sieben Kategorien von Seltene-Erden-Gütern ein. Die Exportkontrolle geschehe zum Schutz der nationalen Sicherheit und der nationalen Interessen, erklärte das chinesische Handelsministerium.

Da davon ausgegangen wird, dass die Zölle die Inflation in die Höhe treiben, wächst auch die Besorgnis, dass die US-Notenbank gezwungen sein könnte, die Zinsen auf dem aktuellen Niveau zu halten oder gar zu erhöhen. Marktteilnehmer dürften daher sehr genau hinhören, wenn der Präsident der Federal Reserve, Jerome Powell, am Freitag seine Rede zum Wirtschaftsausblick hält.

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Der offizielle Arbeitsmarktbericht für März zeugte von einem überraschend starken Beschäftigungsaufbau. Demnach wurden im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft 228.000 zusätzliche Stellen geschaffen. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs von 140.000 Stellen gerechnet. Die Beschäftigungslage ist eines der Kriterien, an denen die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet und wird normalerweise unter diesem Aspekt stark beachtet. Dieses Mal dürften die Daten aber von der Zollthematik in den Hintergrund gedrängt werden, heißt es aus dem Handel.

Die Rezessionsangst treibt Anleger in "sichere Häfen" wie Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt um etwa 15 Basispunkte. Auch klassische Fluchtwährungen wie Yen und Schweizer Franken verzeichnen Zulauf. Der Dollar gibt nach dem kräftigen Rücksetzer vom Vortag nochmals etwas nach. Der Dollarindex tendiert knapp behauptet. Der Goldpreis zeigt sich schwächer. Er war schon vor Bekanntgabe der US-Strafzölle auf ein Rekordhoch gestiegen, so dass hier vieles eingepreist sein dürfte, wie es heißt.

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Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt in rasantem Tempo fort. Die Kontrakte auf Brent und WTI brechen um bis zu rund 7 Prozent ein. Die Akteure am Ölmarkt befürchten eine konjunkturbedingte Nachfrageschwäche. Zudem erwägt die Opec+ eine Erhöhung der Fördermenge.

Unternehmensnachrichten sind rar. Die größten Verlierer der Strafzölle - darunter Nvidia und Apple - werden abermals verkauft: Nvidia geben vorbörslich um 3,4 Prozent nach, nachdem sie am Donnerstag fast 8 Prozent verloren hatten. Apple sinken um 4,8 Prozent. Nike verlieren 5,8 Prozent.

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DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:15 % YTD

EUR/USD 1,1047 -0,0% 1,1052 1,1092 +6,8%

EUR/JPY 160,4430 -0,5% 161,2565 161,6105 -1,0%

EUR/CHF 0,9400 -1,0% 0,9491 0,9509 +1,5%

EUR/GBP 0,8483 +0,6% 0,8434 0,8440 +2,0%

USD/JPY 145,2325 -0,5% 145,9185 145,7015 -7,3%

GBP/USD 1,3023 -0,6% 1,3103 1,3143 +4,6%

USD/CNY 7,1830 +0,1% 7,1751 7,1817 -0,5%

USD/CNH 7,2867 +0,1% 7,2803 7,2858 -0,7%

AUS/USD 0,6118 -3,3% 0,6327 0,6366 +2,2%

Bitcoin/USD 82.462,55 -0,3% 82.747,70 81.633,20 -11,3%

ROHOEL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 62,08 66,62 -6,8% -4,54 +1,6%

Brent/ICE 65,45 69,81 -6,2% -4,36 -6,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 3087,05 3113,90 -0,9% -26,85 +18,6%

Silber 28,09 28,84 -2,6% -0,75 +3,3%

Platin 853,85 865,45 -1,3% -11,60 -1,1%

Kupfer 4,55 4,83 -5,7% -0,28 +12,1%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 04, 2025 08:47 ET (12:47 GMT)

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