Iran-Krieg und Zinssorgen: DAX geht mit Verlusten ins Wochenende -- Wall Street schließt tiefer -- Adobe sucht neuen Chef -- BioNTech, Zalando, Shell, Porsche, Rüstungsaktien, Bitcoin & Co. im Fokus
Ulta Beauty-Aktie bricht ein: Prognose für das Umsatzwachstum in diesem Jahr enttäuscht. Vincorion-IPO: Rüstungszulieferer legt Angebotspreis fest. Lufthansa-Streik legt erneut Hunderte Flüge lahm. Netflix-Aktie: 'KPop Demon Hunters' wird fortgesetzt. KWS SAAT: Vertrag von Chef Büchting bis Ende 2032 verlängert. TotalEnergies: Ölpreisanstieg kompensiert Produktionsausfälle in Nahost.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich vor dem Wochenende mit Schwankungen.
Der DAX eröffnete die Sitzung tiefer. Im Laufe des Tages konnte er seine Verluste jedoch aufholen und in die Gewinnzone vordringen, bevor er erneut ins Minus fiel. Er verabschiedete sich letztlich 0,6 Prozent niedriger 23.447,29 Punkten ins Wochenende.
Der TecDAX zeigte sich ebenso volatil, nachdem er schwächer gestartet war. Er beendete den Tag mit einem kleinen Abschlag von 0,19 Prozent bei 3.572,52 Zählern.
Aktuell richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger stark auf den Energiemarkt, da Öl- und Gaspreise als Indikator für Konjunktur- und Inflationsrisiken gelten. Der Preis für ein Barrel Brent lag zuletzt bei rund 100 US-Dollar, nachdem er am Montag mit fast 120 Dollar den höchsten Stand seit 2022 erreicht hatte.
Die Lage bleibt jedoch angespannt, da der Iran weiterhin mit Angriffen auf regionale Öl- und Gasressourcen droht und bereits Öltanker im Persischen Golf attackiert hat.
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Europas Börsen zeigten sich am Freitag mit negativer Tendenz.
Der EURO STOXX 50 präsentierte sich letztlich mit Verlusten, nachdem er im Verlauf zeitweise noch Gewinne verzeichnet hatte. Zuvor war er etwas tiefer gestartet. Er schloss 0,6 Prozent im Minus bei 5.714,61 Punkten.
Im Mittelpunkt stand weiterhin der Ölpreis. Nach der Freigabe strategischer Ölreserven durch die Internationale Energieagentur versuchen die USA zudem, durch eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland den Preisanstieg abzumildern.
CMC führte das bisherige Halten der Kurse auf die Hoffnung zurück, dass die Notfallreserven von USA und Europa Zeit verschaffen, bis der Iran-Konflikt endet: "Ob dies tatsächlich wie erwartet eintreffen wird, ist vollkommen unklar. Zumindest aber hilft es kurzfristig, panikartige Verkäufe an den europäischen Aktienmärkten zu verhindern." Zusätzlich wirken hohe zuvor aufgebaute Absicherungspositionen stabilisierend. Besonders interessant wird in der kommenden Woche der große Verfallstermin an den Terminbörsen.
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Die US-Börsen zeigten sich am Freitag tiefer.
Der Dow Jones startete nahe der Nulllinie und legte anschließend deutlich zu. Im weiteren Verlauf fiel er jedoch ins Minus zurück, wo er den Tag letztlich 0,25 Prozent schwächer bei 46.559,83 Punkten beendete.
Der NASDAQ Composite eröffnete höher, drehte anschließend jedoch ebenso in die Verlustzone. Sein Schlussstand: 22.105,36 Zähler (-0,93 Prozent).
Die US-Börsen haben ihren am Freitag gestarteten vorsichtigen Erholungsversuch rasch wieder beendet. Belastet wurde die Stimmung zuletzt vor allem durch die zunehmende Eskalation des Iran-Kriegs und die damit verbundenen steigenden Ölpreise. Zuvor hatten im frühen Handel enttäuschende Konjunkturdaten noch Hoffnungen der Anleger auf zumindest eine Leitzinssenkung der US-Notenbank in diesem Jahr geweckt. Hintergrund ist, dass die US-Wirtschaft im Schlussquartal 2025 schwächer gewachsen ist als von Ökonomen erwartet.
An den Börsen in Fernost setzten sich am Freitag die Verluste fort.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 1,16 Prozent auf 53.819,61 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite daneben 0,82 Prozent tiefer bei 4.095,45 Zählern.
Für den Hang Seng ging es derweil 0,98 Prozent auf 25.564,60 Indexpunkte runter.
Der anhaltende Krieg im Iran sowie die Folgen für die Energiemärkte belasteten am Freitag die Börsen in Ostasien. Besonders der starke Anstieg der Ölpreise schürte Sorgen über steigende Inflation und mögliche Auswirkungen auf die Konjunktur.
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch mehrere wichtige Notenbanksitzungen in der kommenden Woche, darunter bei der US-Notenbank, der Bank of England, der Europäischen Zentralbank und der Reserve Bank of Australia. Höhere Energiepreise könnten den Preisdruck verstärken und die Zentralbanken dazu veranlassen, geplante Zinssenkungen hinauszuschieben oder ihre Geldpolitik restriktiver zu gestalten.
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